Yoel Romero kämpft Samstagnacht bei UFC 241 - Bildquelle: imago sportfotoYoel Romero kämpft Samstagnacht bei UFC 241 © imago sportfoto

München – Im sozialistischen Kuba aufgewachsen, entwickelte sich Yoel Romero zu einem der besten Ringer der Welt, ehe er nach Deutschland flüchtete und dort mit den Mixed Martial Arts in Berührung kam. Ein Jahrzehnt später gehört der "Soldier of God" zu den besten Kämpfern der Welt.

Romero ist mit seinen 42 Jahren der älteste UFC-Kämpfer, aber er ist nach wie vor deutlich schneller, spritziger, kräftiger und explosiver als die meisten seiner Konkurrenten. Zudem ist der ewig junge Modellathlet mit fünf WM-Medaillen und Olympia-Silber einer der besten Ringer, der je im Octagon stand. Diese Kombination aus Athletik und ringerischen Fähigkeiten ist für viele der Schlüssel zum Sieg gegen Jon Jones, den dominanten Weltmeister im Halbschwergewicht. Aber Romero weigert sich, ihn herauszufordern.

"Meine Beziehung zu Johnny ist mir wichtiger, wir sind gute Freunde", sagte Romero vor UFC 241 in Anaheim, wo er Samstagnacht gegen den Brasilianer Paulo Costa kämpft. "Das wird nie passieren, keine Chance. Vergesst es. Nicht mal für eine Million. Ich habe mit ihm in Albuquerque trainiert, bei ihm zuhause gewohnt, seine Frau, seine Kinder und seine Brüder kennengelernt. Da kämpfe ich doch nicht gegen ihn."

Romero wartet den kommenden WM-Kampf entspannt ab

Mit einem Wechsel ins Halbschwergewicht würden sich für Romero neue Möglichkeiten eröffnen, denn im Mittelgewicht unterlag er bereits zweimal dem amtierenden Weltmeister Robert Whittaker. Wenn er noch einmal um den Titel kämpfen will, muss er darauf hoffen, dass Whittaker seinen Gürtel im Oktober bei UFC 243 an Israel Adesanya verliert.

"Ich mache mir keine Gedanken darüber, ob Israel oder Robert gewinnt", sagte Romero. "Ich habe eine große Familie. Wenn man Kinder hat, schwirren einem andere Gedanken durch den Kopf. Wie kann ich meinem Kind nächste Woche bei den Hausaufgaben helfen? Wenn man sich stresst und über zu viele Dinge nachdenkt, hat man nicht mehr genug Zeit, um zu trainieren. Man sollte sich immer nur auf den nächsten Gegner konzentrieren."

Costa will Romero eine Lektion erteilen

Der nächste Gegner von Romero heißt Paulo Costa, ist 14 Jahre jünger und hat eine lupenreine Profibilanz von 12-0 mit elf Knockouts. Im Vorfeld ihres Kampfes bei UFC 241 in Anaheim hat Romero den muskelbepackten Hünen des Dopings beschuldigt. Für Costa ist ihre Begegnung daher eine sehr persönliche Angelegenheit.

"Die große Frage ist doch: Warum nimmt er das persönlich?", meinte Romero. "Ich habe den Typen in meinem ganzen Leben noch nie getroffen. Ich habe noch nie mit ihm gesprochen. Warum nimmt er das dann persönlich? Glaubt mir, ich habe keine Ahnung."

Costa, der schon Uriah Hall und Ex-Champion Johny Hendricks ausknockte, hat indes angekündigt, auch Romero schlafen zu schicken und sich damit eine Titelchance zu verdienen. "Über seine Knockouts mache ich mir keine Gedanken", sagte Romero. "Ich mache mir nur Gedanken über Gott. Das ist das Wichtigste in meinem Leben. Gott verliert nie."

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