Jon Jones hat seine Kämpferlizenz zurück - Bildquelle: imago sportfotoJon Jones hat seine Kämpferlizenz zurück © imago sportfoto

München – Die gute Nachricht für Jon Jones: er erhielt am Dienstag vom Staat Nevada die Lizenz zum Kämpfen zurück und darf somit wieder im Mekka des Kampfsports sein Können zum Besten geben. Die schlechte: so richtig ausgeräumt sind die Zweifel an seiner Person immer noch nicht.

Denn Jones muss bis zu seinem nächsten Kampf am 2. März mindestens zwei Mal im Monat getestet werden und auch bis Ende des Jahres ein ähnlich strenges Programm durchlaufen, wenn er weiterhin in Nevada kämpfen möchte, darüber hinaus auf eigene Kosten. Die Kämpferlizenz gilt zudem nur für Jones‘ nächsten Kampf.

Damit reagierte die Kommission auf die wiederkehrenden Anomalien in den Dopingproben des UFC-Champions, in denen immer wieder geringe Werte eines Mittels auftauchen, für das er bereits 2017 gesperrt wurde.

Puls-Effekt bei Jones sorgt für Irritationen

Diese Spuren werden von der Kommission und der amerikanischen Anti-Doping-Behörde USADA auf einen sogenannten Puls-Effekt zurückgeführt, der durch die Einnahme 2017 entstanden ist. Damals kehrte Jones ebenfalls von einer Dopingsperre zurück und besiegte Daniel Cormier im Kampf um den Titel.

Die Freude währte nur kurz, Jones wurde positiv auf das Mittel Turinabol getestet, verlor den Sieg und den Titel und wurde über ein Jahr gesperrt. Diese Einnahme scheint laut Dopingexperten immer noch nachzuwirken. Denn seit August werden regelmäßig, aber nicht durchgehend, geringe Reste des Stoffes in Jones‘ Kreislauf entdeckt.

Dass der 31-Jährige nicht erneut gesperrt wird, hängt damit zusammen, dass er zum einen bereits 2017 für die Einnahme des Stoffes bestraft wurde und die entdeckten Dosierungen so gering sein sollen, dass eine Leistungssteigerung ausgeschlossen werden kann, sagen die Experten.

Die UFC verlegte einen ganzen PPV wegen Jones

Seit sechs Wochen muss sich die MMA-Welt mit den Dopingtests von Jon Jones, Pikogrammen und mehr auseinandersetzen, denn Mitte Dezember wurden die Anomalien bekannt. Pünktlich zur Beantragung seiner Kampflizenz für UFC 232 am 29. Dezember. Damals verweigerte ihm Nevada die Lizenz, da die Kommissare den Fall erst komplett prüfen wollten.

Die UFC verlegte kurzerhand den gesamten Event nach Kalifornien, wo Jones Anfang Dezember bereits wieder seine Lizenz erhalten hatte, sodass er im Hauptkampf Alexander Gustafsson im Rückkampf technisch K.o. schlagen konnte.

Auch das neue Jahr soll für Jones am 2. März mit einem erfolgreichen Titelkampf beginnen. Am 2. März trifft er auf den schlagkräftigen Anthony "Lionheart" Smith in Las Vegas. Genau wie im alten Kalenderjahr werden aber auch 2019 wohl mehr Augen auf seine Dopingproben als auf seine Kämpfe gerichtet sein.

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