Baker Mayfield: Lobesrede für Kyler Murray. - Bildquelle: ImagoBaker Mayfield: Lobesrede für Kyler Murray. © Imago

München/Cleveland – Baker Mayfield kennt sich aus mit Kritik, mit den ganzen Zweiflern. Er weiß, wie man damit umgehen muss. Und er weiß auch, wie man die Nörgler ruhigstellt: Mit Leistung. Bei dem Quarterback der Cleveland Browns wurde nach der Verpflichtung als Nummer-eins-Pick im Draft 2018 immer wieder die Frage gestellt: Ist er bereit für die NFL? Und: Ist er mit 1,85 Metern nicht zu klein als Signal Caller?

Mayfield weiß also, wie sich Kyler Murray fühlt. Und springt für seinen Nachfolger bei den Oklahoma Sooners und als Heisman-Trophy-Gewinner in die Bresche. 

Denn Murray ist mit 1,78 Metern noch einmal eine Ecke kleiner als Mayfield – weshalb dem 21-Jährigen, der bekanntlich bei den Oakland Athletic bereits einen Vertrag für die Major League Baseball unterschrieben hat, nach seiner Meldung für den NFL-Draft Zweifel entgegenschlagen. Der Tenor: Er ist ein Mega-Talent, aber zu klein, um Mayfield auch den Nummer-eins-Pick nachzumachen. So gehen die Vorhersagen weit auseinander, vom ersten Pick über späte erste Runde bis zweite Runde ist alles dabei.

"Glaube total an ihn"

"Ich glaube total an ihn", sagte Mayfield auf die Frage, ob Murray beim Draft in seine Fußstapfen treten kann und als erster Spieler aufgerufen wird. "Die Leute sprechen immer über seine Größe, aber das haben sie auch über mich gesagt. Für mich zählt das nicht", so Mayfield. Es würden andere Dinge zählen: "Er ist ein Anführer. Er kann jeden Wurf machen. Er ist ein Passer, und er kann laufen. Und das Wichtigste: Er ist ein Gewinner. Wenn man auf die wichtigen Dinge bei einem Quarterback achtet, hat er sie alle."

Auch Mayfield hat seine Qualitäten unter Beweis gestellt, verlor nach einer starken ersten Saison die Wahl zum Offensive Rookie of the Year nur knapp gegen Saquon Barkley (New York Giants).

 

Dabei profitierte Mayfield vor allem von der Entlassung von Head Coach Hue Jackson und Offensive Coordinator Todd Haley. Mayfield warf für 1471 Yards, acht Touchdowns und sechs Interceptions in sechs Spielen unter dem Duo, unter Interimscoach Gregg Williams und dem neuen OC Freddie Kitchens drehte er auf und kam in acht Spielen auf 2254 Yards, 19 Touchdowns und acht Interceptions. Die Browns, Lachnummer der letzten Jahre, durften zudem lange von den Playoffs träumen.

Mayfield deutet an, dass unter Jackson, den er in den sozialen Medien "Fake" nannte, Dinge passiert sind, die dem Team offenbar nicht gut taten. 

Störungen und Drama

"Es gab viele Dinge hinter den Kulissen, auf die ich nicht eingehen muss, weil es in der Vergangenheit liegt und ich auf die Zukunft fokussiert bin", sagte Mayfield: "Ich denke aber, dass alles aus einem Grund passiert. Und es gibt einen Grund, warum wir nicht gut gespielt haben, als all die Dinge passiert sind. Wenn man so viele Störungen und Drama hat, wie will man dann Sonntag rausgehen und sich messen?"

Nach der Entlassung sei man in der Lage gewesen, die Störungen zu eliminieren, so Mayfield: "Wir konnten uns darauf fokussieren, unseren Job zu machen und haben nun Leute, die daran glauben." Wie Kitchens, der zum neuen Head Coach befördert wurde.

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