Brett Favre muss tief in die Tasche greifen und eine hohe Summe an den Bunde... - Bildquelle: Getty ImagesBrett Favre muss tief in die Tasche greifen und eine hohe Summe an den Bundesstaat Mississippi zurückzahlen. © Getty Images

München - Die Zeiten, in denen Brett Favre mit sportlichen Wunderleistungen für Aufsehen sorgte, sind längst vorüber. Nun sorgt der EX-NFL-Quarterback für andere Schlagzeilen. Er muss weitere 600.000 Dollar an den Bundesstaat Mississippi zurückzahlen. Das teilten die Behörden nun mit. 

Der ehemalige Anführer der Green Bay Packers erhielt vor geraumer Zeit 1,1 Millionen Dollar für die Umsetzung eines sozialen Projekts in Mississippi - einem der ärmsten Bundesstaaten in den USA. Die Zahlung ging an seine Firma "Favre Enterprises". Favre sollte Vorträge halten, die allerdings nie stattfanden. Nachdem im Mai 2020 erste Berichte über die dubiosen Zahlungen auftauchten, zahlte der 51-Jährige bereits 500.000 Dollar zurück.

Den Rest der Summe wollte er in den Monaten darauf tilgen, tat dies allerdings bis heute nicht.

Kein Strafverfahren gegen Favre

Wie im Nachhinein bekannt wurde, stammte das Geld aus einem Sozialfond des Bundesstaates, mit dem eigentlich notbedürftige Menschen unterstützt werden sollten. Im Zuge dessen wurden mehrere Personen, darunter der ehemalige Leiter der staatlichen Wohlfahrtsbehörde, ein Spitzenbeamter des Mississippi Community Education Center und der Ex-Wrestler Brett DiBiase angeklagt.

Favre muss sich allerdings nicht wegen einer Straftat verantworten. Es gebe keine Hinweise darauf, dass er gewusst hätte, dass das Geld eigentlich für die Unterstützung sozialbedürftiger Menschen gedacht war, hieß es von den Behörden.

Der pensionierte NFL-Star teilte nach den ersten Berichten über die Thematik mit, dass er nicht absichtlich gegen vertragliche Vereinbarungen verstieß. Anschließend versprach er, das gesamte Geld zurückzuzahlen. Dies muss er mit etwas Verspätung nun auch tun.

Nicht erstes finanzielles Ärgernis um Favre

Es ist nicht das erste Mal, dass Favre mit derartigen Schlagzeilen für Aufsehen sorgt. 

2018 wurde die Firma "Sqor", bei der Favre im Vorstand saß von einem weiteren Vorstandsmitglied auf mehr als 16 Millionen Dollar verklagt. Das Unternehmen soll unter anderem sein prognostiziertes Einkommen falsch dargestellt haben.

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