Marshawn Lynch erzielt in der Verlängerung den entscheidenden Touchdown - Bildquelle: gettyMarshawn Lynch erzielt in der Verlängerung den entscheidenden Touchdown © getty

München - Auch wenn es die Niederlage im Super Bowl nicht wettgemacht hätte, ein Erfolg gegen den Titelverteidiger ist immer gut für Moral und Selbstvertrauen. Vor allem, wenn man so eine Abreibung erhalten hatte wie die Denver Broncos.

Am 3. Spieltag bot sich der Truppe um Superstar-Quarterback Peyton Manning die Chance, sich bei den Seattle Seahawks für die Niederlage im Endspiel der Vorsaison zumindest ein bisschen zu rehabilitieren.

ran.de gibt einen Überblick über den 3. Spieltag.

Seattle Seahawks - Denver Broncos 26:20 n.V.

Die Denver Broncos haben die Neuauflage des Super Bowls gegen Titelverteidiger Seattle Seahawks verloren und damit die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Dabei rettete sich die Mannschaft um Quarterback Manning mit einem spektakulären Schlussspurt in die Verlängerung.

Nachdem Steven Hauschka Seattle mit einem 28-Yard-Field-Goal 58 Sekunden vor Schluss mit 20:12 in Führung geschossen hatte, führte Manning seine Offense im Eiltempo über 80 Yards in die Endzone.

Erst bediente er Jacob Tamme, bei der anschließenden Two-Point-Conversion, die den 20:20-Ausgleich bedeutete, fand er Demaryius Thomas in der Endzone.

In der Verlängerung zeigten dann aber Seattles Quarterback Russell Wilson und Running Back Marshawn Lynch ihre Klasse. Wilson führte seinen Angriff mit Pässen und Läufen bis auf sechs Yards an die Endzone, die letzten sechs erledigte Lynch dann im "Beast Mode".

Seattle und Denver weisen nach drei Spieltagen nun jeweils zwei Siege und eine Niederlage auf.

Arizona Cardinals - San Francisco 49ers 23:14

Weiter ungeschlagen bleiben die Arizona Cardinals. Die Mannschaft aus Glendale bezwang im NFC-West-Duell die favorisierten San Francisco 49ers. Die Goldhelme aus Kalifornien gaben dabei zum zweiten Mal in Folge eine deutliche Pausenführung aus der Hand.

In der Vorwoche hatte die Mannschaft von Coach Jim Harbaugh gegen Chicago nach einer 17-Punkte-Führung noch den Kürzeren gezogen. Bei Arizona gelang Carlos Hyde fünf Minuten vor der Pause das 14:6, anschließend punkteten aber nur noch die Cardinals.

Drew Stanton, der den etatmäßigen Spielmacher Carson Palmer glänzend ersetzte, bediente im dritten Abschnitt zweimal John Brown für Touchdowns über 24 und 21 Yards. Chandler Catanzaro veredelte mit einem 23-Yard-Field-Goal 29 Sekunden vor Schluss das Comeback der Cards.

Cincinnati Bengals - Tennessee Titans 33:7

Ebenfalls mit weißer Weste steht Geheimfavorit Cincinnati nach dem 3. Spieltag da. Die Bengals sorgten gegen Tennessee früh für klare Verhältnisse und unterstrichen ihre Ambitionen auf einen Playoff-Platz in der AFC.

Quarterback Andy Dalton und Wide Receiver Mohamed Sanu sorgten im ersten Viertel für ein Kuriosum. Der eigentliche Passempfänger Sanu warf einen Pass auf den eigentlichen Passgeber Dalton, der mit einem Hechtsprung in die Endzone die zwischenzeitliche 10:0-Führung besorgte.

Die Titans, die erst am Morgen vom Tod ihres ehemaligen Mitspielers Rob Bironas erfahren hatten - der 36 Jahre alte Kicker war in der Nacht bei einem Autounfall ums Leben gekommen -, fanden nie zu ihrem Spiel und kamen erst sechs Minuten vor Schluss durch einen Lauf von Shonn Greene zu ihren einzigen Punkten.

Philadelphia Eagles - Washington Redskins 37:34

Mit einem wahren Offensivfeuerwerk und dem zweiten Drei-Punkte-Sieg in Folge haben die Philadelphia Eagles ihre weiße Weste bewahrt. Im Hassduell mit den Washington Redskins bewies Philly Comeback-Qualitäten und holte zum dritten Mal im dritten Spiel einen zwischenzeitlichen 10-Punkte-Rückstand auf.

Liga-Neuling Jordan Matthews legte mit zwei Touchdown-Catches eine starke Partie hin, für die entscheidende Szene sorgte aber Redskins-Kicker Kai Forbath. Bei einem Field-Goal-Versuch aus 33 Yards traf er nur die rechte Torstange. Es wäre die zwischenzeitliche 30:27-Führung zehn Minuten vor Ende gewesen. So legte Jeremy Maclin drei Minuten später das 34:27 für Philly vor.

Detroit Lions - Green Bay Packers 19:7

Ausgerechnet in dem zu erwartenden Offensivspektakel blieben die beiden Angriffslinien erstaunlich blass. Die Green Bay Packers kamen erstmals seit dem 12.Dezember 2010 nicht auf eine zweistellige Punkteausbeute. Gegner damals die Detroit Lions.

Die Partie war nicht das Spiel der Quarterbacks. Trotz der 19 Punkte zeigte Lions-Spielmacher Matt Stafford mit zwei Interceptions und einer Quote angekommener Pässe von unter 65 Prozent eine schwache Vorstellung, auf Green Bays Seite erreichte Aaron Rodgers mit nur 162 Yards Raumgewinn nicht annähernd Normalform.

Zwei Defensivaktionen, ein Touchdown nach einem Fumble und eine Safety, gaben schlussendlich den Ausschlag für die Lions.

Abgerundet wird der Spieltag mit dem Monday Night Game zwischen den New York Jets und den Chicago Bears.