Wieder Ärger für Kicker Cody Parkey. - Bildquelle: imago/Icon SMIWieder Ärger für Kicker Cody Parkey. © imago/Icon SMI

München/Chicago - Wäre Cody Parkey in den Playoffs mal so treffsicher gewesen wie am vergangenen Freitag. Denn da latschte er zielsicher ins Fettnäpfchen.

Der Kicker, der in der Wild Card Round die Chicago Bears mit seinem verpatzten Field-Goal-Versuch fünf Sekunden vor dem Ende des Spiels gegen die Philadelphia Eagles (15:16) in Tal der Tränen geschossen hatte, trat bei der "Today Show" des US-Senders "NBC" auf.

Parkey spricht über Gefühle

Er gab dort fraglos ein gutes Bild ab, sprach über seine Gefühle nach dem verpatzten Kick, sagte, wie dankbar er seinen Teamkollegen für die Unterstützung sei, lobte die Bears, die Franchise sei wie eine Familie, sprach zudem darüber, wie viel Zuneigung er in den Tagen nach dem bitteren Playoff-Aus gespürt habe.

"Ich halte meinen Kopf hoch, wenn die Dinge nicht so laufen und ich denke weiter positiv", sagte er.

Head Coach Nagy fehlt das "Wir"

Bei den Bears-Verantwortlichen kam der Auftritt trotzdem nicht gut an. Stichwort Ego-Trip.

"Wir sprechen immer von 'Wir', nicht von 'Ich'. Wir sprechen immer als Team - wir gewinnen als Team, wie verlieren als Team", sagte Head Coach Matt Nagy und ergänzte: "Ich denke nicht unbedingt, dass das sehr viel 'Wir' war."

Auf die Nachfrage, ob der TV-Auftritt angemessen gewesen sei, wiederholte Nagy lediglich: "Nochmal, ich denke nicht, dass das sehr viel 'Wir' war." Er verriet zudem, dass Parkey beim Abschlussgespräch vor der Offseason der Bears nichts von dem Auftritt erzählt habe.

Vielleicht war es dem umstrittenen Kicker aber auch egal, wie die Bears reagieren. Weil er möglicherweise weiß, dass seine Tage in Chicago gezählt sind.

Das ließ General Manager Ryan Pace durchblicken. Die Kicker-Position sei einer der Schwerpunkte, um die sich die Bears kümmern wollen und müssen, wie Ryan verriet: "Wir wissen, dass wir auf dieser Position besser werden müssen. Die Liga ist so ausgeglichen, es gibt so viele enge Spiele, und die Kicker-Position ist kritisch. Das ist ein Bereich, auf dem unser Fokus liegt."

Konkret auf die Zukunft von Parkey angesprochen, sagte Ryan: "Das wird sich zeigen, wenn wir uns darum gekümmert haben."

Seit Jahren Kicker-Probleme

Ryan kümmert sich schon länger: Bereits seit der Trennung von Bears-Legende Robbie Gould 2016 sucht die Franchise nach einem geeigneten Nachfolger. Bislang vergeblich.

Das Problem: Eine Trennung von Parkey könnte teuer werden. Laut "Over The Cap" bliebe nach einem Abgang vor dem 1. Juni ein Dead Cap in Höhe von 5,1 Millionen Dollar, nach dem 1. Juni immerhin noch vier Millionen.

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