Verfolgt die Karriere seines prominenten Sohnes ganz genau: Tom Brady Senior... - Bildquelle: Getty ImagesVerfolgt die Karriere seines prominenten Sohnes ganz genau: Tom Brady Senior (l.) hat den Abschied von den New England Patriots kommen sehen © Getty Images

München - Ein gewisses Risiko war schon dabei, als Tom Brady nach zwei überaus erfolgreichen Jahrzehnten von den New England Patriots zu den Tampa Bay Buccaneers ging.

Spätestens mit dem Einzug in den Super Bowl LV gegen die Kansas City Chiefs (7. Februar ab 22:45 Uhr live auf ProSieben und ran.de) lässt sich konstatieren: Der Star-Quarterback hat alles richtig gemacht.

Nun dürften auch die Kritiker verstummt sein, die jahrelang geunkt hatten, Brady würde nur in New England funktionieren. Zumal sein Ex-Team - wenn auch ersatzgeschwächt - die Playoffs deutlich verpasste.

 

Belichick "ein bisschen auf einem heißen Stuhl"

Entsprechend sieht der Vater des "GOAT" den Druck auf Patriots-Head-Coach Bill Belichick steigen. "Ich habe das Gefühl, sein Stuhl wackelt aktuell schon so ein bisschen", erklärt Tom Brady Sr. im "Boston Herald".

Wobei der 76-Jährige die Situation so einschätzt, dass auch die Trainerlegende von Bradys Abschied profitieren würde: "Ich dachte, es wäre ein guter Schritt für ihn, egal was passieren würde. Dass es auch für die Patriots gut wäre, weil es Zeit war. Es hatte sich alles in diese Richtung entwickelt."

Brady Senior erinnert an Montana und Favre

Kam es für die Football-Welt einem Erdbeben gleich, dass der erfolgreichste Profi der NFL-Geschichte sein Team nach sechs Super-Bowl-Triumphen und unzähligen großen Siegen verließ, sieht es Brady Senior schlicht als Teil des Geschäfts: "Jedes Team trennt sich von Spielern und Spieler trennen sich von Teams. Sie ziehen weiter."

Dies gelte auch für Quarterbacks, "ob es Joe Montana ist oder Brett Favre oder Peyton Manning oder wer auch immer. Man musste nicht in die Glaskugel blicken, um zu wissen, dass die Beziehung zwischen Tommy und den Patriots irgendwann enden würde."

"20 großartige Jahre"

Einerseits schwärmt der Dad des Superstars, andererseits will er auch nicht zu viele Emotionen ins Spiel kommen lassen: "Sie hatten 20 großartige Jahre, bessere als jeder andere sie erlebt hat. Ohne abschätzig über Bill sprechen zu wollen, war es einfach an der Zeit. Damit will ich keineswegs herabsetzen, was Bill getan hat. Wir haben gerade erst miterlebt, dass Head Coaches ein Spiel vermasseln können." Schöne Grüße nach Green Bay, an Matt LaFleur.

Von Belichick hält Brady Senior also eine Menge. Zumindest fachlich. Bei Patriots-Boss Robert Kraft geht es aber weit darüber hinaus. "Robert ist seit 25 Jahren ein großartiger Besitzer. Seine Gefühle gegenüber Tommy waren immer aufrichtig und das gilt auch andersherum", betont er: "Tommy denkt genauso. Sie hatten eine besonders enge Beziehung."

"Tommy will Super Bowl für Teamkollegen gewinnen"

Nun dreht sich im Hause Brady aber nicht mehr viel um Belichick, Kraft und die Patriots. Sondern um den Erfolg mit den "Bucs".

"Er will diesen Super Bowl in diesem Jahr so sehr für seine Teamkollegen gewinnen, mehr als für sich selbst", verdeutlicht Brady Senior: "Er sagt: 'Ich habe das schon mal geschafft und es ist wirklich cool. Aber da gibt es viele Jungs, die das noch nicht geschafft haben. Und das macht es für mich so unfassbar aufregend.'"

Und wie sieht er die Aussichten auf den siebten Championship-Ring im Hause Brady? "Ihre Chancen sind großartig. Ich bin davon überzeugt, wir können sie zu stoppen. Aber so denke ich tagtäglich." Wobei: Eine Prise Enthusiasmus hat ja noch niemandem geschadet.

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