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München/ Foxborough – Bereits kurz nach dem Draft ließ Bill Belichick der Coach der New England Patriots durchsickern, dass sein Fünftrundenpick Cameron McGrone aller Voraussicht nach seine erste Saison verpassen wird.

Kreuzbandriss im November

McGrone, der als Linebacker am College für die University of Michigan spielte, riss sich im zweiten Viertel beim Spiel gegen Rutgers das Kreuzband. Die Michigan Wolverines gewannen das Spiel ohne McGrone in der dritten Overtime mit 48-42.

"Wir wissen noch nicht, wann er wieder zur Verfügung stehen wird. Wir bereiten uns so vor, als würde er das komplette Jahr fehlen", wird Belichick bei ESPN zitiert.

Der Pats-Coach stellte klar: "Wir haben keine falschen Erwartungen. Er soll sich gut erholen und ein guter Spieler werden, egal wie lange es dauert."

Belichick, der Zocker

Es ist bei Weitem keine Neuheit, dass Bill Belichick einen Spieler draftet, deren Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Drafts unklar ist. Belichick liebt es, zu zocken und hat dabei stets einen langfristigen Plan im Kopf.

Die Patriots bringen es auf eine lange Liste von Spielern, die bei ihrer Ankunft in Foxborough angeschlagen oder verletzt waren. ran.de stellt euch die besten Glücksgriffe vor.

Superbowl-Helden

Sony Michel wurde 2018 in der ersten Runde gedraftet. Einige Teams sahen von einer Verpflichtung ab – nicht so Bill Belichick. In der Rookie-Saison verpasste Michel lediglich drei Spiele und hatte mit fast 1000 Rushing Yards großen Anteil am Super-Bowl-Gewinn der Patriots.

Auch Malcolm Mitchell, der 2016 in der vierten Runde gepickt wurde, war aufgrund von Verletzungen am College ein Gamble. Letzten Endes musste er seine Karriere nach nur zwei Jahren beenden. Unvergessen bleibt aber seine Leistung im Super Bowl LI, als er mit sechs Catches für 70 Yards das unvergessliche Comeback der Patriots einleitete.

Gronk als Glücksgriff

Auch bei Tight End Rob Gronkowski gab es zu Beginn Bedenken. Einige Teams zogen ihn aufgrund seiner Rückenverletzung gar nicht mehr in Betracht. Bill Belichick ging wieder einmal das Risiko ein. Er tradete zwei Plätze hoch und draftete den wohl besten Tight End in der jüngeren Geschichte der NFL.

Aufgrund einer Lymphdrüsenkrebs-Diagnose rutschte Offensive Tackle Marcus Cannon in Runde fünf des Drafts 2011. Er kam im Laufe seiner Rookie-Saison zum Einsatz und blieb insgesamt neun Jahre bei den Patriots. Dort spielte er über 130 Spiele und gewann drei Mal den Super Bowl.

Bill Belichick liebt den Gamble und Spieler wie Gronkowski und Cannon geben ihm und seiner Philosophie Recht. Das Scouting-Team um Belichick sieht Dinge in Spielern, die andere Coaches und Scouts nicht sehen – und Belichick ist bereit, dafür etwas zu riskieren.

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