Patrick Mahomes landete dank den Bills bei den Kansas City Chiefs. - Bildquelle: 2020 Getty ImagesPatrick Mahomes landete dank den Bills bei den Kansas City Chiefs. © 2020 Getty Images

München - Die Kansas City Chiefs empfangen in der Nacht von Sonntag auf Montag (ab 0:15 Uhr live auf ProSieben und ran.de) die Buffalo Bills. Dabei steht der Quarterback der Chiefs, Patrick Mahomes, besonders im Fokus.

Mit dem zehnten Pick des Draft 2017 wurde er vom amtierenden Super-Bowl-Sieger ausgewählt. Was für die Franchise wahrscheinlich der größte Volltreffer in ihrer Geschichte war, wäre ohne die Bills wohl nie möglich gewesen.

Große Verwunderung über Trade im Draft

Vor knapp vier Jahren war es eine riesengroße Überraschung, als die Chiefs bekannt gaben, dass sie von ihrem 27. Pick auf zehn hochtradeten. Viele Experten waren umso verwunderter, als das Team mit dem Pick einen Quarterback zog. "Was haben die denn geraucht?", fragte sich ranNFL-Experte Patrick Esume direkt nach der Verkündung.

Die Verwunderung war verständlich, denn schließlich waren die Chiefs in den vorigen zwei Jahren in die Playoffs eingezogen und feierten 23 Siege in der regulären Saison. Dabei machte Quarterback Alex Smith auch eine gute Figur und trug entscheidend zum Höhenflug bei.

"Wollte Möglichkeit nutzen"

Für die Chiefs war die Wahl jedoch klar. "Wir waren sehr an Patrick interessiert und wollten, sofern es die Möglichkeit für einen Trade nach oben gab, diese nutzen", sagte Klub-Besitzer Clark Hunt 2019 bei "ESPN".

 

Dabei gestand er aber, dass es "eine nervöse erste Stunde" gewesen sei. Schließlich war nicht klar, ob nicht ein anderes Team vor ihnen Mahomes draften würde.

Vier Saisons später lässt sich nun sagen, dass die Chiefs alles richtig gemacht haben. Mit Mahomes haben sie einen Quarterback bekommen, der alle Rekorde brechen könnte. Der 25-Jährige hat schon je einen MVP-Titel und Super Bowl-Ring gewonnen - weitere dürften noch folgen.

Bills auch glücklich mit Trade

Dieser Trade lässt jedoch die Bills, die den zehnten Pick ursprünglich innehatten, in keinem guten Licht dastehen. Schließlich haben sie sich einen der besten Quarterbacks der jüngeren Vergangenheit aus den Händen nehmen lassen. Doch die Bills sehen das etwas anders.

Sie erhielten in dem damaligen Trade nämlich neben dem 27. Pick der Chiefs auch noch einen Drittrunden-Pick 2017 und einen Erstrunden-Pick 2018. An Position 27 holten sie sich mit Cornerback Tre'Davious White einen der besten Akteure auf dieser Position.

In der dritten Runde folgten nach einem weiteren Trade Left Tackle Dion Dawkins und Wide Receiver Zay Jones, der sich jedoch als Bust erwies. 2018 tradeten sie den Chiefs-Pick, um für Linebacker Tremaine Edmunds hoch zu kommen.

"Sie haben einen guten Spieler in Patrick bekommen und ich denke, dass wir es auch gut gemacht haben mit Josh (Allen, Anm. d. Red.), Tremaine und Tre'Davious. Ich denke daher, dass beide Teams damit sehr gut gefahren sind", erklärt Head Sean McDermott bei "ESPN".

Allen statt Mahomes

Rein auf dem Papier hätten die Bills aber damals gut einen neuen Quarterback brauchen können. Im ersten Draft von McDermott standen ihm Tyrod Taylor, Nathan Peterman und Joe Webb zur Verfügung. So ist es nicht verwunderlich, dass die Bills nach sieben Siegen 2016 nur sechs Erfolge in der 2017er Saison feierten.

Mittlerweile haben die Bills aber ihren Franchise-QB gefunden. Im Draft 2018 holten sie sich an siebter Stelle den schon erwähnten Josh Allen. Der ist in dieser Saison richtig eingeschlagen und muss sich vor Mahomes aktuell nicht verstecken.

"Josh ist fast wie ein Spieler aus Madden - eine 99 überall. Er beweist das jede Woche. Ich bin glücklich, dass er mein Quarterback ist und dass ich für ihn blocken darf", sagt Dawkins.

Verstummen die Fragen?

Deswegen stellt sich für General Manager Brandon Beane, der erst nach dem 2017er Draft zu den Bills kam, die Frage nach Mahomes nicht mehr. "Ich lebe nicht in einer Was-wäre-wenn-Welt. Ich gucke auf das, was die Bills waren, als ich im Mai 2017 gekommen haben, was die Möglichkeiten waren. Das ist mehr für die Fans und andere Menschen", erläutert er.

Allen selbst kann am Sonntag mit einer starken Leistung weiter dazu beitragen, dass diese Diskussionen noch weiter verstummen.

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