Der Schweizer Volkan Oezdemir kämpft Samstagnacht in Uruguay - Bildquelle: imago/BildbyranDer Schweizer Volkan Oezdemir kämpft Samstagnacht in Uruguay © imago/Bildbyran

München – Volkan Oezdemir verdiente sich in der UFC innerhalb von einem Jahr eine Titelchance im Halbschwergewicht. Nun besteht die Gefahr, dass er innerhalb von einem Jahr entlassen wird. Denn nach insgesamt drei Niederlagen in Folge steht er mit dem Rücken zur Wand. Samstagnacht kämpft der 29 Jahre alte Schweizer um seinen Verbleib in der UFC.

"Ich bin davon überzeugt, dass ich meinen letzten Kampf gewonnen habe, aber in meine Bilanz wurde er als Niederlage eingetragen", sagte Oezdemir. "In meinem nächsten Kampf muss ich beweisen, dass ich noch immer hierhergehöre."

Oezdemir und Latifi holen ausgefallenen Kampf nach

Eine knappe und umstrittene Punktniederlage gegen Dominick Reyes, bei der UFC Fight Night in London im März dieses Jahres, hat Oezdemir so sehr gewurmt, dass er schnellstmöglich ins Octagon zurückkehren wollte.

Daraus werde jedoch nichts, denn sein für Juni geplanter Kampf gegen den Schweden Ilir Latifi fiel aus, weil sich Latifi einen Tag vor der Veranstaltung eine Rückenverletzung zuzog.

"Ich kann ihm da keinen Vorwurf machen, so läuft das eben manchmal im Kampfsport", sagte Oezdemir. "Man kann sich erst sicher sein, dass ein Kampf stattfindet, wenn man im Käfig steht und der Gegner da ist."

Vorbereitung mit Alistair Overeem

Unter optimalen Bedingungen konnte sich Oezdemir auf den wohl wichtigsten Kampf seiner Karriere nicht vorbereiten. Da er aktuell Schwierigkeiten hat, ein Visum für die USA zu bekommen, trainierte er nicht wie zuletzt in Florida, sondern vorwiegend zuhause in der Schweiz.

Allerdings reiste er auch für eine Weile nach Thailand, wo er an einem Trainingslager mit UFC-Star Alistair Overeem teilnahm.

"Es ist schwierig, in der Schweiz geeignete Trainingspartner zu finden, die groß und schwer sind", sagte Oezdemir. "Aber ich mache das Beste daraus."

Ein freundschaftliches Duell

Den Kampf gegen Latifi bezeichnet Oezdemir als eine Begegnung unter "Arbeitskollegen". Denn 2011 trainierten sie mehrere Wochen gemeinsam in den USA und daraus entwickelte sich eine freundschaftliche Beziehung, die bis heute anhält.

Daher verzichtet Oezdemir auch auf die üblichen Knockout-Prognosen – was nicht heißen soll, dass er sich im Kampf gegen das schwedische Kraftpaket zurückhält.

"Ilir wird versuchen, mich wie ein Bulle über den Haufen zu rennen", sagte Oezdemir. "Aber ich denke, ich werde meinen Reichweitenvorteil nutzen können, um zu gewinnen."

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