Lebt und schuftet für seinen Traum: Aaron Donkor müht sich gerade im Rookie-... - Bildquelle: Instagram/@aarondonkorLebt und schuftet für seinen Traum: Aaron Donkor müht sich gerade im Rookie-Minicamp der Seattle Seahawks ab © Instagram/@aarondonkor

Renton/München - Jakob Johnson hat es vorgemacht. Und gezeigt, dass der Weg über das International Player Pathway Program in die NFL nicht unbedingt im Practice Squad enden muss. Mit Aaron Donkor könnte es dem Fullback der New England Patriots in diesem Jahr ein anderer deutscher Football-Profi nachmachen.

Dessen Start bei den Seattle Seahawks hat die Verantwortlichen anscheinend überzeugt. Head Coach Pete Carroll lobte den Linebacker am Rande des Rookie-Minicamps: "Aaron versprüht wirklich Energie, er ist aufgeregt. Am ersten Tag hat er es mit allen aufnehmen können, bislang sieht die Aufgabe für ihn nicht zu groß aus."

Carroll verspricht sich "Spannung und Enthusiasmus"

Besonders die Begeisterung des Quarterback-Jägers imponiert dem ältesten Head Coach der Liga. Natürlich werde Donkor noch viel mehr lernen, "aber dabei wird er Spannung und Enthusiasmus zeigen". In gewisser Weise war der Start beim Klub schon der Wurf ins kalte Wasser, Carroll macht dem 26-Jährigen aber Mut für die weiteren Einheiten.

31 Profis nehmen am Minicamp der Seahawks teil. Als eingeplanter Linebacker standen für Donkor individuelle Drills auf dem Programm - als einer von drei Spielern neben Darrell Taylor und Marcus Webb. Das Trio übte die Reaktion beim Snap aus der Position des Edge Rusher und legte sich mit einem Dummy-Quarterback an. Außerdem standen die Handtechnik, die Fußarbeit sowie der Einsatz des unteren Körperbereichs im Fokus.

Position Coach muss Donkor zunächst zurechtweisen

Nach dem ersten Versuch musste Donkor laut Seahawks-Reporter Corbin Smith von einem Position Coach noch lautstark angewiesen werden, energischer und aus einem tieferen Schwerpunkt heraus zu agieren. Zu diesem Zeitpunkt sei erkennbar gewesen, dass der aus der Nähe von Freiburg stammende Rookie noch nicht so lange Football spielt.

Doch genauso schnell habe sich gezeigt, wie steil die Lernkurve bei Donkor verlaufe. Nachdem ihm demonstriert worden sei, wie sich die Seahawks-Coaches die Übung vorstellen, habe er sich deutlich verbessert präsentiert. Genau das schien Carroll an dem Noch-No-Name zu gefallen.

Carroll sieht "Plays, die bemerkenswert waren"

Laut "NFL Deutschland" sagte der erfahrene Coach auch: "Er ist mehr als ein Projekt aus dem Pathway Program. Er hatte ein paar Plays, die sehr bemerkenswert waren." Das klingt schon nach einem Sonderlob.

Geht es so weiter, könnte Donkor es womöglich Landsmann Johnson nachmachen und den Sprung in den 53-Mann-Kader packen. Das würde hierzulande dann nicht nur die vielen deutschen Seahawks-Fans begeistern.

 

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