Defense gegen Offense: Möge der Bessere gewinnen - Bildquelle: Getty ImagesDefense gegen Offense: Möge der Bessere gewinnen © Getty Images

München – Mit dem Duell der New England Patriots (9-1) bei den Dallas Cowboys (6-5) erwartet uns am späten Sonntagabend (ab 22:25 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de) ein echtes Top-Spiel.

Patriots-Quarterback Tom Brady hat bereits scharf gegen die Texaner geschossen, indem er sagte: "Ich mag die Cowboys nicht, seitdem ich aus dem Schoß meiner Mutter kam."

Das Besondere an diesem Spiel: Hier trifft die von den Yards her beste Offense (Cowboys) auf die beste Defense (Patriots) der NFL. Wer sich wohl durchsetzen wird?

So lief es bislang

New England Patriots: Die Patriots sind mit einer Bilanz von neun Siegen und einer Niederlage das beste Team der AFC. Lediglich die San Francisco 49ers aus der NFC haben eine ebenso gute Bilanz.

Fraglich ist allerdings, wie aussagekräftig die Bilanz des Titelverteidigers ist. Der Spielplan war bislang verhältnismäßig leicht. Mit den Buffalo Bills bezwangen die Patriots erst eine Mannschaft, die Stand heute eine positive Bilanz vorzuweisen hat.

 

Der einzige echte Top-Gegner waren bislang die Baltimore Ravens in Woche 9. Ausgerechnet in diesem Spiel waren die Patriots hilflos überfordert und unterlagen mit 20:37.

Am vergangenen Wochenende gelang mit dem knappen 17:10 allerdings die "Super-Bowl-Revanche" gegen die Philadelphia Eagles.

Dallas Cowboys: Die Dallas Cowboys erwischten mit drei Siegen zum Auftakt einen perfekten Saisonstart. Umso überraschender war, dass danach ein "Knick" mit drei Niederlagen in Serie erfolgte. Mit einer Bilanz von 6-4 führen die Cowboys die NFC East an, haben allerdings die Philadelphia Eagles (5-5) auf den Fersen.  

 

Am vergangenen Wochenende gelang Dallas ein spektakuläres 35:27 gegen die Detroit Lions.

Personalsituation

New England Patriots: Die New England Patriots haben Offensive Tackle Isaiah Wynn, Erstrundenpick von 2018, nach langwieriger Verletzung wieder reaktiviert. Dafür gibt es in Phillip Dorsett (Gehirnerschütterung) und Mohamed Sanu (Knöchel) gleich zwei Wide Receiver, die am Mittwoch nicht am Training teilnehmen konnten.

Der diesjährige Erstrundenpick N'Keal Harry, ebenfalls ein Wide Receiver, gab nach langwieriger Verletzung am vergangenen Sonntag sein NFL-Debüt, braucht möglicherweise aber noch etwas Zeit.   

Dallas Cowboys: Die momentan wohl größten Wackelkandidaten für das Spiel am Sonntag sind Linebacker Joe Thomas (krank) und Offensive Tackle La'el Collins (Knie und Rücken). Beide konnten am Mittwoch nicht trainieren. Ein Ausfall von Collins würde die Cowboys schwer treffen, weil dieser ein fester Bestandteil der Offensive Line ist.    

Darauf kommt es an

New England Patriots: Die Defense ist über jeden Zweifel erhaben. Keine Mannschaft lässt so wenig Yards zu wie die Patriots. Vor allem die Passverteidigung (Platz zwei in der NFL) ist stark. Dafür aber hapert es ganz gewaltig in der Offense.

Das Hauptproblem: das Laufspiel. Ein Durchschnitt von 91 Rushing-Yards reicht lediglich für Platz 24 der NFL. Running Back Sony Michel gelang noch kein einziges Spiel mit 100 Rushing Yards.

 

Vergangene Woche haben die Philadelphia Eagles bewiesen, wie sich Brady und Co. im Schach halten lassen: Man muss mit einer kompakten Defensive das Laufspiel und die kurzen Pässe unterbinden, sodass Brady zu langen Pässen gezwungen ist. Dies bereitet ihm Probleme.

Kurzum: Die Patriots brauchen einen Plan B, falls gegen die Cowboys das kurze Passspiel sowie das Laufspiel erneut nicht funktioniert.  

Dallas Cowboys:

Auf dem Papier haben die Dallas Cowboys ein absolutes Top-Team: Die beste Offense, das effektivste Passspiel, das siebtbeste Laufspiel, zudem auch noch die siebtbeste Defense und die siebtbeste Passverteidigung.

Das Problem ist nur: Spiele gewinnen die Cowboys diese Saison nur, wenn sie mehr als 30 Punkte erzielen. Alle Partien mit einer geringeren Punkteausbeute wurden verloren. Gerade gegen die starke Defense der Patriots ist ein High-Scoring-Game jedoch unwahrscheinlich. Die Defense muss also funktionieren.    

Besonders motiviert dürfte Michael Bennett sein. Der Defensive End wurde erst im März von den Philadelphia Eagles zu den New England Patriots getradet. Dort kam er allerdings nicht ausreichend zum Einsatz und hatte sogar eine Auseinandersetzung mit Defensive Line Coach Bret Bielema. Anfang Oktober wurde Bennett nach Dallas weitergegeben.

Dort dreht er seitdem richtig auf, kam alleine in der vergangenen Woche gegen Detroit auf zwei Sacks. Und eines ist sicher: Nichts würde ihm mehr Freude bereiten, als nun am Sonntag Tom Brady niederzureißen.

Fantasy Tipp

Im Receiver-Corps der Patriots sind Dorsett und Sanu angeschlagen. Der lange verletzte Rookie Harry wiederum scheint in der NFL noch nicht richtig angekommen zu sein. Das heißt: Brady wird Julian Edelman vielfach anwerfen. Wer Edelman also als Wide Receiver aufstellt, dürfte nichts verkehrt machen.

Oliver Jensen

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