Redet manchmal zu viel: Kyle Shanahan (re.). - Bildquelle: imago/Icon SMIRedet manchmal zu viel: Kyle Shanahan (re.). © imago/Icon SMI

München/San Francisco – Nick Mullens hat San Francisco im Sturm erobert. Der dritte Quarterback der 49ers ist der Überflieger, "eine Maschine", wie Head Coach Kyle Shanahan den 23-Jährigen betitelte. 

Eine Maschine ohne Angst, mit Nerven aus Stahl offenbar. Und einer gehörigen Portion Humor. Selbst mitten im Huddle. Bei seinem NFL-Debüt. Vor heimischem Publikum. Und voller Hütte.

Tight End George Kittle gab nach Mullens Mega-Einstand gegen die Oakland Raiders in Week 9 ein paar Anekdoten zum Besten. So soll er, bereit, das Play anzusagen, in Richtung des über das Headset weiter fleißig redenden Shanahan gescherzt haben: "Hält er jemals den Mund?"

Vor Lachen explodiert

Laut Kittle soll Mullens daraufhin Shanahan "geantwortet" haben, wobei die Kommunikation nur einseitig möglich ist, Shanahan hörte die Antwort nicht. Das Huddle sei explodiert vor Lachen, so Kittle.

Das ist aber noch längst nicht alles. Kittles Lieblingsstory über den Shootingstar: Mullens haut sich den Lärm einer Menschenmenge auf die Ohren, um die Situation bei Auswärtsspielen zu simulieren. "Und dann sagt er die Plays mit dem ganzen Lärm um sich herum an, um sich daran zu gewöhnen. Das ist das Beste, das ich bisher gesehen habe."

 

Auf die Frage, wo er denn Menschenlärm herbekomme, entgegnete Mullens trocken: "Apple Music. Ich weiß nicht, wie er das herausgefunden hat, weil ich das nur Zuhause mache, aber das ist eine gute Art, sich vorzubereiten."

Mullens überlässt offenbar tatsächlich nichts dem Zufall. Kittle erzählte zudem, dass er als Nachwuchsmann aus dem Practice Squad in der vergangenen Saison die Plays für sich nachgestellt habe. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass er nach dem Spiel ein Script genommen hat, auf das Feld ging und für sich durch die Plays gegangen ist. Das ist Nick Mullens kurz zusammengefasst."

Besser vorbereitet als sein Coach

Kittle war deshalb auch nicht wirklich überrascht, wie sein Teamkollege performt hat. "Ich schwöre es: Er ist auf unsere Spiele besser vorbereitet als der Coach. Und es ist dabei egal, ob er im Practice Squad ist oder Backup oder dritter Mann. Er verhält sich in jeder Woche so, als sei er der Starter."

Mullens ging 2017 ungedraftet zu den 49ers und war bislang die meiste Zeit im Practice Squad. Die Raiders nahm er trotz der Laberei seines Trainers quasi im Alleingang auseinander, er brachte 16 seiner 22 Pässe für insgesamt 262 Yards an den Mann, warf drei Touchdown-Pässe und kam auf ein Quarterback-Rating von 151,9.

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