Früher Mannschaftskollegen, heute Gegner: Case Keenum (l) und Jared Goff - Bildquelle: ImagoFrüher Mannschaftskollegen, heute Gegner: Case Keenum (l) und Jared Goff © Imago

München / Denver - Die Denver Broncos straucheln. Die letzten drei Spiele hat die Mannschaft von General Manager John Elway verloren. Und die Aufgaben werden nicht einfacher: Am Sonntag wartet mit den Los Angeles Rams nämlich die wohl beste Mannschaft der NFL (ProSieben MAXX und ran.de übertragen live ab 22:05 Uhr).

ran.de stimmt auf dieses Duell ein. 

Die Vorgeschichte der Quarterbacks

"Wir wollen Goff, wir wollen Goff", schrien die Fans der Los Angeles Rams immer, wenn Case Keenum wieder einmal seine Pässe nicht an den Mann brachte. Es war die Saison 2016. Keenum ging als Starting-Quarterback in die Saison. Dass das lediglich ein vorübergehender Zustand sein würde, war spätestens klar, als die Rams sich im Draft 2016 an Stelle 1 hochtauschten und Jared Goff auswählten. "Ich wusste, dass sie jemanden draften würden. Ich war aber überrascht, dass sie so einen großen Trade gemacht haben", gab Keenum zu.

Für ihn war somit klar, dass seine Tage in Kalifornien gezählt sind. Nachdem Keenum in London gegen die New York Giants einen rabenschwarzen Tag erlebte, übernahm Goff das Zepter. Der Vertrag von Keenum lief zum Saisonende aus.

2017 trumpften dann beide groß auf: Goff führte die Rams mit einem beachtlichen Quarterback-Rating von 100,5 in die Playoffs. Keenum war in Minnesota eigentlich nur Backup, wurde aufgrund der Verletzung von Sam Bradford allerdings zum Starting-Quarterback befördert und führte Minnesota bis in das NFC Championship-Game.

Die Belohnung: In Denver erhielt der Passgeber einen Top-Vertrag über 36 Millionen Dollar für zwei Jahre.

Goff überzeugt, Keenum strauchelt

Bereits in der vergangenen Saison trafen die ehemaligen Konkurrenten aufeinander. Damals erwischte Keenum mit den Vikings den glücklicheren Tag. Und wer ist nun in besserer Form? Blickt man auf die Zahlen, ist Goff klar im Vorteil. Er führt mit 1727 Passing-Yards die Liga an und hat mit einem Wert von 119,7 hinter Drew Brees das zweitbeste Quarterback-Rating aller Starting-Quarterbacks.

Von solchen Zahlen kann Keenum nur träumen. Er warf bislang mehr Interceptions (7) als Touchdown-Pässe (5) und hat ein schwaches QB-Rating von 78,1. "Ich bin es müde, immer wieder zu sagen, dass wir nahe dran sind", sagt der Passgeber genervt. "Eigentlich müssten wir besser sein. Das fängt bei mir an. Wir haben so viele Waffen. Ich muss den Ball an die richtigen Stellen bringen."

Anderenfalls könnte Keenum bald ein Deja-vu erleben. Der "Mile High Report" spekuliert bereits, ob Keenum zur Nummer 2 degradiert werden könnte – genauso wie vor zwei Jahren in Los Angeles durch Jared Goff.       

Ausgangsposition Denver Broncos

Das Passspiel der Denver Broncos rangiert von den Yards auf Platz 18 der NFL. Besser funktioniert das Laufspiel: Durchschnittlich 137 Rushing-Yards pro Spiel sind der drittbeste Wert der Liga. Der ungedraftete Running Back Phillip Lindsay zählt zu den großen Entdeckungen dieser Saison.

Der Grund dafür, dass die Broncos die vergangenen drei Spiele allesamt verloren und somit eine 2-3 Bilanz vorzuweisen haben, ist eher in der Defense zu finden.

Pro Spiel lassen sie im Schnitt 395,8 Yards zu – Platz 26 in der NFL. Die Laufverteidigung ist sogar die drittschwächste der Liga. Erstrundenpick Bradley Chubb sagt: "Wir wissen, dass wir eine hart arbeitende Abwehr mit viel Talent sind. Das müssen wir nun aber auch den Anderen beweisen."

Ausgangsposition Los Angeles Rams

Die Laufverteidigung der Broncos erwartet eine schwere Aufgabe. Auf der anderen Seite wird nämlich Todd Gurley stehen – der bestbezahlteste und wohl auch vielseitigste Running Back der NFL. Er ist einer der Gründe dafür, dass die Rams mit durchschnittlich 468,4 Yards die beste Offense der NFL stellen. Das Passspiel rangiert auf Platz 2 der Liga, das Laufspiel auf Position 7.

Auch die Defense um die Tackle-Kolosse Aaron Donald und Ndamukong Suh sowie Star-Cornerback Marcus Peters weiß zu überzeugen. Die Defense steht auf Platz 9 der NFL, genauso wie die Passverteidigung. Die Laufverteidigung ist mit Platz 18 hingegen nur Durchschnitt.

Kurz gesagt: Die Rams sind ein Team ohne echte Schwäche. Das Resultat ist eine Zwischenbilanz mit fünf Siegen aus fünf Spielen. 

Bilanz

Die Rams und die Broncos trafen 13 Mal aufeinander. Acht Siege gingen an die Rams, unter anderem auch die letzten drei Begegnungen. Fünf Spiele gingen an die Broncos.

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