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München – Jetzt gilt's in der Wüste. Die Arizona Cardinals haben sich in der Offseason prominent verstärkt. Neben Defensive End JJ Watt der von den Houston Texans nach Arizona kommt, haben die Cardinals mit der Verpflichtung von Rodney Hudson auch die Center Position verstärken können.

Die vergangene Saison schlossen die Cardinals noch mit einer Bilanz von 8-8 ab, belegten damit den dritten Platz in der NFC West, verpassten die Playoffs.

Trotz der starken Konkurrenz mit den Los Angeles Rams, Seattle Seahawks und San Francisco 49ers soll dieses Jahr der nächste Schritt folgen – und der heißt Playoffs, wo die Cardinals zuletzt 2015 mit von der Partie waren.

JJ Watt als Naturgewalt

Dafür sorgen, dass dieses Ziel erreicht wird, soll auch Neuzugang Watt. Die Verpflichtung des Defensive Ends ist ein absoluter Coup für Arizona. Wenn Watt fit bleibt, ist er einer der drei besten Defensivspieler in der NFL. Und: Watt kann sowohl beim Pass-Rush als auch gegen den gegnerischen Lauf eingesetzt werden. Gerade bei letzterem hatten die Cardinals in der vergangenen Saison einige Probleme.

Auf der anderen Seite wird Chandler Jones nach seiner Verletzung zurückkehren. Beim Anblick des NFL-Spielplans, wird der ein oder andere Quarterback sicher aufatmen, dass er nicht gegen diese Defensive Front spielen muss.

Junge Linebacker, erfahrene Cornerbacks

Hinter der Defensive Front bleibt es interessant: Das Herzstück der Defensive, um die beiden letzten First-Round Draft-Picks Isaiah Simmons und Zaven Collins, gilt es nun aufzubauen. In der Secondary wurde Patrick Peterson durch Malcolm Butler ersetzt.

Auf der anderen Cornerback-Seite wird wohl Robert Alford starten, der nach zwei verletzungsgeplagten Jahren wieder zur Verfügung steht. Auf der Safety-Position ist Budda Baker einer der besten der NFL, hinter ihm soll Rookie James Wiggins herangeführt werden.

Neue Waffen für die Offensive

Aber nicht nur defensiv passiert im Wüstenstaat einiges. Die Offensive der Cardinals belegte in der vergangenen Saison Rang 13 von 32 in der NFL. Obwohl DeAndre Hopkins seinen Karrierebestwert von 115 Catches egalisieren konnte, wirkte das Offensivspiel der Cardinals oft zu statisch.

Die Verpflichtung von Center Rodney Hudson verbessert die Offensive Line der Cardinals noch einmal und wird Kyler Murray dadurch mehr Zeit verschaffen.

Dazu wird der Receiving Corps mit Neuzugang AJ Green verstärkt, der auf der anderen Seite von Hopkins starten wird. Christian Kirk ist eine starke Nummer drei. Andy Isabella wird sich die Snaps im Slot aller Voraussicht nach mit Zweitrundenpick Rondale Moore teilen.

Im Backfield teilen sich die Runningbacks Chase Edmonds und der aus Pittsburgh abgewanderte James Conner die Spielzüge. Die Position des Tight Ends ist nach Maxx Williams eher dünn besetzt. Da Coach Kliff Kingsbury häufig in Spread-Formation spielen lässt, fällt dies aber nicht so sehr ins Gewicht.

Playoff-Contender wenn…

Aber reicht all das für die Playoffs? Die Cardinals haben sich unter Kingsbury von einer 5-10-1 Bilanz zu einem 8-8 Team verbessert. Auch Quarterback Murray machte einen Schritt nach vorne und konnte zuletzt neben 3971 Passing Yards auch 819 Rushing Yards zurücklegen.

Mit der noch einmal verbesserten Offensive Line und den Anspielstationen Hopkins, Green, Kirk, Isabella sowie Rookie Moore sollte sich das Passspiel noch einmal verbessern. Vorausgesetzt Coach Kingsbury gibt die entsprechenden Spielzüge vor.

Die Defense kann dieses Jahr zu einer der besten in der NFL avancieren. Wenn die Leistungsträger fit bleiben, kann die Cardinals-Verteidigung das Team tragen und könnte somit auch, ein Stück weit, den Druck von Quarterback Murray und seiner Offense nehmen.

 

Die Entwicklungen in der Offseason zeigen, dass die Cardinals diese Saison in den "Win now"-Modus geschalten haben. Es wurde alles dafür getan, um ein erfolgreiches Team aufzubauen, doch Spieler und Coaches müssen es noch auf das Feld bringen. In der Wüste von Arizona könnte sich Großes anbahnen.

Simeon Schönbach

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