Macht sich stark für Brittney Griner: LeBron James - Bildquelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID/ETHAN MILLERMacht sich stark für Brittney Griner: LeBron James © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID/ETHAN MILLER

Berlin (SID) - Superstar LeBron James hat die USA für ihren Umgang mit dem Fall der in Russland inhaftierten Basketballerin Brittney Griner kritisiert. "Wie kann sie jetzt das Gefühl haben, dass Amerika hinter ihr steht?", sagte James in einem Trailer für seine Talkshow "The Shop: Uninterrupted": "Ich würde mich fragen: 'Will ich überhaupt zurück nach Amerika?'". Die komplette Sendung soll am Freitag erscheinen. 

Später ordnete James seine Worte via Twitter ein: "Mein Kommentar bei "The Shop" bezüglich Brittney Griner war keine Kritik an unserem schönen Land", schrieb der 37-Jährige: "Ich habe einfach nur gesagt, wie sie sich wahrscheinlich emotional fühlt, zusammen mit so vielen anderen Emotionen und Gedanken - in diesem Käfig, in dem sie seit über 100 Tagen ist. Lange Rede kurzer Sinn: #BringHerHome. (Bringt sie nach Hause/d.Red.)"

Griner war am 17. Februar am Moskauer Flughafen Scheremetjewo festgenommen worden und ist seitdem nicht zuletzt durch die gewachsenen Spannungen zwischen Washington und Moskau aufgrund Russlands Angriffskriegs gegen die Ukraine zum politischen Spielball geworden. Der Athletin wird vorgeworfen, in ihrem Gepäck Vape-Kartuschen mit Cannabisöl mitgeführt zu haben. Griner droht eine Strafe von bis zu zehn Jahren Haft.

Zwischenzeitlich hatte sich Griner vor Gericht schuldig bekannt. Die zweimalige Olympiasiegerin beteuerte jedoch, nicht absichtlich gegen russische Gesetze verstoßen zu haben. In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Biden versichert, sich für ihre "schnellstmögliche Freilassung" einzusetzen. Griner sei "zu Unrecht und unter unerträglichen Umständen inhaftiert", hieß es in dem Statement aus Washington. 

Zuvor hatte es bereits aus der Profiliga WNBA Kritik am Verhalten der US-Regierung gegeben. Vanessa Nygaard, Griners Trainerin bei den Phoenix Mercury, hatte in der Vorwoche gesagt: "Wenn es LeBron wäre, wäre er doch zu Hause, oder? Es ist eine Aussage über den Wert von Frauen. Es ist eine Aussage über den Wert einer schwarzen Person. Es ist eine Aussage über den Wert eines homosexuellen Menschen. All diese Dinge. Wir wissen das und das ist es, was ein bisschen mehr weh tut."

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