Ezekiel Elliott soll sich derzeit in Mexiko aufhalten - Bildquelle: imago/ZUMA PressEzekiel Elliott soll sich derzeit in Mexiko aufhalten © imago/ZUMA Press

Dallas/München – Er verlangt einen hochdotierten Vertrag und möchte wohl möglichst zum bestbezahlten Running Back der NFL aufsteigen. Bis Ezekiel Elliott den erhofften Mega-Deal bekommen hat, wird er seinem Team wohl fernbleiben. Als am vergangenen Freitag das Trainingslager der Dallas Cowboys begann, war Elliott nicht anwesend.

Das heißt allerdings nicht, dass der Running Back nicht trainiert. "TMZ Sports" berichtet, dass der 24-Jährige in Mexiko an seiner Fitness arbeitet. Cabo San Lucas, ein Ort an der äußersten Südspitze der zu Mexiko gehörenden Halbinsel Niederkalifornien, soll der Aufenthaltsort von Elliott sein. Bereits im Jahre 2017, als er eine Sperre über sechs Spiele absaß, hielt er sich dort fit.

Wann und ob Eliott einen neuen Vertrag erhält, ist allerdings fraglich. Tatsache ist offenbar, dass sich der Running Back unterbezahlt fühlt. In der bevorstehenden Saison steht ihm ein Gehalt von 3.853.137 US-Dollar zu, 2020 dann 9.099.000 Dollar. Der bestbezahlte Running Back ist derzeit Todd Gurley von den Los Angeles Rams, der auf ein durchschnittliches Gehalt von 14,4 Millionen US-Dollar kommt.

Jerry Jones: Man braucht keinen Rushing-Champion für den Super Bowl

Teambesitzer Jerry Jones lässt allerdings durchblicken, dass der Wert eines Running Backs seiner Einschätzung nach nicht sonderlich hoch ist: "Der Punkt ist der, dass man keinen Rushing-Champion haben muss, um einen Super Bowl zu gewinnen. Es ist ein Dilemma bei den Running Backs, dass die Liga weiß, dass man Super Bowls gewinnen kann, ohne den Emmitt Smith oder Zeke da hinten im Backfield zu haben."

Auch "Pro Football Talk" berichtet, dass sich die Teamführung durch den Holdout von Elliott nicht zu einem Mega-Deal zwingen lassen möchte. Die Cowboys hätten dem Running Back ein "solides Angebot" unterbreitet und seien nicht dazu bereit, ihm solch einen hochdotierten Vertrag anzubieten, dass das Budget auf anderen Positionen gekürzt werden muss.

Das Problem für die Cowboys: Elliott ist nicht der einzige Top-Star, der auf einen fetten Vertrag hofft. Selbiges trifft auf Quarterback Dak Prescott, Wide Receiver Amari Cooper und einige Leistungsträger der Defense zu.

Stephen Jones: Spieler müssen verstehen, dass es eine Gehaltsobergrenze gibt

Stephen Jones, Executive Vice President von den Cowboys, sagte am Montag zwar: "Es ist mein Ziel, am Ende des Tages einen Vertrag für Dak, für Amari und für Zeke zu finden, der fair ist." Allerdings wies er auch auf die Schwierigkeiten hin.

"Gleichzeitig müssen die Spieler verstehen, dass es eine echte Gehaltsobergrenze gibt und dass wir in ihren Situationen Geld sparen. Es ist nicht ihre Aufgabe, die Obergrenze zu verwalten. Das ist Jerrys Job, mein Job, Will's (McClays., Anm.d.Red.) Job, das ist unser Job", so Stephen Jones: "Das Geld, das wir sparen, fließt nicht in Jerrys Tasche. Es geht an einen anderen Footballspieler. Das ist die Realität."

Was passiert also, wenn Elliott, Prescott und Amari ihren Willen bekommen und zum vielleicht bestbezahlten Spieler ihrer Position aufsteigen? "Das Geld, das wir für diese großartigen Spieler ausgeben, wird uns leider davon abhalten, ein paar anderen Leuten, die wir gerne behalten möchten, einen neuen Vertrag zu geben", erklärt Jones.

Ersatz für Elliott bereits verpflichtet

Eine schnelle Einigung erscheint derzeit wohl eher unwahrscheinlich. Die Konsequenz: Die Franchise aus Texas bereitet auf einen Saisonstart ohne Elliott vor. Daher wurde Running Back Alfred Morris verpflichtet, der zuletzt bei den San Francisco 49ers unter Vertrag stand, 2016 und 2017 allerdings bereits für die Dallas Cowboys gespielt hat und damals Elliott während seiner Sechs-Spiele-Sperre vertrat.

Oliver Jensen

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