Schaut so ein glücklicher Head Coach aus? Dieses Bild von Bill Belichick sta... - Bildquelle: Getty ImagesSchaut so ein glücklicher Head Coach aus? Dieses Bild von Bill Belichick stammt übrigens nicht aus der Draft-PK, könnte aber wohl als Symbolfoto herhalten © Getty Images

Foxborough/München - Der Draft ist kein Wunschkonzert. Diese Realität bekamen in diesem Jahr auch die New England Patriots zu spüren. Waren sie nach dem Abschied von Tom Brady im Vorfeld mit diversen Quarterbacks in Verbindung gebracht worden, verließ Head Coach Bill Belichick die virtuelle Talenteziehung ohne neuen Playmaker.

Dass dieser Umstand alles andere als geplant war, verdeutlichte schon der anschließende Deal mit den beiden ungedrafteten J'Mar Smith, der für drei Jahre unterschrieb, und Brian Lewerke, die nun Jarrett Stidham und Brian Hoyer Konkurrenz machen dürfen. Auch Belichick ließ mit seinen ehrlichen Aussagen durchblicken, dass er schon in den Tagen zuvor ganz gerne einen potenziellen "TB12"-Nachfolger gezogen hätte.

 

Patriots hätten QB gedraftet - wenn Situation gepasst hätte

"Wenn wir das Gefühl gehabt hätten, es wäre die richtige Situation gewesen, hätten wir sicher einen gedraftet. Das haben wir in mehreren Jahren und zu unterschiedlichen Zeitpunkten getan", erklärte der 68-Jährige, der in seine 21. Saison mit den Patriots geht.

Weiter führte Belichick aus: "Es hat einfach nicht funktioniert in den vergangenen drei Tagen. Das war so nicht beabsichtigt. Wir haben versucht, das Beste aus dem zu machen, was uns zur Verfügung stand."

First-Round-Pick wurde an Chargers abgegeben

Insgesamt zehn Picks hatten die "Pats". Den ersten jedoch erst in Runde zwei, weil der eigentliche First Rounder in einem reinen Pick-Trade an die Los Angeles Chargers abgetreten wurde.

Als die Patriots an 37. Stelle an der Reihe waren, hatten die vielversprechendsten Quarterback-Talente Joe Burrow (Cincinnati Bengals), Tua Tagovailoa (Miami Dolphins), Justin Herbert (Los Angeles Chargers) und auch der womöglich ins Auge gefasste Jordan Love (Green Bay Packers) bereits ein sportliches Zuhause gefunden. So fiel die Wahl auf Safety Kyle Dugger.

 

Chance auf Morgan-Draft war mehrmals da

Bevor Belichick an 60. Position wieder zugreifen durfte, war auch Jalen Hurts (Philadelphia Eagles) vergriffen. Somit entschied sich "The Hoodie" für Linebacker Josh Uche.

Bis der im Vorfeld als Patriots-Draftpick gehandelte James Morgan als 125. Spieler von den New York Jets ausgewählt wurde, gab es jedoch noch drei weitere Möglichkeiten. Doch so richtig überzeugt waren Belichick und Co. von dem 23-Jährigen aus Green Bay offenbar nicht.

13 Quarterbacks gedraftet

Letztlich wurden 13 Quarterbacks gedraftet. Die Patriots aber zogen nach Runde zwei noch einen Linebacker, nacheinander zwei Tight Ends, einen Kicker, einen Guard, einen Offensive Tackle, einen weiteren Linebacker und schließlich einen Center.

Den womöglich wichtigsten Wunsch erfüllten sie sich aber erst nach dem Draft - und das gleich doppelt. Wobei Belichick auch von Stidham, im vergangenen Jahr in der vierten Runde gedraftet, angetan zu sein scheint: "Jarrett hatte ein gutes Jahr. Er hat sich sehr verbessert. Wir werden sehen, wohin ihn das führt." Womöglich sogar zur Starter-Rolle, denn einen echten Favoriten gibt es im aktuellen Quartett nicht wirklich.

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