Antonio Brown kämpft um seine Zukunft in der NFL. - Bildquelle: Getty/Twitter: @AB84Antonio Brown kämpft um seine Zukunft in der NFL. © Getty/Twitter: @AB84

Foxborough - Antonio Brown hat sich mal wieder über Twitter zu Wort gemeldet. Und das ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als sein ehemaliger Arbeitgeber in der NFL, die New England Patriots, gerade dabei waren das Sunday Night Game gegen die Houston Texans zu verlieren.

"Retweete das, um AB ins Spiel einzuwechseln", schrieb der Wide Receiver, gefolgt von "Es gibt nur einen AB." Ganz zum Schluss drückte er sich nochmal etwas nebulöser aus: "Unabhängigkeit wird erreicht, wenn Abhängigkeit gebrochen wird!" Danach teilte er noch einen Clip von einem Touchdown-Catch vonsich selbst und einen Fang von Rob Gronkowski, unterlegt mit dem Song "All I want for Christmas is you" von Mariah Carey. Der Tight End beendete nach der letzten Saison seine Karriere und aktuell wünschen sich viele Pats-Fans wohl eine Rückkehr.

Patriots fehlen hochkarätige Waffen auf der Receiver-Position

Die Tweets sind vermutlich kein Zufall. Bei der 22:28-Niederlage stotterte der Offensiv-Motor von New England. Gerade die Wide Receiver der Patriots hatten Probleme sich von ihren Gegenspielern zu lösen und erlaubten sich einige fallengelassene Bälle. Die sportlichen Fähigkeiten eines Antonio Brown könnten Tom Brady und Co. aktuell gut gebrauchen. Allerdings gibt es da ein Problem abseits des Feldes.

 

   

Mitte November wurde der Wide Receiver zu den Anschuldigungen wegen sexueller Nötigung erstmals von der NFL angehört.

Weitere Gespräche sollen folgen. Aufgrund der Anschuldigungen war Brown im September nach nur zwei Wochen von den Patriots entlassen worden. Auch die NFL hatte sich eingeschaltet, ihn aber nicht auf die sogenannte "Commissioner Exempt List" gesetzt, da er Free Agent ist.

 

Brown hatte anschließend in den sozialen Medien mal gejammert, mal gewettert, mal scharf kritisiert, darunter auch Patriots-Besitzer Robert Kraft. Der ist allerdings der entscheidende Faktor, was eine Rückkehr zu den Pats angeht. Die schien eher unwahrscheinlich.

Kraft als X-Faktor für Brown-Comeback bei Patriots

Doch Unterstützung soll Brown nun von Spielern und Trainern bekommen, wie "CBS Sports" berichtet. Demnach wollen sie ein Comeback und würden sich für eine Rückkehr einsetzen, sollte Kraft sie in Erwägung ziehen. 

In den vergangenen Wochen war vor allem Quarterback Tom Brady mit unterstützenden Worten und Likes auf Social Media aufgefallen, beide sollen in der kurzen Zeit sehr gut miteinander ausgekommen sein. Teilweise hatte er die Entscheidung der Patriots auch kritisiert, zumindest zwischen den Zeilen. 

Vorwürfe ausräumen

Bis es möglicherweise soweit ist, wird aber wohl noch etwas Zeit vergehen. Denn Brown ist zwar faktisch Free Agent, könnte aber nach einer Verpflichtung jederzeit auf die "Commissioner Exempt List" gesetzt werden und wäre damit gesperrt. Dem Vernehmen nach wird er in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen.

Heißt: Erst wird Brown die Vorwürfe aus der Welt räumen müssen, ehe es in der NFL für ihn weitergehen kann.

Und damit theoretisch auch bei den Patriots.

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