Viele Experten glauben, dass er der kommende Quarterback-Superstar in der NF... - Bildquelle: GettyViele Experten glauben, dass er der kommende Quarterback-Superstar in der NFL ist: Colts-Spielmacher Andrew Luck © Getty

München/Indianapolis – Was für ein Sieg. 24:13. In Denver. Im Mile-High-Stadion. Und das auch noch gegen Peyton Manning, den größten NFL-Quarterback aller Zeiten. Für Andrew Luck war der Sieg in den Divisional Playoffs gegen die Denver Broncos und seinen Vorgänger bei den Indianapolis Colts, Altmeister Manning, der bislang größte Erfolg seiner Karriere.

 

Zwar hat Luck die Colts in den vergangenen zwei Jahren bereits in die Endrunde der NFL geführt, doch noch nie hat es der 25-Jährige mit Indianapolis bis in die Conference Championships geschafft. Dieses Mal schon. Und das in einer beeindruckenden Art und Weise. Der einzige Wehrmutstropfen für Luck, der auf dem College in Stanford von Ex-49ers-Coach Jim Harbaugh betreut wurde: mit diesem Erfolg über die Broncos und Manning könnte er auch die Karriere seines großen Vorbilds beendet haben, der als sein Vorgänger mit den Colts 2007 den Super Bowl geholt hatte – und im Jahr 2011, nachdem Luck als Nummer-Eins-Draft zu den Colts geholt, von Indianapolis entlassen wurde.

Für Luck sind "Siege immer süß"

"Egal wie: Siege sind immer süß. Und mit der anderen Geschichte beschäftige ich mich gar nicht", sagte Luck direkt nach der Partie gegen die Broncos und ging so jeglicher Diskussion und weiteren Nachfragen nach dem Duell mit Manning aus dem Weg.

Dass Luck den 38-Jährigen mehr als nur wertschätzt, hatte er bereits im exklusiven Interview mit ran.de gesagt: "Es ist schwierig für andere zu jubeln. Aber ich war immer ein großer Fan von Peyton. Er ist der beste Quarterback in der

Geschichte des Football. Und Peyton war auch persönlich immer nett zu mir und ist ein gutes Beispiel für jeden jungen Athleten, wie man sich verhält und auch mal was zurückgibt. Ich freue mich immer über seinen Erfolg."

"Wir müssen die Arbeit machen. Nur Reden ist zu billig"

Aber natürlich freut sich Luck noch mehr über seinen persönlichen Erfolg. Und der privat eher unauffällig und zurückhaltend daher kommende 25-Jährige hat noch lange nicht genug. "Wir haben hoffentlich die Fähigkeiten, den Super Bowl zu erreichen. Aber das wird jedes Team sagen. Das ist es aber, was du willst und wofür du arbeitest. Aber wir müssen die Arbeit machen. Nur Reden ist zu billig", meinte Luck bereits vor der Saison gegenüber ran.de.

Jetzt geht es für ihn - der als Kind einige Jahre in Deutschland lebte, weil sein Vater Oliver Luck unter anderem Präsident der damaligen NFL-Europa-Klubs Frankfurt Galaxy und RheinFire Düsseldorf war – mit den Colts in den Conference Championships gegen die New England Patriots (live und exklusiv auf ran.de und in SAT.1) und den nächsten Quarterback-Altmeister – nämlich Tom Brady.

Colts haben mit den Patriots noch eine Rechnung offen

Und mit den Patriots hat Luck noch eine Rechnung offen. Denn bereits im vergangenen Jahr, damals in den Divisional Playoffs, mussten die Colts in Foxborough antreten – und unterlagen klar und deutlich mit 22:43. "Wir haben nun die großartige Möglichkeit, gegen ein ganz starkes Team in einem lauten, stimmungsvollen Stadion zu spielen und zu gewinnen. Wir haben nun noch ein paar Tage Zeit, uns auf diese Partie vorzubereiten und uns den nächsten Sieg zu verdienen", so Luck.

Mit einem Triumph würde der 25-Jährige den nächsten Meilenstein in seiner noch so jungen Karriere erreichen – und hätte bereits in seiner erst dritten NFL-Saison die Chance, den Super Bowl zu gewinnen. Völlig überraschend käme das wohl nicht. Den viele Experten sehen in Luck den kommenden Quarterback-Superstar in der NFL. "Der Mann wirft Pässe, die wehtun beim Fangen. Wenn die Nr. 12 der Colts anfängt zu laufen, hast du das Gefühl ein Zug kommt um die Ecke", schreibt unter anderem ran-Experte und ran-NFL-Kommentator Jan Stecker in seiner Kolumne. Ob dieser Zug auch an Foxborough vorbeirauscht und dann Kurs auf Glendale/Arizona nimmt?

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