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Divisional Round live

Atlanta Falcons at Philadelphia Eagles: Statistik spricht für Eagles, Form für Falcons

Wie wahrscheinlich ist es, dass es die Falcons wieder in den Super Bowl schaffen? Oder dass Nick Foles die Eagles dorthin führt? Statistiken geben einen Hinweis darauf.

13.01.2018 21:04 Uhr / ran.de / Andreas Reiners

München/Philadelphia - Wenn es um Wahrscheinlichkeiten geht, sind Statistiken oft ein guter Anhaltspunkt. Ein Fingerzeig. Mehr allerdings auch nicht.

Viel Mut machen sie den Atlanta Falcons vor den Divisional-Playoffs bei den Philadelphia Eagles (Samstag ab 22.15 Uhr live auf ProSieben und auf ran.de) dann auch nicht. Auf den ersten Blick zumindest.

Der zeigt: Wie die Falcons haben es von 50 Super-Bowl-Verlierern 35 (also 70 Prozent) im Jahr darauf in die Playoffs geschafft. Von den 35 Teams flogen allerdings 16 in der Divisional Round raus, fünf in den Conference Championships und fünf weitere verloren erneut den Super Bowl, die Vikings 1974, die Broncos 1987 und die Bills 1991 bis 1993.

Nur ganze zwei Teams holten sich die Vince Lombardi Trophy ein Jahr nach der Niederlage im Super Bowl, die Cowboys 1971 und die Dolphins 1972.

Hieße laut Statistik: Die Wahrscheinlichkeit, dass für die Falcons am Samstag die Playoffs beendet sein werden, ist relativ hoch.

Wenig spricht für die Falcons

Noch ein paar Fingerzeige gefällig?

Die Eagles haben noch nie ein Heimspiel in der Divisional Round verloren (4-0). Und: Die Falcons haben noch nie ein Auswärtsspiel in der Divisional Round gewonnen (0-3).

Weitere Hinweise: Seit 1990 gibt es ganze fünf - von 21 - an Nummer sechs gesetzte Teams - wie die Falcons -, die nach dem Wild Card Game auch die Divisional Round gewonnen haben.

Den Einzelfall betrachten

Aber natürlich muss man immer den Einzelfall betrachten. Und die Falcons bei den Eagles sind ohne Frage ein besonderer Einzelfall. Denn: Bei den Buchmachern werden die Falcons als Favorit geführt.

Die Eagles sind damit seit 1970 das erste an Nummer eins gesetzte Team, das als Underdog in die Divisional Round geht. Hinzu kommt: Die letzten vier Playoff-Spiele hat die Franchise allesamt verloren, den letzten Sieg in der Postseason gab es 2009.

Auf der anderen Seite ist Falcons-Quarterback Matt Ryan, vor den Toren Philadelphias geboren, in seiner Heimat ein gern gesehener Gast. Er konnte dort nur eines von vier Spielen gewinnen und brachte dabei nur 59 Prozent seiner Pässe zum Mann, schaffte acht Touchdowns bei vier Interceptions.

"Es ist egal, wo wir spielen. Wir sind begeistert, dass wir überhaupt weiterhin die Möglichkeit haben, zu spielen", sagt Ryan vor seiner Rückkehr.

Foles ist das Problem

Statistiken hin oder her, die Eagles haben ein ganz anderes Problem: Carson Wentz. Oder besser gesagt Nick Foles.

Der ersetzt den in dieser Saison überragenden, aber verletzten Wentz (Kreuzbandriss) seit dem 15. Spieltag. Nun ist der Backup keiner, bei dem man die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. Foles ist 28, hat 49 Spiele absolviert. Ist also alles andere als ein Greenhorn.

Sein Problem sind seine zwei Gesichter. Bei den 29 Siegen seiner Karriere komplettierte er 64 Prozent seiner Würfe, schaffte 8,18 Yards pro Versuch mit 49 Touchdowns und acht Interceptions sowie einem QB-Rating von 107,5.

Bei den 20 Niederlagen komplettierte er 55 Prozent seiner Versuche, schaffte 5,75 Yards pro Versuch mit zwölf Touchdowns, 21 Interceptions und einem QB-Rating von 64,9.

Seine Karriere ist ein auf und ab, eine wilde Mischung aus genialen Auftritten und schwachen Leistungen. Was die Eagles wollen: Den Pro Bowler Foles von 2013. Den Foles, der am 15. Spieltag gegen die New York Giants vier Touchdowns warf.

"Sei einfach Nick"

Head Coach Doug Pederson hat dann auch eine recht simple Message für seinen Quarterback, der sein erstes und bislang einziges Postseason-Spiel im Januar 2014 absolvierte. "Du hast eine großartige Möglichkeit. Sei einfach Nick."

Foles weiß, wie einfach es sein kann. Und sein sollte.

"Man sollte sich nicht zu viel Druck machen. Der Schlüssel ist, da rauszugehen und zu spielen. Es wird ein Spaß, und deshalb spielen wir dieses Spiel", sagt er.

Auch wenn er weiß, dass es gegen die athletische und bewegliche Falcons-Defense eigentlich kein Spaß wird. Die schaltete im Wild Card Game gegen die Los Angeles Rams deren Quarterback Jared Goff ebenso aus wie Running Back Todd Gurley.

Übrigens: Seit 1991 gab es 13 Quarterbacks, die ähnlich wie Foles ins kalte Wasser geworfen wurden. Sprich: Die drei oder weniger Spiele in der Regular Season als Starter machten und dann in die Playoffs gingen.

Reich weiß, wie es geht

Die Bilanz: 2-12. Nur Frank Reich holte 1992 mit den Bills zwei Siege. Er kann Foles mit den richtigen Tipps versorgen. Schließlich ist er heute der Offensive Coordinator der Eagles.

Er weiß daher auch: Statistiken sind zwar ein Fingerzeig. Mehr aber auch nicht.

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