Tom Brady und Antonio Brown sind bei den Tampa Bay Buccaneers wiedervereint - Bildquelle: 2019 Getty ImagesTom Brady und Antonio Brown sind bei den Tampa Bay Buccaneers wiedervereint © 2019 Getty Images

München - Antonio Brown hat mal wieder für einen Knall in der NFL gesorgt. Diesmal aber nicht in Form eines weiteren Skandals, sondern mit seinem Engagement bei den Tampa Bay Buccaneers. 

Die Reaktionen auf den Roster-Move der Bucs könnte nicht unterschiedlicher sein. Für die einen ist Brown das letzte Puzzleteil der ohnehin Star-besetzten Offense. Die anderen glauben, er bringe nur Unruhe in die Kabine und wird den Ambitionen der Franchise aus Florida nachhaltig schaden. 

Bruce Arians gehörte lange zur letzteren Fraktion, das hat er über die Monate in mehreren Interviews betont. Nun hat er sich offenbar von seinem neuen Franchise-Quarterback überreden lassen.

Wie "CBSSports" berichtet, war Tom Brady die treibende Kraft hinter der Verpflichtung Browns. Dabei zitiert das Medium eine Quelle, die in den Verhandlungen involviert gewesen sein soll: "Es gibt nur einen einzigen Grund, warum er jetzt hier ist: Tom Brady."

Antonio Brown: Tom Brady und die Bucs setzten sich wohl gegen Russell Wilson und die Seattle Seahawks durch

Der "GOAT" habe Browns Namen immer wieder mit Nachdruck ins Spiel gebracht und betont, dass er glaube, AB sei für einen langen Lauf in den Playoffs bis zum Super Bowl notwendig. Schließlich haben die Bucs mit mehreren Verletzungen im Receiving-Corps zu kämpfen. 

Dabei habe er sich gegen Russell Wilson und die Seattle Seahawks durchgesetzt, die ebenfalls versucht haben sollen, Brown für ihre Franchise zu gewinnen. Der habe sich letztendlich für Tampa entschieden. Einen besseren Vertrag hätte er ohnehin nicht angeboten bekommen. 

Ähnlich wie Bruce Arians, der bereits als Offensive Coordinator der Pittsburgh Steelers mit AB arbeitete, hat jetzt auch ein NFL-Verantwortlicher starke Bedenken über den Deal geäußert:

NFL-Coach über Antonio Brown: "Das kann richtig hässlich werden"

"Merkt euch meine Worte, das wird ein Problem werden", so die namentlich nicht genannte Quelle gegenüber "CBSSports", die viel Erfahrung im Umgang mit dem Wide Receiver haben soll. 

"Ich gebe ihm zehn Tage bis er verspätet zu einem Covid-Test kommt oder das Protokoll gar nicht erst befolgt. Man kann sich nicht vorstellen, welche Geschichten man über diesen Typen auspacken könnte. Alles mit ihm ist ein Kampf."

Auch ein Coach aus der Liga gibt sich nicht gerade optimistisch: "Das ist eine neue Welt und es werden Sachen von den Spielern verlangt, die komplett fremd für ihn sind. Viel Glück. Es gab genug Gründe, warum Arians vor einem Jahr nichts mit ihm zu tun haben wollte."

So glaubt die Quelle, dass die Beziehung zwischen Brown und den Bucs noch hässlich werden könnte, sofern sich AB nicht um 180 Grad gewandelt hätte.

"Arians weiß, was mit dem Typen los ist. Und das war noch vor dem Coronavirus. Bei dem, was er sich alles in Pittsburgh erlaubt hat - er ist manchmal nicht gekommen, war zu spät, mal wusste niemand, wo er gerade ist. Sowas kann das komplette Team-Gebilde zerstören."

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