Adam Cook sieht das größte Spiel seines einstigen Zöglings.Adam Cook sieht das größte Spiel seines einstigen Zöglings. ©

München - Bei Adam Cook klingelte zuletzt sehr oft das Telefon. Der Grund war immer der gleiche: Journalisten wollten reden. Über Patrick Mahomes. 

Wie man das so macht vor so einem großen Spiel wie dem Super Bowl, den Mahomes am Sonntag (ab 22:45 Uhr live auf ProSieben und ran.de) mit den Kansas City Chiefs gegen die San Francisco 49ers bestreitet: Ein bisschen die Vergangenheit beleuchten, die Anfänge, den Weg nachzeichnen. Der Startpunkt gehört zweifellos zu einer Karriere dazu.

Denn bei Cook lernte der Überflieger das Laufen. Im übertragenen Sinne natürlich.

Irgendwo im Nirgendwo

Dann will man natürlich wissen, wie sie waren, die ersten Schritte des Chiefs-Quarterbacks, der heute die NFL aufmischt. Cook war Mahomes' Trainer auf der Whitehouse High School. Etwas über 8.000 Einwohner, knapp 1.400 Schüler, drei Stunden östlich von Dallas im texanischen Nirgendwo.

Unter Cook kam er in seinem letzten Jahr auf 4.619 Passing und 948 Ruhsing Yards sowie 50 Passing und 15 Rushing Touchdowns.

Eigentlich war Cook entschlossen, sich das große Spiel seines einstigen Schützlings in Miami anzusehen. Das Problem: Er hatte keine Karte, und Tickets für den diesjährigen Super Bowl sind ein exorbitant teures Vergnügen. Mahomes zu fragen, kam nicht in Frage. "Das ist keine Erwartung, die ich an einen meiner Jungs stelle", sagte er. 

Bis sich dann mal wieder das Telefon meldete. Eine SMS. Kliff Kingsbury, Head Coach der Arizona Cardinals. Er hatte damals, als Trainer auf der Texas Tech, Mahomes an sein College geholt, er kennt Cook seit Jahren.

Dank an Papa Kingsbury

"Er hat gesagt: 'Hey Trainer, ich habe eine Karte. Ich kann mir keinen vorstellen, der es mehr verdient hätte", sagte Cook. Kingsbury wusste durch einen der Journalisten um die spezielle, aber auch missliche Situation. "Es ist unglaublich, den Kerl, den man an der High School trainiert hat, als Quarterback im Super Bowl zu sehen", sagte Kingsbury. 

Cook schrieb daraufhin einen Brief an Papa Kingsbury und bedankte sich für die Geste und veröffentlichte den Brief und damit die gute Tat auf Twitter.

"Die Gelegenheit, Patrick beim Start in seinem ersten Super Bowl zuzusehen, wird für immer in mein Herz eingebrannt sein", so Cook: "Ich werde mein Bestes geben, um alles in mich aufzunehmen und mit seinen größten Fans in unserer kleinen Community in Ost-Texas zu teilen."

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