So innig ging es in der vergangenen Saison noch zu: Aaron Rodgers (l.) und H... - Bildquelle: Getty ImagesSo innig ging es in der vergangenen Saison noch zu: Aaron Rodgers (l.) und Head Coach Matt LaFleur könnten in ihre dritte gemeinsame Spielzeit gehen © Getty Images

Green Bay/ München - Dank Aaron Rodgers winkt der NFL ein heißer Sommer. Denn alle Football-Fans wollen wissen: Wo spielt der Superstar in dieser Saison? Müssen die Green Bay Packers tatsächlich ohne ihren Franchise Quarterback auskommen?

Viel wird spekuliert. Der 37-Jährige hat sich noch nicht selbst zu Wort gemeldet. Doch seine Abschiedsgedanken scheinen weit mehr als nur Gerüchte zu sein. Das verdeutlicht auch Tyler Dunne in "The DA Show" von "CBS"-Reporter Damon Amendolara.

"Packers waren bereit, alles Mögliche zu tun"

"Ich habe von jemanden von den Packers gehört, dass die Verhandlungen aus ihrer Sicht etwas frustrierend waren, denn sie waren bereit, alles Mögliche zu tun", berichtet Dunne: "Sie hätten seinen Vertrag angepasst und ihn zu einem sehr reichen Mann gemacht."

Das Ziel sei gewesen, das Geld so neu zu verteilen, "dass sie in der Lage gewesen wären, einen Free Agent zu verpflichten, den er haben wollen würde". Im Klartext: Rodgers wäre ein sehr reicher Mann geworden, der sich quasi als Kirsche auf der Torte einen vertragslosen Star als Mitspieler hätte aussuchen können.

Über Quarterbacks im Draft nachgedacht

Doch es wird noch interessanter. Die Packers sollen längst zweigleisig fahren, wie Dunne verriet: "Dann habe ich gehört, dass sie sich über die Quarterbacks im Draft informiert hätten. Es ging um einen Tag-zwei-Typ." Mutmaßlich also Kyle Trask, der in der zweiten Runde bei den Tampa Bay Buccaneers landete, oder einen der Third Rounder Kellen Mond (Minnesota Vikings) respektive Davis Mills (Houston Texans). Kurz vor diesen drei Picks entschied sich "The Pack" für Center Josh Myers.

"Sie wollten für alle Möglichkeiten gewappnet sein", betont Dunne. In dem Interview verweist der Journalist aber auch auf die klare Präferenz des Teams: "Sie wollen Aaron Rodgers als ihren Quarterback. Du willst deinen MVP zurück."

 

"Warum sagen sie nicht irgendwann: Genug ist genug"

Er selbst kann jedoch nicht nachvollziehen, dass sich der stolze Klub so von seinem Superstar am Nasenring durch die Manege ziehen lässt: "Warum sagen sie nicht irgendwann: Genug ist genug."

Denn - erinnert Dunne - Rodgers' bockiges Verhalten sei "ja nichts Neues. Sie kannten das schon vorher." Und dann beginnt er aufzulisten, wie dem neunmaligen Pro Bowler in Wisconsin zuletzt der Rote Teppich ausgerollt wurde.

Seitenhiebe gegen GM, Entlassung von McCarthy

"Sie haben diese Jerry-Krause-Textnachrichten erlebt. Ein Head Coach wurde gefeuert. Sie haben ihm einen neuen Head Coach gegeben", bringt Dunne die Seitenhiebe gegen General Manager Brian Gutekunst und die Entlassung von Mike McCarthy zur Sprache.

Aber auch auf dem Feld seien Rodgers viele Wünsche erfüllt worden: "Sie haben ihm Kontrolle an der Line of Scrimmage verschafft. Sie haben ihm mehrere Waffen geholt. Ich weiß nicht, was die Packers noch tun sollen, um ihn glücklich zu machen." Womöglich weiß das nicht einmal Rodgers selbst so wirklich.

Rodgers traden und auf Love setzen?

Seinem Gefühl zufolge würden die Packers irgendwann an den Punkt kommen, an dem sie ihren Playmaker für eine gewisse Summe traden und auf Jordan Love setzen. Der ja im vergangenen Jahr in der ersten Runde gepickt wurde, was für Verstimmung bei Rodgers gesorgt hatte.

Was im Rückblick die Frage aufwirft: Ist schon an jenem 23. April 2020 so viel zerschellt zwischen dem gebürtigen Kalifornier und dem Front Office, dass die jetzige Situation nur noch eine Frage der Zeit war?

Dunne jedenfalls ist der Meinung, dass die Packers auf verlorenem Posten stehen. Rodgers sich aber auch selbst hinterfragen sollte, wobei die Aussichten wohl eher mau sein werden: "Jeder sagt, er wird seine Einstellung nicht ändern." Das gelte wohlgemerkt unabhängig vom Trikot, das er trägt.

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