NFL

Chiefs, Chargers und Raiders gleichauf

AFC West: Wer gewinnt das Schneckenrennen um den Division-Titel?

Die AFC West stellte in den vergangenen vier Jahren mehr Playoff-Teilnehmer als jede andere Division. Doch in dieser Saison avanciert der Kampf um den Division-Titel fast schon zur Farce. Vor dem 14. Spieltag und dem Duell zwischen den Kansas City Chiefs und den Oakland Raiders (So., ab 19 Uhr live auf ProSieben MAXX und im Livestream auf ran.de) weist keiner der vier Klubs eine positive Bilanz auf.

05.12.2017 15:21 Uhr / Marcus Giebel

München - Auf die AFC West prasselt derzeit Hohn, Spott und Häme ein. Während die "Sports Illustrated" die erfolgreichste NFL-Division der jüngeren Vergangenheit in AFC Worst umtaufte, zog die "Denver Post" die Konkurrenten der Denver Broncos mit einem tierischen Vergleich auf.

Die Kansas City Chiefs seien in den vergangenen Wochen in ein Kaninchenloch geplumpst, aus dem die Los Angeles Chargers gerade herausklettern würden. Und die Oakland Raiders, nächster Gegner der Chiefs am Sonntag (ab 19 Uhr live auf ProSieben MAXX und im Livestream auf ran.de), würden sich immer wieder selbst Löcher graben.

Broncos können Division kaum noch gewinnen

Das schreibt das Blatt aus der Stadt des Division-Schlusslichts, das sich am Wochenende aus dem Schneckenrennen um den Division-Titel verabschiedet hat - auch wenn noch eine theoretische Chance besteht, die allerdings auf unter 1 Prozent beziffert wird.

So viel ist vier Runden vor Ende der Regular Season klar. Ansonsten bleibt aber alles offen in der AFC West, die in den vergangenen vier Jahren acht Playoff-Teilnehmer gestellt hat - mehr als jede andere Division. 2017 wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur ein Klub aus dem Quartett die Postseason erreichen - eben der Sieger der AFC West.

Das wären nach aktuellem Stand die Chiefs, die wie die Chargers und die Raiders eine 6-6-Bilanz aufweisen. Die Broncos stehen bei 3-9.

Für die mit fünf Siegen gestartete Franchise aus Kansas City spricht nur noch der Division-Vergleich - mit zwei Siegen aus drei Spielen. Die Chargers wiederum haben das bislang einzige Duell mit den Raiders gewonnen und rangieren damit auf Platz zwei.

Chargers gleichen nach 0-4 aus

Die Franchise aus Los Angeles ist derzeit auch das "heißeste" Team der Division mit sechs Siegen aus den letzten acht Spielen. Erst als siebter Klub in der Super-Bowl-Ära haben die Chargers einen 0-4-Start in den folgenden acht Spielen in eine ausgeglichene Bilanz verwandelt.

Mit den Defensive Ends Joey Bosa und Melvin Ingram stellen sie das erfolgreichste Pass-Rusher-Duo der Liga.

 

"Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen. Wir können es in die Playoffs schaffen und für Furore sorgen", unterstreicht Cornerback Casey Hayward das gestiegene Selbstvertrauen in L.A. Die jüngsten drei Spiele haben die Chargers gewonnen.

Raiders mit zwei Siegen am Stück

Der Sonntags-Gegner aus Oakland feierte am 13. Spieltag den zweiten Erfolg nacheinander. Nach dem Debakel in Mexiko gegen die Patriots immerhin ein Lebenszeichen im Playoff-Kampf.

Dabei fehlten beim 24:17 über die New York Giants mit dem gesperrten Michael Crabtree und dem verletzten Amari Cooper die beiden Top-Receiver. "Dass die Situation so kompliziert ist, liegt vor allem an uns. Aber wir können noch alle Ziele erreichen", erklärt Quarterback Derek Carr.

Hill moniert viele Chiefs-Strafen

Die Aussage trifft zwar auch auf die Chiefs zu. Doch der Division-Sieger der vergangenen Saison schaut bei weitem nicht so optimistisch auf die kommenden Wochen. "Wir dürfen keine Frustration an den Tag legen, denn damit würden wir uns unserer Stärken berauben", fordert Wide Receiver Tyreek Hill auch angesichts der zahlreichen Strafen zuletzt.

Quarterback Alex Smith, der die Chiefs zum Saisonstart noch zu Erfolgen über die New England Patriots und die Philadelphia Eagles geführt hat, appelliert an das Team: "Wir müssen weiter kämpfen und einen Weg da raus finden. Wir wissen, dass wir noch ein paar wichtige Division-Spiele haben."

 

Vier Division-Duelle stehen aus

Vier direkte Duelle stehen an den letzten vier Spieltagen noch an. Eine Woche nach dem #ranNFL-Livespiel am Sonntag treten die Chargers bei den Chiefs an. An Silvester gastieren die Raiders in Los Angeles und die Chiefs in Denver. "Wir haben ein großartiges Rennen - ein bizarres Rennen", ordnet Chargers-Quarterback Philip Rivers die Ausgangslage ein.

Der sechsmalige Pro-Bowler will sich nicht in die Favoritenrolle drängen lassen: "Die Division bleibt gefährlich. Kansas City ist immer für 40 Punkte gut. Oakland agiert wirklich explosiv." Doch objektiv betrachtet haben die Chargers, letztmals 2009 Division-Sieger, die besten Chancen auf Platz eins und damit ein Heimspiel in der Wild Card Round.

Härtestes Restprogramm für Raiders

 

Das Restprogramm beschert dem Team aus L.A. keinen Gegner mehr, der eine positive Bilanz aufweist. Das gilt auch für die schlingernden Chiefs. Dagegen haben alle kommenden Konkurrenten der Raiders schon mindestens sechs Spiele gewonnen.

Deren Head Coach Jack Del Rio verweist auf den happigen Endspurt: "Wir haben noch drei Auswärtsspiele. Aber es fühlt sich gut an, in der wichtigsten Saisonphase guten Football zu spielen." Sein Motto lautet: "Zusammenhalten, kämpfen, nicht den Glauben verlieren und immer steigern."

Ob das am Ende reicht? Am kommenden Sonntag erhalten wir im #ranNFL-Livespiel zumindest schon mal einen ersten Eindruck.

Marcus Giebel

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