Amon-Ra St. Brown. - Bildquelle: imago images/ZUMA WireAmon-Ra St. Brown. © imago images/ZUMA Wire

München - Amon-Ra St. Brown muss gar nicht lange überlegen. Die Antwort liegt ja auch auf der Hand.

Denn natürlich gibt es da eine Mannschaft, für die er in der NFL besonders gerne spielen würde: die Green Bay Packers.

"Mein Bruder ist ja da und ich habe noch nie mit ihm zusammengespielt. Das wäre sehr cool, wenn ich mit Equanimeous spielen könnte. Und für ihn. Er würde auch sehr gerne mit mir zusammenspielen", sagte Amon-Ra St. Brown im März im ran-Interview.

Dabei verriet der Wide Receiver auch, dass ihn witzigerweise genau das, was Fans und Medien im Vorfeld des Draft (live auf ProSieben MAXX und ran.de) am liebsten machen, so gar nicht interessiert: Mock Drafts erstellen und darüber diskutieren. 

"Jeder Mock Draft ist anders"

Er wirft nicht einmal einen Blick darauf, wo ihn Experten verorten. "Jeder Mock Draft ist ja auch anders. Die Journalisten machen die für Entertainment, für Geld. Weil Leute es lieben, sich das anzuschauen. Auch meine Freunde. Aber als Spieler schaue ich nicht darauf", sagte der 21-Jährige. Daneben ist es ihm auch egal, ob es am Ende zehn Picks früher oder später werden. 

Hauptsache früher als Bruder Equanimeous, der von den Packers 2018 in der sechsten Runde an 207. Stelle ausgewählt wurde. 

Schaut man sich die Mock Drafts und die Einschätzungen der Experten an, sollte das locker gelingen, auch wenn die Spannbreite tatsächlich sehr groß ist. 

"Sports Illustrated" sieht ihn zum Beispiel in der ersten Runde an 29. Stelle - tatsächlich bei den Green Bay Packers. 

Der NFL-Analyst und ehemalige Scout Daniel Jeremiah geht davon aus, dass St. Brown an Tag zwei vom Board geht: "Bei all den großen Plays, die gemacht werden müssen, kann er sich den Ball schnappen. Er ist robust nach dem Catch, und ich mag, wie stark er als Blocker war."

Jeremiahs Kollege Bucky Brooks sieht St. Brown als Slot-Receiver, der die Teams noch in zehn Jahren terrorisieren wird: "Er läuft seine Routen großartig. Für ihn ist es ein einfacher Catch, egal wo der Ball ist, er wird das Play machen." 

Starker Receiver - aber nicht in der Top-Riege

St. Brown wird in der Regel als ein starker Receiver gesehen, wenn auch nicht in der Top-Riege der diesjährigen Klasse, die mit Passempfängern wie Ja'Marr Chase (LSU), Jaylen Waddle (Alabama Crimson Tide) oder Heisman-Gewinner Devonta Smith (Alabama Crimson Tide) allerdings auch sehr stark ist. Ein Geheimtipp ist St. Brown freilich nicht, er könnte aber am ersten Tag für eine Überraschung sorgen.

Denn der 21-Jährige konnte zuletzt Ende März bei seinem Pro Day mit guten Leistungen noch einmal auf sich aufmerksam machen, legte starke Zahlen wie 4,51 Sekunden im 40-Yard-Dash auf den Rasen seines Ex-Klubs USC Trojans.

"Pro Football Network" beschäftigt sich in einer ganz frischen Analyse sehr ausführlich mit St. Brown, Ian Cummings trommelt dabei für "mehr Respekt" und erklärt, er sei ein unterhaltsamer und kompletter Receiver und dabei aber auch jemand, der nicht immer die Aufmerksamkeit bekomme, die er verdiene. 

Grundsätzlich gut genug für die erste Runde, sieht Cummings St. Brown in der frühen zweiten bis zur dritten Runde. Als mögliche Ziele nennt er die Packers, Baltimore Ravens, Indianapolis Colts, New York Jets, Detroit Lions und das Washington Football Team. "Sie würden von seiner Verpflichtung profitieren", schreibt er.

Im Schnitt auf Platz 63

Bei "Pro Football Focus" wiederum wird er auf Platz 104 geführt und auf Rang 14 unter den Receivern, was im Draft die späte dritte Runde wäre. "The Draft Network" führt St. Brown wiederum auf Platz 51, also in Runde zwei.

Die "NFL Mock Draft Database" macht es kurz und kommt in ihrer Analyse zahlreicher Mock Drafts im Schnitt auf Rang 63. 

An 62. Stelle sind übrigens die Packers dran.

Andreas Reiners

Du willst die wichtigsten NFL-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.