Diesmal unfreiwillig im Fokus: Britt Reid droht nach dem Verkehrsunfall nahe... - Bildquelle: Getty ImagesDiesmal unfreiwillig im Fokus: Britt Reid droht nach dem Verkehrsunfall nahe des Chiefs-Trainingsgeländes eine harte Strafe © Getty Images

Kansas City/München - Seinen Job als Outside Linebackers Coach der Kansas City Chiefs hat Britt Reid schon verloren. Dem Sohn von Head Coach Andy Reid drohen nach seinem folgenschweren Verkehrsunfall im Vorfeld des diesjährigen Super Bowl aber auch heftige zivilrechtliche Konsequenzen.

Knapp einen Monat nach dem Vorfall nahe des Chiefs-Trainingsgeländes trat der Anwalt, der die Familie der dabei schwerverletzten Fünfjährigen vertritt, erstmals im TV auf. "Wir werden auf die härtestmögliche Anklage und die härtestmögliche Strafe, die Britt bekommen kann, plädieren", betonte Tom Porto in der "ABC"-Sendung "Good Morning America".

"Jenseits der Grenzen der Legalität"

Sein Vorwurf an den 35-Jährigen lautet: "Wenn du zwei oder drei Drinks genommen hast und dich dann hinter das Steuer eines Autos setzt, bewegst du sich jenseits der Grenzen der Legalität." Bei dem Hinweis auf die Alkoholisierung bezog sich der Jurist auf Aussagen der Polizei, denn das Ergebnis der toxikologischen Tests liege ihm noch nicht vor.

Porto betonte weiter: "Es ging hier nicht um einen Blechschaden, sondern um einen lebensverändernden Vorfall." Das kleine Mädchen, das auf dem Rücksitz eines der von Reid mit seinem Fahrzeug gerammten Autos saß, kämpfe nach wie vor um sein Leben. Es habe einen Gehirnschaden erlitten und sei nicht in der Lage, zu sprechen.

Mädchen erlitt womöglich irreparablen Gehirnschaden

"Immerhin ist sie wach, das ist eine immense Entwicklung", erklärte Porto weiter: "Wahrscheinlich wird der Gehirnschaden sie für den Rest ihres Lebens beeinträchtigen. Sie kann nicht gehen - das ist eine enorm traurige Geschichte."

Besonders tragisch: Laut "ABC" war die Familie - neben der Fünfjährigen saßen auch ihre Mutter, ihre Tante und ihr vierjähriger Cousin im Fahrzeug - auf einem Highway dabei, einem weiteren Familienmitglied zu helfen, weil dessen Auto der Sprit ausgegangen war. Reid hielt sich zwar an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit, donnerte mit seinem Pickup-Truck jedoch nacheinander in die beiden parkenden Fahrzeuge.

 

"Wunder, dass da jemand lebend rausgekommen ist"

Alle übrigen Insassen, die drei Erwachsenen und der Vierjährige, kamen mit nicht-lebensbedrohlichen Verletzungen davon, der Junge wurde jedoch ebenfalls im Krankenhaus behandelt.

Kursierende Fotos zeigen komplett demolierte Fahrzeuge. "Wenn man sich die Bilder ansieht, wundert man sich, dass jemand dort lebend rausgekommen ist", machte Porto deutlich.

Auch Reid war nach dem Unfall in eine Klinik gebracht worden. Noch laufen die Ermittlungen, eine Anklage wurde noch nicht erhoben.

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