Richard Sherman hat sich zum vereinslosen Colin Kaepernick geäußert - Bildquelle: GettyRichard Sherman hat sich zum vereinslosen Colin Kaepernick geäußert © Getty

München/San Francisco - Die Washington Redskins hatten in den vergangenen Wochen bittere Ausfälle zu verkraften. In Woche 11 hat sich Quarterback Alex Smith das Bein gebrochen, in Woche 13 musste Backup Colt McCoy das gleiche Schicksal erleiden und die Saison mit einem Wadenbeinbruch beenden. 

Jetzt stehen die Redskins mit Mark Sanchez und Josh Johnson da und gelten nur noch als Außenseiter im Kampf um die Playoff-Plätze. Dabei gibt es noch einen 31-Jährigen Quarterback auf dem Markt, der sein Team nicht nur in die Playoffs, sondern in den Super Bowl geführt hat - Colin Kaepernick. Mit dem habe man sich laut Jay Gruden zwar beschäftigt, sei aber letztendlich einen anderen Weg gegangen

Die Redskins haben bereits mit der kürzlichen Verpflichtung von Reuben Foster für Aufsehen gesorgt. Der Linebacker wurde von den 49ers entlassen, weil er in einen Vorfall der häuslichen Gewalt involviert gewesen sein soll. Dazu kommt der Fall um Running Back Adrian Peterson, der gegenüber "Bleacher Report" gestanden hat, seinen Sohn geschlagen zu haben.

49ers-Cornerback und Mitglied des Exekutivkomitees der NFL-Spielergewerkschaft Richard Sherman wurde in einer Radiosendung von "CBS Sports" auf genau dieses Thema angesprochen und gefragt, ob er es nicht für unfair halte, dass die Redskins Foster unter Vertrag nehmen würden, aber kein Interesse an Kaepernick hätten. Für Sherman eine klare Sache. 

"Schlechtere Spieler kriegen Chance über Chance"

"Ich finde es unfair, denn er ist ein guter Spieler und kriegt keine Chance, während schlechtere Spieler Chance über Chance über Chance über Chance über Chance über Chance kriegen." Die Schuld an Kaepernicks Arbeitslosigkeit gibt Sherman vor allem der Liga. 

"Die Situation in Washington ist offensichtlich die verheerendste in der NFL, aber es gab auch schon Quarterback-Situationen, die schlimmer waren als diese, mit Quarterbacks, die schon bedeutende Spiele in dieser Liga bestritten haben, aber weder das Talent noch die Erfahrung von Colin Kaepernick hatten. Das frustrierendste daran ist, dass niemand etwas dagegen tun kann. Es ist offensichtlich, dass die NFL ihn kalt stellt. Jeder sieht es, es ist eindeutig und nichts kann dagegen getan werden."

Dass die Redskins auf McCoy und Sanchez setzen, anstatt es mit "Kaep" zu versuchen, kann Sherman ebenfalls nicht nachvollziehen. "Man hat gerade gesehen, dass Colt McCoy und Mark Sanchez die Chance kriegen, für ein Team zu spielen, dass um die Playoff-Plätze kämpft. Mir zu sagen, dass ein Junge, der nicht nur in die Playoffs gekommen ist, sondern auch wichtige Spiele gewonnen hat, im Super Bowl und mehreren Pro Bowls gespielt hat, diesem Team nicht helfen könne - das ist traurig." 

Kaepernick ist mittlerweile seit zwei Jahren ohne Job in der NFL und wurde in diesem Jahr zum Aufsehen erregenden Gesicht der neuen Nike-Kampagne "Just do it". Dabei wurde das Unternehmen zwar teils heftig kritisiert, brach aber Konzern eigene "Reichweiten-Rekorde". 

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