- Bildquelle: 2019 Getty Images © 2019 Getty Images

München/Foxborough - Antonio Brown war einfach zu schnell. Für alle. Zunächst sah die Defense der Miami Dolphins beim 0:43 gegen die New England Patriots nur die Hacken des Star-Receivers, der bei seinem Debüt für den Titelverteidiger vier Bälle für 56 Yards samt Touchdown fing.

Nach getaner Arbeit auf dem Rasen entkam der siebenmalige Pro Bowler dann auch den Reportern. Als die Kabine wie üblich für Interviews geöffnet wurde, suchten die eingelassenen Journalisten vergeblich nach Brown. Sein Platz war bereits fein säuberlich aufgeräumt, das Namensschild entfernt, wie mehrere US-Medien berichten. Angeblich hatte er das Stadion zu dem Zeitpunkt schon verlassen.

 

Brady suchte Brown direkt achtmal

Ein Mitglied der "Pats"-PR-Abteilung soll den Reportern lediglich mitgeteilt haben, "AB" werde nicht öffentlich sprechen. Dabei hätte es doch so viele Fragen gegeben. Sportliche - nach dem fulminanten Start. Immerhin war er mit acht Targets die bevorzugte Anspielstation für Tom Brady.

Aber auch die Umstände seines geräuschvollen Abschieds von den Oakland Raiders wären wohl noch einmal Thema geworden. Oder seine rasch erfolgte Unterschrift bei den Patriots. Vielleicht sogar die Vergewaltigungsvorwürfe seiner ehemaligen Managerin - auch wenn diese Geschichte wohl eher in einem anderen Rahmen diskutiert werden sollte.

Brown fühlt sich oft missverstanden

Brown stieß die anwesenden Journalisten jedoch einfach vor den Kopf. Ein Affront. Laut "boston.com" könnte ihm nun sogar eine Strafe durch die Liga drohen. Denn laut NFL-Regeln müssen Spieler nach dem Spiel für Journalisten zur Verfügung stehen.

Als Plaudertasche vor Mikros gilt er ohnehin nicht, oftmals fühlt sich der 31-Jährige am Ende missverstanden und seine Aussagen falsch wiedergegeben.

Doch zuletzt - als die Kritik von allen Seiten auf ihn niederprasselte - machte sich Brown besonders rar. Nach dem Sieg in seiner Heimatstadt Miami sendete er zumindest drei Instagram-Posts in die weite Internet-Welt hinaus. Es sind Grüße an seine Familie, speziell seinen Vater sowie seine Tante Pal.

Browns Posts an die Familie mit Interpretationsspielraum

Die Nachrichten lassen natürlich viel Interpretationsspielraum. Womöglich lautet die Botschaft: Seht her, wir halten immer zusammen und haben es am Ende allen gezeigt.

Denn zumindest sportlich hat Brown eine erste Antwort auf die Schlagzeilen der vergangenen Wochen gegeben. Viele Fragen bleiben dennoch vorerst unbeantwortet.

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