Top-Talent Chase Young. - Bildquelle: imago images/Icon SMITop-Talent Chase Young. © imago images/Icon SMI

München - Am Ende spielt Chase Young wohl einfach auf der falschen Position. Defensive End. Schon mal gehört? Genau, Nick Bosa hat in der Saison 2019 bei den San Francisco 49ers bewiesen, wie wichtig ein Pass Rusher in der Defensive sein kann.

Er war das Herzstück, eine echte Rookie-Sensation. Aber "nur" der Nummer-zwei-Pick. Ähnlich ergeht es auch Young, der bei vielen Experten als bester Spieler des Draft gehandelt wird, als das größte Talent.

Selbstbewusstes Selbstverständnis

Er denkt das natürlich auch, dieses Selbstverständnis haben die Top-Talente. Er hält damit auch nicht hinter dem Berg. Auch das gehört vor einem Draft dazu. Wer es noch nicht mitbekommen hat, darf es gerne wissen: Er bringt das ganze Paket mit. Und wer es schon weiß, den kann man ja nochmal daran erinnern.

"Ich denke definitiv, dass ich der beste Spieler im Draft bin", sagte Young beim NFL Combine, wo er die Drills auslässt. Er zeigt sich erst beim Pro Day. "Ich glaube, ich habe es auf meinem Tape gezeigt. Ich glaube, ich habe es in jedem Spiel gezeigt. Ich denke definitiv, dass ich dieses Jahr mein Bestes gegeben habe. Zwei unserer besten Attribute sind harte Arbeit und Engagement, und ich werde die mit in die NFL bringen."

Seine 16,5 Sacks in der vergangenen Saison unterstreichen, dass er fraglos der beste Defensivspieler im Draft ist. In seinen drei Jahren an der Ohio State kam er auf 98 Tackles, 30,5 Sacks und neun forcierte Ballverluste. 

"Ich habe das Gefühl, dass ich alles kann. Ich werde alles tun, was ein Team von mir verlangt", sagte Young.

Young macht sich keine Sorgen

Doch trotz aller Qualität: Der allererste Pick geht wohl an Quarterback Joe Burrow. Der zweite schien lange für Young reserviert, was ein Engagement bei den Washington Redskins bedeuten würde. Oder?

Der neue Trainer Ron Rivera hat jetzt sowohl Burrow als auch Quarterback-Kollege Tua Tagovailoa zu den Redskins eingeladen. Die Signal Caller sind traditionell, aber vor allem auch in diesem Jahr, stark gefragt. Gut möglich ist es deshalb auch, dass ein anderes Team mit den Redskins einen Deal macht für den zweiten Pick.

"Ich mache mir keine großen Sorgen darüber, wer mich auswählt", sagte Young, als man ihn nach den Quarterback-Treffen in Washington fragte. Er wuchs in Maryland auf und schaute sich als Kind die Redskins an. Als Fan würde er sich nicht unbedingt bezeichnen, ein schöner Nebeneffekt wäre es aber allemal: "Ich habe das Gefühl, dass alles in Gottes Händen liegt, und wohin ich auch gehen soll, gehe ich hin."

Lob von McLaurin

Wide Receiver Terry McLaurin von den Redksins spielte am College sowohl mit Chase Young als auch mit Nick und dessen Bruder Joey Bosa zusammen.

Für ihn ist klar: "Ich hab alle drei spielen sehen und im College hatte ich immer das Gefühl, dass Chase der Produktivste von ihnen ist. Dabei will ich nichts gegen Nick oder Joey sagen, das soll nur zeigen, wie gut Chase sein kann." 

Auch wenn es wegen seiner Position für die Nummer eins am Ende vielleicht nicht reicht.

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