Nick Caserio mit Pats-Quarterback Tom Brady. - Bildquelle: imago/Icon SMINick Caserio mit Pats-Quarterback Tom Brady. © imago/Icon SMI

München – Die New England Patriots haben mal kurz die Muskeln spielen lassen. Haben den Houston Texans auf die Finger gehauen, als die Nick Caserio abwerben wollten. Drohten mit einer Klage.

Die Texans beendeten daraufhin ihren Frühsommer-Flirt mit dem Direktor des Spielerpersonals der Patriots. Die wiederum zogen ihre Klage zurück und das Thema, das kurz heftig hochkochte, kühlte sich wieder ab.

Tat es das tatsächlich? 

Patriots schieben wieder einen Riegel vor den Wechsel

Wie der Boston Globe berichtet, hängt beim Super-Bowl-Sieger der Haussegen schief. Denn Caserio hat nicht einfach nur ein wenig herumgeschäkert und seinen Marktwert getestet oder wurde angebaggert, obwohl er gar kein Interesse hat – nein, der 43-Jährige will angeblich tatsächlich weg. 

Doch die Patriots stellten klar: Er muss seinen bis nach dem Draft 2020 laufenden Vertrag erfüllen. Basta.

Man muss dazu sagen: Die Texans wollten Caserio bereits 2018 als General Manager, er war damals die erste Wahl, ehe die Patriots ihr Veto einlegten und die Texans Brian Gaine holten. 

Der ist nun auch schon wieder weg, und die Texans suchen wieder einen neuen GM. Und wollen aus diversen Gründen keinen anderen als Caserio.

Trio infernale

Head Coach Bill O'Brien und er kennen sich gut, kommen gut miteinander aus, arbeiteten 2007 als Coaches zusammen bei den Pats. Auch Jack Easterby, der erst kürzlich von den Patriots zu den Texans wechselte und in Houston nun Vizepräsident ist, ist eng mit Caserio. Das Trio harmoniert offenbar.

Die Frage, die nun mehr und mehr aufkommt: Warum will jemand, der seit 19 Jahren unter dem (zugegebenermaßen sehr) mächtigen Bill Belichick erfolgreich arbeitet und quasi Stammgast beim Super Bowl ist, so dringend weg?  

Und dann noch zu einer Franchise, bei der die Geduld begrenzt ist? Und die Erfolgsaussichten gleich mit?

Fakt ist: Viel mehr Freiheiten als als rechte Hand von Belichick als "Quasi-GM" dürfte er unter dem ebenfalls mächtigen O’Brien auch nicht haben. Den Job bei den Texans will er trotzdem.

Was wiederum zu Spekulationen führt, dass bei den Pats trotz Super-Bowl-Sieg Nummer sechs längst nicht alles rosig ist. Wobei: Weiterhin nicht, denn neu ist das nicht.

Immer wieder Berihcte über Probleme

Berichte über Probleme innerhalb der Franchise, zum Beispiel zwischen Belichick und Quarterback-Superstar Tom Brady, gab es immer mal wieder, von generellen Dissonanzen hinter den Mauern war oft genug die Rede. Was stets offen blieb: Wie die tief die Risse tatsächlich sind. 

 

Personalien wie Caserio sehen viele als weiteren Beweis für ein möglicherweise schwieriges Arbeitsklima, denn vor ihm haben in dieser Offseason fünf Assistant Coaches, ein langjähriger Scout und eben Easterby die Franchise verlassen.

Und auch Caserio werden die Patriots nicht aufhalten können. Sollten sie auf den Vertrag pochen, geht er eben 2020. Die offenbar tiefer liegenden Probleme wird das allerdings nicht lösen. 

Andreas Reiners

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