Möchte früher oder später bezahlt werden: Baker Mayfield - Bildquelle: ImagoMöchte früher oder später bezahlt werden: Baker Mayfield © Imago

München/Cleveland - Quasi durchgängig seit der Jahrtausendwende suchen die Cleveland Browns ihren Franchise Quarterback. Viele haben sich versucht, alle sind daran gescheitert.

Doch Baker Mayfield könnte die Lösung sein. Der ehemalige Oklahoma Sooner geht in seine vierte Saison als Starting Quarterback der Browns, so lange schaffte das schon Ewigkeiten kein Browns-Quarterback mehr.

Neuer Vertrag? "Mir geht's ums Gewinnen"

Naturgemäß werden dann auch die Fragen nach einem neuen Vertrag lauter. Nachdem Mayfield im Gespräch mit der "Associated Press" erneut auf seine Vertragssituation angesprochen wurde, ließ er sich nicht in die Karten schauen.

"Mir geht's ums Gewinnen", so Mayfield diplomatisch. "Ich mache mir da keine Sorgen, weil wenn wir regelmäßig gewinnen, dann gehen wir in die richtige Richtung und alles wird sich ausgehen."

Tatsächlich gehen die Browns in die richtige Richtung: Nach elf Siegen in der Regular Season schafften die Mannen aus Ohio es 2020 in die Playoffs und konnten dort sogar den großen Rivalen aus Pittsburgh in deren Stadion bezwingen. Es war der erste Einzug in ein Divisional Playoff seit 1994.

Das alles gehört aber der Vergangenheit an, so Mayfield: "Geschenkt wird uns nichts, wir müssen uns alles verdienen und den Grundstein, den wir gelegt haben, weiter ausbauen. Das passiert nicht einfach, weil wir die selben Spieler im selben System sind."

Warten auf das Domino

Der 26-Jährige ist übrigens nicht der Einzige, der auf einen neuen Vertrag wartet. Die anderen beiden überragenden Quarterbacks aus seiner Draft-Klasse, Lamar Jackson und Josh Allen, sind ebenfalls noch ohne Vertragsverlängerung. Sollte einer der drei unterzeichnen, wäre das Vertrags-Domino der 2018er Quarterbacks wohl eröffnet.

Jack Mills, der Berater von Mayfield, sagte zuletzt, er glaube daran, dass "in diesem Sommer etwas passiert". Mit "etwas" ist natürlich ein hoch dotierter Gehaltsscheck gemeint.

Doch die Browns müssen und wollen neben Mayfield auch noch Denzel Ward und Nick Chubb bezahlen, zwei ebenfalls herausragende Rookies aus der Cleveland Browns Draft-Klasse von 2018. Während bei Ward ebenfalls bereits die Fifth Year Option gezogen wurde, wird Nick Chubb im nächsten Jahr Free Agent.

 

"Mich würde es nicht wundern, wenn der Fokus in dieser Offseason auf dem Vertrag von Nick Chubb liegt", sagte NFL-Insider Ian Rapoport im NFL Network

Immerhin aus Sicht Mayfields: Alleine im Jahr 2022 bekommt der First Overall Pick durch angesprochene Fifth Year Option von 2018 satte 18,9 Millionen Dollar, voll garantiert. 

Mayfield, dem es nur "um's Gewinnen geht", dürfte also wenig Probleme haben, wenn sein Teamkollege Chubb zuerst bezahlt wird. Denn gute Quarterbacks sind Mangelware in der NFL und wenn die Browns ihn nicht bezahlen, ein anderes Team wird es schon tun.

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