Die Zukunft von Bobby Wagner bei den Seahawks scheint vor seinem letzten Ver... - Bildquelle: imagoDie Zukunft von Bobby Wagner bei den Seahawks scheint vor seinem letzten Vertragsjahr unsicherer denn je. © imago

München/Seattle - Bobby Wagner ist das Herz der Defensive der Seattle Seahawks. Der Linebacker gehört zu den wenigen Überbleibseln der legendären "Legion of Boom", die 2014 den Super Bowl gewann. Bereits öfter hat Wagner, der sich scheinbar voll und ganz mit der Franchise identifiziert, angekündigt, er wolle seine Karriere im Seahawks-Trikot beenden. Nun hat der 28-Jährige aber überraschend andere Klänge verlauten lassen.

Die Tackle-Maschine befürchtet nämlich wohl, dass ihn ein ähnliches Schicksal ereilt, wie das seiner Ex-Teakollegen Michael Bennett, Earl Thomas oder Richard Sherman. Angesprochen auf seine Zukunft sagte Wagner gegenüber Omar Ruiz von NFL Network: "Ich bereite mich vor, als wäre es mein letztes Jahr als Spieler der Seahawks. Wenn dies der Fall sein sollte, will ich sicher gehen, dass ich dort raus gehe und es knallen lass und der Stadt etwas gebe, an das sie sich erinnert."

 

Vertragssituation steigert Wechsel-Wahrscheinlichkeit

Als Kopf und absoluter Mittelpunkt der neu formierten Seahawks-Defense scheint es auf den ersten Blick doch relativ unwahrscheinlich, dass man in Seattle auf Wagner verzichten möchte. Allerdings wurden in den letzten Jahren mit Richard Sherman, Michael Bennett oder Earl Thomas und zuletzt auch Frank Clark echte Star-Verteidiger schonungslos gecuttet oder zu anderen Franchises getradet.

Dass Wagner ein ähnliches Schicksal ereilen könnte, scheint aufgrund der Vertragssituation auf einmal auch nicht sonderlich unwahrscheinlich. Der ehemalige Zweitrundenpick geht nämlich in sein letztes Vertragsjahr und kostet die Seahawks 2019 rund 10,5 Millionen Dollar.

Schlechte Cap-Situation nach Wilson-Vertrag

Mit 28 noch in der vollen Blüte seiner Karriere wird Wagner danach sicherlich nicht gewillt sein, einen deutlich niedriger dotierten Vertrag zu unterschreiben. Zumal er mit fünf aufeinanderfolgenden Pro-Bowl-Nominierungen (davon drei All-Pro-Berufungen) in der Vergangenheit ordentlich Eigenwerbung für einen großen Vertrag betrieben hat.

Das Problem ist, dass die Seahawks nicht unbedingt bereit sein dürften, ihm diesen großen Vertrag zu geben. Zuletzt sind ja bekanntlich bereits Defense-Spieler, die in Seattle einen dicken Vertrag gefordert haben, vor eine sture Wand gelaufen. Und der Rekord-Deal von Quarterback Russell Wilson hat die Cap-Situation der Franchise aus dem Nordwesten der USA definitiv nicht erleichtert.

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