NFL

Elf Personen sollen Daten offenlegen

Colin Kaepernick: Anwälte treiben Beschwerde gegen NFL-Teambesitzer voran

Colin Kaepernick und seine Anwälte machen nach ihrer Beschwerde gegen NFL-Besitzer Nägel mit Köpfen. Zahlreiche Personen sollen ihre Kommunikations-Daten offenlegen.

14.02.2018 13:34 Uhr / ran.de
Colin Kaepernick
Fühlt sich von der NFL schikaniert: Colin Kaepernick will die Teambesitzer verklagen © imago

München – Um Colin Kapernick war es in den vergangenen Wochen ruhig geworden. Nun kommt wieder Bewegung in den Fall.

Im Oktober hatten Kapernicks Anwälte offiziell Beschwerde gegen NFL-Teambesitzer eingeleitet. Der Vorwurf: Sie hätten sich untereinander abgesprochen, "um Mister Kaepernick seiner Beschäftigungsrechte wegen seines Einsatzes für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit zu berauben", hieß es. Deshalb hatte das Anwaltsteam des Quarterbacks Anfang November Einblick in die Kommunikation zahlreicher NFL-Teams erlangen wollen.

Wie Yahoo Sports berichtet, will Kaepernicks Team von insgesamt elf Personen Informationen zu deren Kommunikation haben: Neben NFL-Commissioner Roger Goodell und seiner Frau auch von drei NFL-Teambesitzern (Dallas Cowboys' Jerry Jones, New England Patriots' Robert Kraft und Houston Texans' Bob McNair), zwei Head Coaches (Baltimore Ravens' John Harbaugh und Seattle Seahawks' Pete Carroll), zwei General Manager (Ravens' Ozzie Newsome und Seahawks' John Schneider) sowie von den NFL-Vizepräsidenten Troy Vincent und Arthur McAfee.

Hintergrund von Kaepernicks Vorgehen ist offenbar seine bislang ergebnislose Suche nach einem neuen Team. Loses Interesse soll es zum Beispiel bei den Seahwaks und den Ravens gegeben haben, doch das verlief im Sande. Deshalb gehören wohl auch Verantwortliche der beiden Klubs zu den betroffenen Personen.

Goodells Frau Jane soll einen Twitter-Account anonym betrieben haben, mit dem sie ihren Mann in dem sozialen Netzwerk verteidigte. Nach einem entsprechenden Bericht des Wall Street Journals war der Account gelöscht worden.

Gesicht der Bewegung

Der Fall Kaepernick begann im August 2016, als sich der Quarterback der San Francisco 49ers während der US-Hymne hinkniete und so gegen Polizeigewalt und Rassendiskriminierung protestierte. Damit stieß er eine Art Bewegung an, der sich immer mehr Profis anschlossen.

Sein Problem: Auch wenn die Solidarität groß war, war Kaepernick als Initiator das Gesicht des Protests. Und fortan bei den Klubs Persona non grata. Seit März 2017 ist Kaepernick nunmehr ohne Klub.

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