Dak Prescott will einen neuen Vertrag. - Bildquelle: imago images / Icon SMIDak Prescott will einen neuen Vertrag. © imago images / Icon SMI

München – Es gibt mehrere Möglichkeiten für einen NFL-Spieler, einen neuen Vertrag zu bekommen. Beziehungsweise seinen Willen.

Ein Holdout ist eine gerne gewählte Variante. Streiken. Um den Verhandlungspartner unter Druck zu setzen. Bei manchen geht es dann recht schnell, vor allem, wenn die Saison näher rückt. Siehe Julio Jones, der nach monatelangem Warten seinen neuen Kontrakt bekam, bevor es zu einem Streik im ersten Spiel kam.

Streiken für das große Geld

Bei manchen ist die Situation so vertrackt, dass nichts mehr geht. Siehe Le'Veon Bell, der bei den Pittsburgh Steelers 2018 komplett aussetzte. Oder aktuell Melvin Gordon bei den Los Angeles Chargers. Auch er streikt für einen neuen Vertrag oder einen Trade.

 

Man kann es aber auch so machen wie Dak Prescott. Der Quarterback der Dallas Cowboys soll auch einen neuen Vertrag bekommen. Oder anders gesagt: Mehr Geld. Viel mehr Geld. Zuletzt erst hatten die Cowboys Superstar Ezekiel Elliott mit einem 90-Millionen-Vertrag zum bestbezahlten Running Back gemacht.

Doch anstatt zu streiken stand Prescott gegen die New Yiork Giants auf dem Feld. Und zerlegte nicht beim 35:17 nur den Gegner mit 405 Passing-Yards, vier Touchdown-Pässen und keiner Interception, sondern lieferte auch viele Argumente für das neue Arbeitspapier.

Tatsächlich befindet sich der Deal in der heißen Phase. So heiß, dass es inzwischen um Wortklauberei geht. 

Am Sonntag nach dem Sieg gegen die Giants erklärte Besitzer Jerry Jones, der Deal stehe unmittelbar bevor. Sein Sohn Stephen Jones, Vizepräsident bei den Cowboys, erklärte einen Tag später, dass ein Vertrag rechtzeitig zustandekommen werde. Eine Light-Version seines Vaters: "Ihn müssen sie fragen, was unmittelbar bedeutet, denn beim ihm haben verschiedene Wörter verschiedene Bedeutungen."

Vor dem Abschluss?

Dienstag war dann wieder Jones Senior an der Reihe. Er machte ziemlich deutlich, was er mit unmittelbar meint: "Das bedeutet, dass es bereit ist, zu passieren. Vor dem Abschluss. Nah. Es wird bald passieren. Ich denke, wir nähern uns schnell einer Einigung", sagte Jones.

Um dann wieder kryptisch hinzuzufügen: "Das könnte meine Meinung sein. Es könnte sein, dass Dak nicht der Meinung ist. Wenn Dak seine Meinung äußert oder sein Agent seine Meinung äußert, kann das anders sein als meine Meinung. Das kann noch lange so weitergehen. Wenn sie also gefragt werden, ob etwas funktioniert, wozu zwei nötig sind, dann sprechen sie nur aus ihrer Perspektive."

Medienberichten zufolge hatte Prescott angeblich ein Angebot über 30 Millionen Dollar pro Jahr abgelehnt. Man kann davon ausgehen, dass er in ähnlichen Regionen wie Jared Goff landen will, der Quarterback der Los Angeles Rams hatte letzte Woche einen neuen Vertrag bekommen, er bekommt über vier Jahre 134 Millionen. Prescott kam mit Goff über den Draft 2016 in die Liga, Goff als Nummer eins, Prescott in Runde vier. 

Und was sagt Prescott? Immerhin besteht die Gefahr, dass er sich schwer verletzt und der Vertrag erstmal auf Eis gelegt wird.

"Ich habe Leute, die sich darum kümmern. Mein Fokus gilt dem Team und dem Football. So lange ich damit weitermache, wird das Team so Dinge machen wie am Sonntag", sagte er.

Und im Idealfall gibt es dann am Ende auch den neuen Vertrag.

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