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Die Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Deshaun Watson werden immer lauter. Mehr als 22 zivilrechtliche Klagen sind bereits eingegangen. Die Chronik der Ereignisse.

+++ 14. Mai: Anwalt von Deshaun Watson schließt außergerichtliche Einigung aus +++

Vor wenigen Tagen hatte Rechtsanwalt Tony Buzbee öffentlich klargestellt, dass seine 22 Klientinnen, die Deshaun Watson der sexuellen Belästigung beschuldigen, eine außergerichtliche Einigung ausschließen. Nun meldete sich Rusty Hardin, der Anwalt des Quarterbacks, zu Wort und erklärt eine völlig andere Sichtweise.

In einer öffentlichen Erklärung heißt es: "In einem kürzlich veröffentlichten Interview hat Herr Buzbee erklärt, dass 'eine Einigung nicht stattfindet'. Wir sind uns sicher einig, dass derzeit keine Vergleichsverhandlungen geführt werden. Obwohl wir Herrn Buzbee nie wegen einer Einigung angesprochen haben, kam er in der Vergangenheit mehrfach mit der Möglichkeit einer Einigung auf uns zu. Wir haben die ganze Zeit klargestellt, dass es keine Einigung geben würde, wenn die Bedingungen nicht veröffentlicht werden und alle Teilnehmer nicht jederzeit zu ihrer eigenen Verteidigung sprechen dürfen. Wir wollen, dass keiner der Beteiligten – die Klägerinnen oder Herr Watson – durch einen Vergleichsvertrag mundtot gemacht wird. Herr Buzbee empfindet das nicht so."

Heißt also: Der Anwalt von Watson behauptet, dass die Gegenseite einen gerichtlichen Vergleich angestrebt und darauf bestanden hätten, dass keine Details an die Öffentlichkeit geraten. Dies würde den üblichen Ablauf völlig auf den Kopf stellen. Normalerweise ist es nämlich so, dass der Beklagte um Vertraulichkeit bittet und dafür bezahlt.

Weiter schreibt Hardin: "Ich bin ein wenig belustigt, wenn Herr Buzbee pikant verkündet, dass seine Mandanten keinen Vergleich möchten und wollen, dass ihre Fälle vor Gericht verhandelt werden. Die Tatsache, dass diese ganze Sache mit seinem Versuch begann, Geld zu erpressen und einen Gerichtsprozess zu vermeiden, zeigt, dass das nicht frei von Ironie ist. Ich denke, die Ironie wurde gerade auf ein neues Niveau gehoben."    

Da eine außergerichtliche Einigung offenbar von beiden Seiten ausgeschlossen wird, scheint ein Gerichtsprozess unvermeidbar zu sein. Laut Mark Bermanvon Fox 26 hätten sich bereits vier der anklagenden Frauen mit der NFL-Chefermittlerin Lisa Friel getroffen, mindestens doppelt so viele hätten einen Termin beim Houston Police Department gehabt.  

+++ 3. Mai: Watson-Trikot um 50 Prozent reduziert - weiteres Anzeichen für Saison-Aus? +++

Um ein mögliches Saisonaus für Deshaun Watson gibt es möglicherweise neue Gerüchte. Wie nun bekannt wurde, bietet ein Fan-Shop in Sugar Land das Trikot des Quarterbacks mittlerweile zum halben Preis an.

Da Fan-Shops oftmals über Insider-Informationen verfügen, könnte dies als mögliches Anzeichen gewertet werden, dass Watson in der Saison 2021 tatsächlich nicht spielen wird. Zuletzt erklärte NFL-Boss Roger Goodell bereits, dass dem Texans-Star wegen Verstößen gegen den Verhaltenskodex der Liga eine Sperre drohe. (siehe Eintrag vom 2. Mai)

+++ 2. Mai: Watson könnte wohl die komplette Saison 2021 verpassen +++

In NFL-Kreisen wird erwartet, dass Texans-Quarterback die kommende Spielzeit komplett aussetzen muss. Das berichtet "ESPN": "Es gibt einige Verantwortliche, die glauben, dass Watson in dieser Saison nicht spielen wird. Sie glauben, dass seine Karriere bei den Texans vorbei ist."

Für Letzteres spricht die Tatsache, dass die Texans im Draft in der dritten Runde einen Quarterback ausgewählt haben. Mit dem insgesamt 67. Pick sicherte sich Houston die Dienste von Davis Mills von der Stanford University.

NFL-Boss Roger Goodell ließ am Donnerstag bereits durchblicken, dass Watson aufgrund von Verstößen gegen den Verhaltenskodex der Liga eine Sperre droht. "Natürlich verfolgen wir die Situation um Deshaun Watson. Im Sinne unseres Verhaltenskodexes werden wir einige wichtige Schritte einleiten. Wenn es soweit ist, werden wir sicher zu einer Entscheidung gelangen."

+++ 25. April: "Für niemanden ist die Sache gut" - NFL äußert sich +++

In Person des leitenden Vizepräsidenten Troy Vincent äußert sich erstmals ein NFL-Offizieller zu den Vorwürfen gegen Texans-Quarterback Deshaun Watson. "Ich bete für den jungen Mann, wenn ich ehrlich bin", erklärte Vincent gegenüber "FOX": "Ich bete für ihn und die jungen Damen, die vorgetreten sind. Das ist für keinen angenehm", sagte er weiter.

Aus Sicht der Liga ist es der richtige Ansatz, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und die Situationen einzeln zu bewerten: "Das ist eine delikate Angelegenheit. Man muss sicher gehen, dass egal bei Kläger oder Angeklagten, egal ob Täter oder Opfer, immer ein Prozess zur Wahrheitsfindung stattfindet", so der ehemalige Cornerback. 

"Wir haben aus der Vergangenheit gelernt, dass man die gerichtlichen Prozesse abwarten und für sich selbst sprechen lassen muss. Erst dann kann Lisa Friel (Stellvertretende Leiterin interner Ermittlungen bei der NFL, Amn. d. Red) ihre Arbeit erledigen und eine Empfehlung an das Büro des Commissioners abgeben", erklärte er weiter. 

Noch ist unklar, ob Watson unabhängig vom jeglichem Ausgang der Fälle vor Gericht eine Strafe seitens der NFL droht. Commissioner Roger Goodell könnte Watson auf die sogenannte "Commissioner Exempt"-Liste setzen und ihn für unbestimmte Zeit vom Spielbetrieb ausschließen. 

+++ 23. April: Beweise zerstört? Anwälte beschuldigen sich gegenseitig+++

Nächste Runde im Streit zwischen dem Anwalt von Deshaun Watson und dem der Klägerinnen. In einer Konferenz hat Jurist Rusty Hardin, der den Spielmacher vertritt, der Gegenseite laut "FOX 26" vorgeworfen, Beweise zerstört oder verändert zu haben.

Der Verteidiger der Masseurinnen bestritt dies und beschuldigte Hardin im Gegenzug, die Behauptung nur aufgestellt zu haben, um in die Schlagzeilen zu kommen. Zudem warf er Watson vor, Instagram-Nachrichten an die Klägerinnen gelöscht zu haben.

Sollten Beteiligte wirklich Beweise zerstört haben, liegt es nun im Ermessen des Richters, die Vorgänge zu sanktionieren.

+++ 20. April: Zwei Klägerinnen stimmen Treffen mit der NFL zu +++

Es geht hin und her zwischen dem Anwalt von Deshaun Watson und dem der Klägerinnen. Nachdem der Verteidiger des Quarterbacks angebliche Lügen und Falschdarstellungen der Masseurinnen entlarvt haben will, berichtet der Sender "FOX 26" nun, dass sich mindestens zwei der betroffenen Frauen mit der NFL treffen wollen.

Demnach werden die Gespräche per Videokonferenz stattfinden. Die Liga hat diesbezüglich nun noch einmal deutlich gemacht, mit allen 22 Anklägerinnen persönlich sprechen zu wollen, zwingen können sie die Damen aber nicht. 

Für die NFL sind die Gespräche mit den mutmaßlichen Opfern von großer Bedeutung, hat die Liga doch eine interne Ermittlung gegen Watson eingeleitet, um ihn fernab von allen strafrechtlichen Maßnahmen gegebenenfalls intern zu sanktionieren.

+++ 19. April: Anwalt will "betrügerische" Klägerinnen entlarvt haben +++

Der Rechtsanwalt von Deshaun Watson, Rusty Hardin, hat eine detaillierte Antwort auf alle gegen seinen Mandanten erhobenen Klagen abgegeben. In seinem Schriftstück heißt es, die Verteidigung des Texans-Spielmachers habe "bereits Beweise aufgedeckt, dass zahlreiche Behauptungen einfach nicht wahr oder korrekt sind". Die Behauptungen der Masseurinnen reichen demnach von "irreführend, über betrügerisch bis hin zu verleumderisch."

In einer Auflistung schreibt der Watson-Anwalt unter anderem, dass acht Klägerinnen "damit geprahlt, ihn gelobt und sich darüber gefreut haben", Deshaun Watson zu massieren. Des Weiteren sollen sieben Frauen auch nach den angeblichen Vorfällen mit ihm gearbeitet, oder ihm zumindest eine weitere Zusammenarbeit angeboten haben. Drei weitere hätten derweil über die Anzahl der Sitzungen gelogen, die sie mit Watson hatten. 

Fünf Frauen sollen zudem gegenüber anderen Personen erzählt haben, dass sie Geld von Watson bekommen wollen. Und eine Masseurin soll den Spielmacher nach der angeblichen Tat sogar zu sich nach Hause eingeladen haben, um den Rest der Behandlung dort fortzuführen.

"Erst als die Klägerinnen eine Gelegenheit zur Geldbeschaffung sahen, änderten sie ihre Geschichten, um Therapiesitzungen, mit denen sie vor Freunden und Familie prahlten, in etwas viel Ruchloseres umzuwandeln", heißt es in dem Statement.

+++ 17. April: Texans-GM Caserio äußert sich +++

Nick Caserio, General Manager der Houston Texans, hat erstmals auf einer Pressekonferenz zu den Anklagen gegen Quarterback Deshaun Watson Stellung genommen. "Das Team respektiert den laufenden Prozess. Das haben wir auch schon in einem Brief (am 6. April, Anm. d. Red.) kommuniziert, dem ist nichts mehr hinzuzufügen", so der 45-Jährige.

Demnach konzentrieren sich die Verantwortlichen der Franchise auf die Planungen für die anstehende Offseason und den Draft. "Wir werden uns nicht an Spekulationen beteiligen. Wir fokussieren uns auf die Planung der Offseason und bereiten uns auf den Draft vor. Wir konzentrieren uns auf die Dinge, die wir beeinflussen können", schloss der GM seine Ausführungen ab.

+++ 14. April: Erste Klage wird vorerst fallengelassen +++

Deshaun Watson sieht sich vorerst einer Klage weniger ausgesetzt. Wie "ESPN" berichtet, wurde eine Klage gegen den Quarterback der Houston Texans zurückgezogen. Als Grund für diese Entscheidung werden Sorgen um die Privatsphäre und Sicherheit der Klägerin angegeben.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein zuständiges Gericht dem Dringlichkeitsantrag von Watsons Anwalt nachgegeben, die Anonymität der 22 Klägerinnen aufzuheben. 

Die Anklage ist damit allerdings keinesfalls vom Tisch, vielmehr hat die Klägerin zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit, ihren Fall erneut einzureichen. Vorher müssten die erklärten Bedenken der Frau aus dem Weg geräumt werden.

+++ 10. April: Watson-Anwalt gibt Sex zu - die Gegenseite attackiert ++

Der Anwalt von Deshaun Watson, Rusty Hardin, hat auf einer Pressekonferenz zugegeben, dass sein Mandant bei einigen Massagen "einvernehmlichen" Sex mit den Masseurinnen hatte. Diese Aussage veranlasste nun den Jurist der Gegenseite zu einer erneuten Reaktion.

Via Social Media sprach Tony Buzbee seinem Kollegen Hardin zwar den größten Respekt aus, wunderte sich aber über dessen Aussagen.

"Er hat heute eingeräumt, dass sein Mandant zwei bis drei Massagen pro Woche bekommt - das entspricht mehr als 150 Massagen pro Jahr. Und das unabhängig von den Texans, die ebenfalls Trainer und Massagetherapeuten haben", so der Jurist.

"Laut Herrn Hardin hat sich Watson diese Frauen über soziale Medien, insbesondere Instagram, ausgesucht. Die meisten, wenn nicht alle der verschiedenen Frauen, hat Watson per Direktnachricht kontaktiert. Ich denke, wir können alle zustimmen, dass das ein bisschen seltsam ist."

Zudem erklärte Buzbee, dass die sexuellen Handlungen mit seinen Mandantinnen keinesfalls "einvernehmlich" waren.

+++ 9. April: Sieg vor Gericht - keine Anonymität für die Klägerinnen +++

Erster kleiner Sieg für Deshaun Watson: Ein Gericht hat entschieden, dass der Quarterback der Houston Texans das Recht hat, die Identität einer der Frauen zu erfahren, die ihn der sexuellen Nötigung bezichtigt. Watsons Anwalt Rusty Hardin hatte den Dringlichkeitsantrag gestellt.

Das Gericht legte fest, dass die als "Jane Doe" auftretende Klägerin die Klage unter ihrem wirklichen Namen neu einreichen muss. Die Richterin kam in einer Eil-Anhörung zu der Entscheidung, dass die Klage nicht die Voraussetzung in Texas für eine Anonymität der Frau erfüllt. 

Ein weiterer Richterspruch an diesem Tag führte dazu, dass weitere Frauen ihre Identität preisgeben mussten - insgesamt werden 13 der 22 Klägerinnen bekannt. Zudem verständigten sich die Anwälte darauf, einen 14. Namen zu veröffentlichen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren nur zwei Klägerinnen öffentlich bekannt gewesen, die Watson beschuldigen.

Der Anwalt der Frauen, Tony Buzbee, hatte zuvor argumentiert, dass die Veröffentlichung der Namen zu Morddrohungen führen könnte, wie es bei Ashley Solis der Fall sein soll, deren Name in dieser Woche bereits publik wurde.

Aber: Neun Frauen haben sich inzwischen bei einer weiteren Anhörung freiwillig dazu bereit erklärt, ihre Namen zu nennen. Sie hätten sich von Solis ermutigt gefühlt, sagte Buzbee. 

Watsons Verteidiger hatte vor der Anhörung erklärt, es sei dem Quarterback nicht möglich, auf alle 22 Klagen separat zu reagieren, wenn er nicht einmal weiß, welche Frauen ihn überhaupt anklagen. Eigenen Angaben zufolge kennt Hardin bislang insgesamt nur zwei von 22 Namen der Massagetherapeutinnen, die den Quarterback sexueller Übergriffe beschuldigen.

+++ 8. April:  Dringlichkeitsantrag! Watson-Anwalt will Frauen identifizieren +++

Nächste Runde im Fall Deshaun Watson. Wie dessen Anwalt Rusty Hardin nun in einem Statement mitgeteilt hat, drängt der Jurist das Gericht via Dringlichkeitsverfahren, die Namen der Klägerinnen bekanntzugeben. Hardin hat einen solchen Antrag zwar erst für eine Klägerin eingereicht, beabsichtigt aber, dies bei allen anderen ebenfalls zu tun.

Nach Meinung des Verteidigers ist es Watson demnach nicht möglich, auf alle 22 Klagen separat zu reagieren, wenn er nicht einmal weiß, welche Frauen ihn überhaupt anklagen. 

"Durch das Spektakel der letzten Wochen war Herr Watson nicht in der Lage, sich angesichts der überwältigenden nationalen Medienberichterstattung verantwortungsvoll zu verteidigen", erklärte Hardin. Der Verteidiger kennt eigenen Angaben zufolge nur zwei von 22 Namen der Massagetherapeutinnen, die den Quarterback sexueller Übergriffe beschuldigen.

Bereits am Freitag, 9. April findet in einem der Fälle eine Anhörung statt.

+++ 8. April: Weitere Sponsoren trennen sich von Watson +++

Nach "Nike" haben sich wohl weitere Sponsoren vom NFL-Star Deshaun Watson getrennt. Wie "ESPN.com" berichtet, hat "Beats by Dre" die Zusammenarbeit mit Watson beendet. Selbiges trifft auf den Energieversorger "Reliant Energy" zu, der zudem die Namensrechte am Stadion der Texans hält. 

Das Einzelhandelsunternehmen "H-E-B" verkündete in einem offiziellen Statement, dass die Zusammenarbeit mit Watson bereits 2020 zu Ende ging und keinerlei weitere Kooperation mit dem Texans-Star geplant sei. 

+++ 7. April: "Nike" setzt Zusammenarbeit mit Watson aus +++

"Nike" legt die Zusammenarbeit mit Deshaun Watson mit sofortiger Wirkung auf Eis. Dies gab der Sportartikelhersteller in einem offiziellen Statement bekannt.

"Wir sind sehr besorgt wegen der beunruhigenden Anschuldigungen und haben die Zusammenarbeit mit Deshaun Watson ausgesetzt. Wir werden die Situation weiterhin genau verfolgen", so der Wortlaut.

Watson war seit dem Beginn seiner NFL-Karriere im Jahr 2017 von dem US-Unternehmen gesponsert worden.

+++ 7. April: Zwei Frauen äußern sich öffentlich - Anwalt sieht mögliche Teilschuld bei den Texans  +++

Insgesamt 22 Anklagen der sexuellen Belästigung liegen gegen Deshaun Watson vor. Erstmals sind nun zwei Frauen an die Öffentlichkeit getreten. Im Rahmen einer Pressekonferenz erzählte Ashley Solis unter Tränen: "Ich suche Gerechtigkeit nicht nur für mich, sondern für alle. Hier geht es darum, dass meine Stimme gehört wird." 

Solis war die erste Frau, die am 16. März 2021 eine Anklage gegen den Quarterback erhob. In ihrem Statement bekräftigte sie ihre Anschuldigungen und sagte: "Deshaun Watson ist mein Angreifer und mein Peiniger. Deshaun Watson hat mich am 30. März 2020 in meinem eigenen Haus angegriffen und belästigt, als ich das tat, was ich als eine normale Massage empfand."

In Lauren Baxley äußerte sich ein weiteres Opfer und nannte Watson in einem Brief ein "Raubtier mit Macht". Beide beschuldigen den 25-Jährigen, sie während der Massage mehrfach mit seinen Genitalien berührt zu haben. 

Zudem äußerte der Anwalt der Anklägerinnen, Tony Buzbee, erste Bedenken über eine mögliche Teilschuld der Houston Texans. Buzbee erklärte, dass Watson von der NFL-Franchise Empfehlungen für Massagetherapeuten erhielt und einen Massagetisch vom Team auslieh. Deshalb hätten die Texans, "die Pflicht, einige Fragen zu stellen."

+++ 6. April: Texans-Besitzer schaltet sich ein +++

Seit Wochen stehen schwere Vorwürfe gegen Deshaun Watson im Raum. Sein Team, die Houston Texans, haben sich bislang kaum dazu geäußert. Nun hat sich Owner Cal McNair mit einem Brief, der im "Houston Chronicle" veröffentlicht wurde, an die Dauerkarteninhaber gewandt.

"Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um auf die Beschwerde bei der Polizei von Houston und die Anschuldigungen in den Zivilklagen gegen Deshaun Watson einzugehen", heißt es in dem Brief. "Wir möchten Ihnen versichern, dass wir diese Anschuldigungen sehr ernst nehmen. Wir respektieren den rechtlichen Prozess und werden die Situation weiterhin genau beobachten", so der Besitzer.

Zudem erklärte McNair, dass das Team über jede Form von Missbrauch "zutiefst beunruhigt" sei und jedem Menschen gegenüber Respekt gewährleisten will.

Zur Frage, wie es mit Watson bei den Texans weitergeht, äußerte sich der Owner nicht. Dies ist bei mehr als 20 Zivilklagen und der inzwischen eingeleiteten strafrechtlichen Untersuchung aber auch nicht abschätzbar.

+++ 6. April: Amateur-Masseurin klagt Watson an +++

Nächstes Kapitel im Fall Deshaun Watson: Nun ist die nächste Klage gegen den Quarterback der Houston Texans eingegangen. Die namentlich nicht genannte Frau behauptet darin, vom Sportler im vergangenen November auf Instagram angeschrieben worden zu sein. Watson fragte bei ihr nach einer Massage an. Bei einem Treffen sei sie dann bedrängt worden.

Zunächst hatte sie versucht, Watson an einen lizensierten Massagetherapeuten zu verweisen, dies lehnte er jedoch ab und es kam zu einem Treffen. Laut Aussage der Frau habe sie die Massage abrupt abgebrochen, nachdem der Spielmacher versucht haben soll, ihre Hand auf seinen Penis zu legen.

Laut Klage soll der 25-Jährige ihr 250 Dollar gezahlt, und verlangt haben, dass sie eine Geheimhaltungsvereinbarung unterschreibt.

+++ 3. April: Polizei nimmt Ermittlungen auf +++

Die Polizei in Houston hat strafrechtliche Ermittlungen gegen Deshaun Watson aufgenommen.

"Eine Klägerin hat eine Anzeige beim Houston Police Department Deshaun Watson betreffend gestellt. Wie es bei allen Beschuldigungen ist, leitet das Houston Police Department Ermittlungen ein, wird sich dazu aber während der Ermittlungen nicht weiter äußern", heißt es in der Erklärung.

+++ 1. April: Masseurinnen stehen Watson zu Seite +++

Seit mehr als zwei Wochen sieht sich Deshaun Watson mit einer Welle an Anschuldigungen konfrontiert. Inzwischen haben 21 Massage-Therapeutinnen eine Klage gegen den Texans-Quarterback eingereicht. Dieser erhält nun aber Unterstützung - und zwar von anderen Frauen.

18 weitere Masseurinnen haben dem Anwalt des Spielmachers Zitate zur Verfügung gestellt, in denen sie bekräftigen, dass sich Watson ihnen gegenüber stets korrekt verhalten habe. Zudem kritisieren die Frauen die alle ihren richtigen Namen veröffentlicht haben, die Klägerinnen und fordern diese heraus.

"Einige dieser Anschuldigungen sind so lächerlich. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er eines dieser Dinge getan hat", erklärte beispielsweise die Therapeutin Myah Roberson. Ihre Kollegin Kaleigh Galindo sagte: "Er war in jeder Sitzung respektvoll. Er war immer gastfreundlich und kommunizierte, um sicherzustellen, dass ich mich immer wohl und sicher fühlte."

+++ 31. März: Anwalt der Klägerinnen will nicht mit Polizei zusammenarbeiten +++

Entgegen früherer Angaben will Anwalt Tony Buzbee nun doch keine Informationen und Beweise mit der Polizei von Houston teilen. Dies gab der Anwalt der Klägerinnen via Instagram bekannt. 

Die Vorgehensweise würde dabei besonders in Verbindung mit der persönlichen Vergangenheit Buzbees stehen. So wirft er der Polizei von Houston vor, sie könnte in diesem Fall nicht neutral handeln: "Als ich bei der Bürgermeisterwahl angetreten bin, habe ich den Rücktritt des aktuellen Polizeichefs gefordert", erklärte Buzbee. 

"Ich habe erfahren, dass der Sohn des gegnerischen Anwalts, Mr. Hardin, im Kommandostab der Polizei in Houston sitzt", fuhr er fort: "Ich will natürlich nicht sagen, dass er diesem Fall im Weg stehen würde, meine Klienten und ich werden uns aber an einer anderen Stelle an die Behörden wenden", so Buzbee. 

Solange der Polizei keine Anhaltspunkte eines Verbrechens vorliegen, bleiben die Fälle weiter Zivilklagen gegen Watson, die, falls vorher nicht durch eine außergerichtliche Vereinbarung geklärt, den normalen Verlauf im amerikanischen Justizsystem nehmen. Erst mit ausreichenden Beweisen könnte auch seitens der Polizei gegen Watson ermittelt werden. 

+++ 30. März: Texans-GM Caserio äußert sich zu Vorwürfen - neuer Bericht belastet Watson zusätzlich +++ 

Nick Caserio hat sich erstmals zu den schweren Vorwürfen gegen Deshaun Watson geäußert. Im offiziellen Podcast der Houston Texans gab der General Manager an, "respektvoll mit der Thematik" umgehen zu wollen. Es handele sich schließlich um ein laufendes Verfahren.

"Wir nehmen die Vorwürfe auf jeden Fall sehr ernst. Die diskutierten Anschuldigungen sind äußerst beunruhigend. Als Organisation können wir das nicht dulden. Trotzdem überlassen wir es den Behörden, die Sache zu klären", sagte Caserio.

Beim letzten Mal, als sich Caserio zum Fall Watson geäußert hat, stellte er klar, seinen wechselwilligen Quarterback nicht traden zu wollen. Etwaige Trade-Gerüchte rücken nun allerdings in den Hintergrund. Ein neuer Bericht von "Sports Illustrated" trägt weiter dazu bei.

Bericht von "Sports Illustrated" beschreibt Watsons Vorgehensweise

Dort wird Watson zusätzlich belastet. Eine Masseurin aus Houston hat mit dem Magazin gesprochen und detailliert beschrieben, wie ihr Massage-Termin mit dem Texans-Star ablief. Erwähnenswert ist dabei, dass die Frau nicht zu den Klägerinnen des diskutierten Anwalts Tony Buzbee gehört. Sie stehe stattdessen mit einem anderen Anwalt für Zivilrecht in Kontakt und untersuche noch ihre Optionen, heißt es. Vielmehr wolle sie Aufklärung betreiben und andere Masseurinnen vor ähnlichen Verhaltensweisen von anstößigen Kunden schützen. 

Unter anderem beschreibt die sogenannte Mary - der Name der Frau wurde im Bericht als Schutzmaßnahme abgeändert - dass Watson während des Termins sein Handtuch auf den Boden geschmissen und sich somit entblößt hätte. Sowas hätte sie in ihrer Karriere noch nicht erlebt, betonte sie. Watson erklärte angeblich, das Tuch würde ihn jucken. 

Im weiteren Verlauf der Massage soll der nackte Quarterback eine Erektion bekommen haben. Dies sei zwar nicht ungewöhnlich, jedoch hätte Watson, anders als andere Kunden, keinerlei Scham empfunden. Stattdessen hätte er angefangen, "sein Becken langsam in die Luft zu stoßen", sagte sie.

Watson soll Becken mehrfach in die Luft gestoßen haben

"An einem Punkt sagte er mir sogar, dass ich seinen Penis bewegen könne, wenn ich es denn müsste. Ich habe das ignoriert", sagte sie. Für die Masseurin sei dies ein Hinweis darauf gewesen, dass er wolle, dass sie sein Gemächt berühre. 

Kurz vor Ende des Termins habe er erneut sein Becken in die Luft gestoßen, diesmal in schnelleren Abständen. Daraufhin habe ihm "Mary" gesagt, er solle sich beruhigen. Nach der Massage habe sie den Raum verlassen und Watson habe sich wieder angezogen. Ob die Vorwürfe stimmen und tatsächlich unabhängig von den Klagen gegen Watson erhoben werden, ist natürlich nicht sicher. Der Quarterback hat sich jedenfalls noch nicht dazu geäußert.

Watson: Masseurin fordert Entschuldigung

"Sports Illustrated" sollen lediglich Auszüge aus Instagram-Nachrichten vorliegen, in denen Watson der Masseurin anschließend mehrfach geschrieben hat. So habe er nach weiteren Terminen gefragt. Nach ausdrücklichen Hinweisen darauf, dass die nächsten Termine nur bedeckt durchgeführt werden können und nichts über einer normale Massage hinaus passieren würde, habe er jedoch von einer Buchung abgesehen.  

"Es gibt so viele Menschen, die gegen uns sind und sagen: 'Warum sollte er das tun? Es gibt keine Gründe. Er hat eine wunderschöne Freundin. Er hat dies und das.' Das ist alles wahr, jedoch bildet Berühmtheit nicht den Charakter", so Mary in dem Bericht.

Sie erwarte nun eine ehrliche Entschuldigung an die gesamte Branche. Watson hat bislang sämtliche Vorwürfe bestritten. Entschuldigungen gab es dementsprechend noch nicht. 

+++ 29. März: Watson soll die Klägerinnen via Instagram kontaktiert haben +++

Einige Tage war es ruhig um Deshaun Watson. Nun folgen die nächsten Anklagen. Laut "ESPN" sind am Sonntag drei neue Klagen gegen den Quarterback eingegangen. In einer wird Watson beschuldigt, in den letzten Tagen zahlreiche Instagram-Nachrichten vorsätzlich gelöscht zu haben. 

Zudem soll Watson die Anklägerinnen per Nachricht kontaktiert haben, um die Fälle außergerichtlich zu begleichen. 

Über seinen Anwalt ließ der 25-Jährige verlauten, seit Beginn der Vorwürfe keine Nachrichten auf Instagram gelöscht zu haben. Dass Watson die Frauen kontaktierte, entspräche ebenfalls nicht der Wahrheit. 

Insgesamt wurden nun bereits 19 Klagen wegen sexueller Belästigung gegen Watson eingereicht. 

+++ 24. März: Opfer-Anwalt reagiert mit neuer Ankündigung +++

Nächste Runde im Fall Deshaun Watson. Nach den Aussagen von Watson-Anwalt Rusty Hardin hat sich wieder der Rechtsberater der Klägerinnen zu Wort gemeldet. "Angebliches sexuelles Fehlverhalten ist ernst", schrieb Tony Buzbee bei Facebook. "Der Versuch, diejenigen zu kriminalisieren oder zu minimieren, die sich äußern oder einen Schritt nach vorne machen, ist falsch."

Laut Buzbee könne Watson ob der vielen Massage-Sessions, die er sich genehmigt haben soll, ohnehin nicht mehr den Überblick behalten. "Ich kann Ihnen nicht sagen, wie viele Leute sich gemeldet haben, um ähnliches Verhalten zu melden oder Informationen zu liefern. Diese Informationen werden veröffentlicht, in öffentlichen Akten - nicht in den Medien", so der Jurist weiter.

Demnach habe Watson vor mehreren "Massagesitzung" darauf bestanden, dass die zuständigen Masseurinnen eine Geheimhaltungsvereinbarung unterschreibt. Kopien der Dokumente will Buzbee in einer Erklärung veröffentlichen.

+++ 24. März: Erpressung? Darum zweifelt Watsons Anwalt die Klagen an +++

Nun hat sich auch Rusty Hardin, Anwalt von Deshaun Watson, ausführlich zu den Vorwürfen gegen seinen Mandanten geäußert. In einer detaillierten Erklärung führte er aus, dass er stark an den Anschuldigungen der Masseurinnen zweifelt.

Der Grund: Eine der betreffenden Damen hat laut des Juristen im Januar versucht, den Quarterback zu erpressen. Demnach wollte sie 30.000 Dollar für ihr "unbestimmtes Schweigen" zu einer Begegnung, die sie selbst als "einvernehmlich" bezeichnete. Dies stelle auch die Rechtmäßigkeit der anderen Fälle in Frage.

Im Statement führte Hardin zudem aus, dass ihn vor allem die "zirkusähnliche" Präsentation der Vorwürfe durch den gegnerischen Anwalt sehr störe, weil diese weder den möglichen Opfern gegenüber angemessen sei, noch fair gegenüber dem Beschuldigten.

"Darüber hinaus macht die Taktik, unsere Bitten um vertrauliche Bekanntgabe der Namen der Kläger abzulehnen, damit wir ihre Ansprüche vollständig untersuchen können, die Aufdeckung der Wahrheit extrem schwierig. Anonymität ist oft als Schutzschild für die Opfer notwendig, aber der gegnerische Anwalt hat sie als Schwert benutzt, um Deshaun öffentlich zu demütigen, bevor der Wahrheitsfindungsprozess überhaupt beginnen kann", so Hardin.

+++ 23. März: Weitere Klagen öffentlich +++

Die Anzahl der Klagen gegen Deshaun Watson wird immer größer. Inzwischen sind drei weitere gegen der Quarterback der Houston Texans eingegangen.

Bereits am Montagabend wurde die 14. Klage eingereicht, am Dienstag folgten zwei weitere, die inzwischen auf der Website des Harris County District Clerks zu finden sind.

+++ 22. März: Angekündigte 13 Klagen eingegangen +++

Wie von Rechtsanwalt Tony Buzbee am Freitag angekündigt, sind nunmehr 13 Klagen durch von ihm vertretene Frauen gegen Deshaun Watson anhängig. Das berichtet Aaron Wilson von "The Baltimore Sun".

Der Quarterback der Houston Texans hatte alle Vorwürfe von Anfang an bestritten. Derweil deutete der Jurist an, dass weitere Klagen möglich seien.

+++ 22. März: Letzter Fall passierte wohl erst in diesem Monat +++

Es geht weiter Schlag auf Schlag. Einem "ESPN"-Bericht zufolge ist die Zahl der Klagen gegen Deshaun Watson bereits auf elf in die Höhe geschnellt, womit allein an diesem Montag vier dazugekommen wären. Ein Fall der sexuellen Belästigung soll sich erst im März zugetragen haben.

Die Massage-Therapeutin wirft dem Quarterback der Houston Texans demnach vor, sich vor ihr komplett entbößt und sie mit seinem Penis berührt zu haben. Weitere Vorkommnisse sollen sich im Januar respektive im vergangenen Sommer zugetragen haben. Unter anderem wird Watson vorgeworfen, von einer der Frauen Oralsex eingefordert zu haben.

+++ 22. März: Weitere Klagen gegen Watson - es könnten noch viel mehr werden +++

Gegen Deshaun Watson sind zwei weitere Zivilklagen eingegangen, wie Aaron Reiss von "The Athletic" twitterte. Demnach sei diese Zahl nun auf neun angestiegen. Rechtsanwalt Tony Buzbee erwartet laut eigener Aussage zwölf Klagen, zudem stehe er mit mindestens zehn weiteren mutmaßlichen Opfern in Kontakt.

+++ 21. März: Anwalt Tony Buzbee plant Beweise einzureichen +++

Die Anklagen gegen Deshaun Watson werden konkreter. Am Montag plant Rechtsanwalt Tony Buzbee mehrere Beweise sowie eidesstattliche Erklärungen bei der Polizei und dem Staatsanwalt der Stadt Houston einzureichen. Das gab der Vertreter der mittlerweile zwölf Klägerinnen via Instagram bekannt. 

Zudem werde Buzbee beantragen, dass eine "Grand Jury", also eine Gruppe von Geschworenen, die vorgelegten Beweise prüfen soll. 

+++ 19. März: Zwölf Frauen klagen Watson an - Anwalt bereitet Material für Polizei vor +++

Wie Rechtsanwalt Tony Buzbee auf einer Pressekonferenz bekannt gab, hat sich die Zahl der Klägerinnen - die Deshaun Watson sexuelle Belästigung vorwerfen - auf insgesamt zwölf Frauen erhöht. Zudem hätten ihn zehn weitere Frauen mit ähnlichen Geschichten kontaktiert. 

So seien ein Großteil der Klägerinnen professionell im Bereich der Reha und Physiotherapie tätig und hätten im vergangenen Jahr mit Watson im Rahmen von Massage-Terminen zusammengearbeitet. Buzbee gab weiter an, dass Watson in den einzelnen Fällen die Situation ausgenutzt habe und nicht auf die Ablehnungsversuche der Frauen eingegangen sei. 

"Ich wollte auf jeden Fall sicher gehen, dass die Vorwürfe plausibel klingen und wahr sind", sagte der Rechtsanwalt über die Vorwürfe der ersten Klägerin: "Wenn ich ehrlich bin, sie ist eine sehr tapfere Person, es klingt richtig, was sie sagt", so Buzbee weiter.

Weiterhin handelt sich bei den Vorwürfen gegen Watson um Zivilklagen. So sei Buzbee zwar von der Polizei kontaktiert worden und er würde ein Paket an Informationen bereitstellen, doch nach wie vor sei kein offizieller Polizeibericht in dieser Angelegenheit ausgefüllt worden.

"Das wird nun unser nächster Schritt sein", erklärte der Anwalt repräsentativ für seine Mandantinnen. Zudem würde er auch eng mit der NFL zusammenarbeiten und mit den ermittelnden Personen kooperieren. 

+++ 19. März: Agent von Watson erklärt Vorwürfe als ausgedacht +++

Nachdem bekannt wurde, dass mittlerweile sieben Zivilklagen gegen Watson eingereicht worden waren, meldete sich nun dessen Agent David Mulugheta zu Wort. "Sexueller Übergriff ist real. Die Opfer sollten angehört und die Täter verfolgt werden", schrieb er via Twitter. 

"Einzelne fabrizieren jedoch ausgedachte Geschichten in der Hoffnung auf finanzielle Bereicherung. Auch hier sollten die Opfer angehört und die Täter verfolgt werden", heißt es weiter in einem Statement. "Ich hoffe, dass hier in Bezug auf die Wahrheit die selbe Energie an den Tag gelegt wird", schrieb er abschließend auf dem sozialen Nachrichtendienst. 

+++ 19. März: Vier weitere Klagen gegen Watson eingereicht +++

Wie "ESPN" berichtete, wurden vier weitere Klagen gegen Watson eingereicht. Erneut werden die Anklägerinnen von Tony Buzbee vertreten. Dieser hat "ESPN" zufolge dem Sender per Textnachrichten mitgeteilt, dass er sich bereits im Austausch mit der Polizei in Houston befände. 

Ein Sprecher des zuständigen Bezirksstaatsanwaltes gab an, dass keine Ermittlungsbehörde auf die Staatsanwaltschaft bezüglich Deshaun Watson zugegangen sei. Weiter heißt es laut "ESPN", dass es sich bei sechs der sieben Klagen um einmalige Vorkommnisse handeln soll. Von einer weiteren Klägerin wird Watson vorgeworfen, dass es mehrmals zu sexuellen Übergriffen gekommen sein soll. 

+++ 18. März: NFL kündigt Untersuchung an - Bisher keine strafrechtliche Verfolgung +++

Wegen der Klagewelle gegen Deshaun Watson hat auch die NFL Ermittlungen aufgenommen. "Die Angelegenheit ist derzeit unter Beobachtung", erklärte NFL-Sprecher Brian McCarthy. "Wir werden mit der Liga in engem Kontakt bleiben", teilten die Texans weiter mit.

Zudem gelangen mehr Details an die Öffentlichkeit, um welchen Sachverhalt sich die erste Klage gegen Watson dreht. Watson soll die Klägerin Ende März 2020 in ihrem Haus bei einer Massage-Sitzung unter anderem bewusst mit seinem Penis berührt haben. Auch die zweite Klägerin wirft dem Quarterback ein ähnliches Szenario vor. 

Watsons Anwalt hingegen gab an, dass die Zivil-Klagen zwar eingereicht worden seien, doch seitens der Staatsanwaltschaft keine offizielle Anklage gegen Watson erhoben wurde. 

+++ 18. März: Dritte Klage wird eingereicht - Details werden öffentlich +++

Wie die Website "tmz.com" berichtete, wird dem Quarterback von der dritten Klägerin vorgeworfen, sie während einer Massage in Houston im Dezember 2020 zum Oralsex gezwungen zu haben.

Wie auch die anderen beiden Klägerinnen wird sie von Anwalt Tony Buzbee vertreten, der bereits ankündigte, dass noch weitere Klagen gegen Watson folgen werden.

+++ 17. März: Texans reagieren auf Vorwürfe +++

Wenig später äußerten sich auch die Houston Texans in einem Statement zum Vorfall: "Wir haben von dem Vorfall um Deshaun Watson erstmals über Social Media letzte Nacht erfahren und wir hoffen, sobald wie möglich mehr darüber herauszufinden", so die Texans auf ihrer Website.

"Wir nehmen Anschuldigungen dieser Art in der Houston Texans-Franchise ernst. Bevor wir weitere Statements abgeben, warten wir weitere Informationen ab", gaben die Texans bekannt.

+++ 17. März: Watson meldet sich per Twitter zu Wort +++

Angestoßen wurde das ganze Thema durch einen mittlerweile gelöschten Post vom Anwalt der Klägerinnen, Tony Buzbee, in welchem dieser die Klagen angekündigt hatte. Zudem erklärte der Rechtsanwalt der betreffenden Frau im Gespräch mit "FOX 26", dass Watson von der Klägerin eine Massage erhalten habe und dabei "zu weit gegangen" sei.

Watson reagierte umgehend auf die Vorwürfe und erklärte, dass er über die anstehenden Klagen Bescheid wisse und verwies diese ins Reich der Fabeln.

"Ich habe eine Frau noch nie mit etwas anderem als mit dem höchsten Respekt behandelt", erläuterte der 25-Jährige über "Twitter": "Der Anwalt der Klägerinnen gab an, dass es in der ganzen Geschichte nicht um Geld gehen würde. Zuvor hat er jedoch unbegründete Vergleichsforderungen in sechsstelliger Höhe gestellt, die ich sofort abgelehnt habe", so Watson weiter. 

"Anders als für ihn, geht es hier für mich darum, meinen Namen reinzuwaschen", schrieb Watson abschließend. Wenig später wurde die ersten beiden Klagen von zwei unterschiedlichen Frauen eingereicht. 

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