Besondere "Freundschaft": Ben Roethlisberger und die Jaguars. - Bildquelle: imago/ZUMA PressBesondere "Freundschaft": Ben Roethlisberger und die Jaguars. © imago/ZUMA Press

München/Jacksonville – Trash Talk ist üblich. Trash Talk kann irritieren. Ein paar dreckige Worte können aber auch ungemein motivieren. Selbst so einen alten Hasen wie Ben Roethlisberger, der in seiner Karriere schon so ziemlich alles gehört haben dürfte, was nicht jugendfrei und/oder beleidigend ist.

Die Jacksonville Jaguars hatten "Big Ben" im Spiel am vergangenen Sonntag mal wieder aufs Korn genommen, denn der Superstar-Quarterback hatte zuletzt eine Schwäche: die Defense der Jaguars. In drei Spielen seit 2017 kommt Roethlisberger auf zehn Turnover, darunter drei Interceptions vom Sonntag. 

 

Die ersten 44 Minuten des Spiels verliefen für Roethlisberger bescheiden. Neben den Interceptions brachte er elf von 24 Versuchen an den Mann, warf für 66 Yards – eine grausame Bilanz. Sehr zur Freude des Gegners, Linebacker Telvin Smith nutzte jede sich bietende Gelegenheit, um Roethlisberger die Ausbeute unter die Nase zu reiben.

"Den Ball nach Hause gebracht"

"Er hat es mich jedes Mal wissen lassen, wenn ich eine Interception geworfen habe. Er hat mich gesucht und mir erzählt, wie viele Interceptions ich geworfen habe. Es war eine kleine Motivation, zurückzukommen und das Spiel zu gewinnen", verriet Roethlisberger: "Sie sind wirklich eine gute Defense, sie reden sehr viel. Vor dem Spiel und während des Spiels", verriet Roethlisberger: "Aber ich habe den Ball nach Hause gebracht."

Ein 78-Yard-Pass auf Antonio Brown war Ende des dritten Viertels bei 0:16 der Dosenöffner. Zwei Touchdown-Drives über 80 und 68 Yards, dazu warf sich Roethlisberger todesmutig für das letzte Yard und den entscheidenden Touchdown höchstselbst in die Endzone: 20:16.

Und Ruhe beim Gegner.

 

Mit 41 spielentscheidenden Drives im letzten Viertel oder in der Verlängerung liegt Roethlisberger nun in der ewigen Rangliste auf Platz sechs.

Ein kleiner Wermutstropfen: Mit Jalen Ramsey konnte der 36-Jährige nach dem Spiel nicht sprechen. Der Jaguars-Cornerback hatte vor der Saison über zahlreiche Quarterbacks abgelästert, darunter auch Roethlisberger. Er sei für ihn "höchstens solide" und profitiere lediglich von Antonio Brown, so Ramsey: "Er schmeißt den Ball einfach weg und seine Receiver fangen ihn. Er hat mich wirklich enttäuscht." 

Das dürfte diesmal anders gewesen sein. 

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