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München - Die Seattle Seahawks starteten fulminant in die NFL-Saison 2020, standen nach acht Partien bei einer Statistik von 6:2. Doch nach der 34:44-Pleite gegen die Buffalo Bills in Woche 9 wendete sich das Blatt, die Offense der Franchise aus dem Nordwesten der USA tauchte ab.

Die negative Entwicklung gipfelte schließlich im Playoff-Aus gegen die Los Angeles Rams (20:30) mit nur 278 Total Yards - so wenig wie in keinem anderen Spiel 2020.

Auch die Zahlen von Quarterback Russell Wilson belegen eindrucksvoll den Einbruch der Seahawks. In fünf der ersten acht Begegnungen warf der Signal Caller für mehr als 300 Yards und fand 28 Mal einen seiner Passempfänger in der Endzone.

Zum Vergleich: In seinen letzten acht Begegnungen brachte es Wilson lediglich auf 14 Touchdowns - ein Minus von 50 Prozent. Über 300 Yards kam Wilson in der zweiten Saisonhälfte übrigens nicht mehr.

 

Seattle-Offense zu berechenbar

Einen der Gründe hat nun Star-Receiver D.K. Metcalf im "I Am Athlete"-Podcast dargelegt. "Die Gegner hatten sich irgendwann darauf eingestellt, wie wir zu stoppen sind. Seit Pete (Carroll) hier ist, spielen wir fast nur lange Bälle. Jetzt sagen sich die Teams eben, dass sie uns nicht mehr lange Bälle spielen lassen", so der Second-Round-Pick von 2019.

Metcalf selbst kam 2020 auf 1303 Receiving Yards und zehn Touchdowns, doch auch er baute zum Saisonende hin ab.

Eine erste Veränderung in Bezug auf die Offense hat es an der Westküste der USA bereits gegeben. Offensive Coordinator Brian Schlottenheimer wurde entlassen, ein Nachfolger steht noch nicht fest. Doch eines ist sicher: Er muss in jedem Falle dafür sorgen, variablere Spielzüge in der Offense zu etablieren. Andernfalls beginnt die neue Saison in Seattle so, wie die alte geendet ist - enttäuschend.

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