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München/Green Bay - Naturgemäß standen die sozialen Netzwerke beim NFC Championship Game zwischen den Green Bay Packers und den Tampa Bay Buccaneers nicht still. Neben Packers-Head-Coach Matt LaFleur gerieten vor allem die Schiedsrichter ins Kreuzfeuer. ran.de analysiert die Schlüsselszenen und hat entsprechende Netzreaktionen zusammengestellt.

Schlüsselszene 1: Die Interception von Aaron Rodgers

Im zweiten Quarter wollte Packers-Quarterback Aaron Rodgers gerade einen Two-Minute-Drill starten, als die Buccaneers-Defense in Form von Sean Murphy-Bunting einen Pass über die Mitte abfing.

Doch war da alles sauber? Beim genaueren Hinschauen erkennt man, dass Murphy-Bunting Packers-Wideout Allen Lazard an der Schulter zieht, damit seine Route verlangsamt und so den Ball abfangen kann.

ran.de meint: Dafür muss eine Flagge fliegen. Entweder für ein Holding (fünf Yards Strafe und automatisches First Down) oder eine Pass Interference (Ball wird an die Stelle des Fouls platziert), abhängig davon, ob Rodgers zum Zeitpunkt des Fouls den Ball schon geworfen hat.

"Fox"-Experte Mark Schlereth erkannte jedenfalls keinen Regelverstoß und lobte stattdessen den Cornerback für seine Technik.

Für Andere dagegen war es ein klares Foul. Und mehr als Galgenhumor bleibt den meisten Twitter-Usern dann auch nicht übrig.

Schlüsselszene 2: Roughing the Passer an Tom Brady?

Vor dieser Interception jedoch schienen auch die Packers Glück mit den Schiedsrichtern zu haben. Beim dritten Versuch wirft Tom Brady einen unvollständigen Pass, Za'Darius Smith ringt Brady dann einige Momente später zu Boden.

ran.de meint: Da hatten die Packers Glück, denn heutzutage werfen die Schiedsrichter oft Flaggen für Roughing the Passer. Das ist oft zu hart, aber der Regel nach wäre eine 15-Yards-Strafe gegen Smith angebracht gewesen, auch wenn Brady mehr daraus macht als nötig. Der Drive der Buccaneers wäre am Leben geblieben.

"Fox"-Fachmann Nick Wright gefällt die Entscheidung der Schiedsrichter jedenfalls. Er unterstellt Brady, sonst Glück mit diesen Entscheidungen zu haben...

...während die Faktenlage anders aussieht.

Schlüsselszene 3: Pass Interference von Kevin King gegen Tyler Johnson

Weniger als zwei Minuten vor Schluss gab es die nächste umstrittene Szene. Anstatt den Lauf zu versuchen und ein weiteres Timeout der Packers zu provozieren, entschied sich Brady für den Pass. Er wollte Tyler Johnson über die Mitte treffen, der Ball kam jedoch nicht ran. Eine Flagge flog, Pass Interference, neues First Down.

ran.de meint: Absolut richtige Entscheidung der Schiedsrichter-Crew um Clete Blakeman. Kevin King zieht Tyler Johnson am Jersey und begeht somit ein klares Foul. Dass Johnson dann eine astreine Schwalbe rausholt, ist ebenfalls unbestritten. Das sieht auch "Fox"-Schiedsrichter-Experte Mike Pereira so:

Allerdings fehlte dabei eine klare Linie der Schiedsrichter. In der ersten Hälfte wurde eine vergleichbare Szene gegen Murphy-Bunting nicht gegeben. Die Aufregung der Packers ist also nicht ungerechtfertigt.

Rodgers war jedenfalls nicht einverstanden: 

Dass die Schiedsrichter absolut nicht ihren besten Tag erwischten, zeigte auch folgende Szene: Ein mehr als offensichtlicher False Start des Left Tackle Billy Turner wurde genauso übersehen, wie ein paar mögliche Delay-of-Game-Strafen gegen Rodgers.

Das sahen auch #ranNFL-Zuschauer so:

Jedoch hatten die Packers auch genug Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Unabhängig von den Referees.

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