Matt Ryan möchte zusammen mit seinem Offensive Coordinator Dirk Koetter (lin... - Bildquelle: imago images / ZUMA PressMatt Ryan möchte zusammen mit seinem Offensive Coordinator Dirk Koetter (links) die Offense der Atlanta Falcons wieder zu einer Macht entwickeln © imago images / ZUMA Press

München / Atlanta – Vor zweieinhalb Jahren verspielten die Atlanta Falcons auf denkwürdige Art und Weise den Super-Bowl-Sieg, als sie gegen die New England Patriots eine 28:3-Führung aus der Hand gaben. Somit muss die seit dem Jahre 1966 bestehende Franchise weiterhin auf den ersten Titel warten.

Quarterback Matt Ryan allerdings ist zuversichtlich, dass die Durststrecke bald enden wird – vielleicht sogar schon in der Saison 2019.

"Wir haben im Locker Room eine Gruppe von konkurrenzfähigen, fleißigen und selbstlosen Leuten", wird der Spielmacher auf ESPN zitiert. "Ich denke, mit diesen Leuten haben wir eine großartige Chance, zurück zu kommen und hoffentlich einen Super Bowl zu gewinnen."

Enttäuschende 7-9 Bilanz in der Saison 2018

Zuletzt allerdings zeigte die Entwicklung der Falcons nach unten. Konnten sie in der Saison 2017 immerhin noch in die 2. Playoff-Runde einziehen, so entwickelte sich die Spielzeit 2018 zu einer großen Enttäuschung mit nur sieben Siegen und dem Verpassen der Playoffs.

Eines der Hauptprobleme waren die Verletzungsausfälle. Ob nun Running Back Devonta Freeman, Safety Keanu Neal Linebacker Deion Jones, Defensive Back Ricardo Allen oder Guard Andy Levitre – den Falken brach ein Schlüsselspieler nach dem anderen weg.

Damit nicht genug an Problemen: Auch die Offense schien noch immer nicht den Weggang ihres ehemaligen Offensive Coorindators Kyle Shanahan (heute Cheftrainer der San Francisco 49ers) überwunden zu haben. Dessen Nachfolger Steve Sarkisian fand weder in der Saison 2017 noch in der Saison 2018 eine funktionierende Formel für die Offense. Mit der Konsequenz, dass er nach der vergangenen Saison entlassen wurde.

Dirk Koetter verspricht Ryan Einflussnahme beim Playbook

Nachfolger ist Dirk Koetter, der zuletzt drei Jahre Head Coach der Tampa Bay Buccaneers war. Ryan begrüßt diese Personalie. "Wir haben ein großartiges Trainerteam", sagt Ryan, der bereits von 2012 bis 2014 mit Koetter als OC zusammengearbeitet hat. Wichtig dürfte für ihn auch sein, dass Koetter seinem Quarterback viel Gestaltungsspielraum verspricht.

"Was ich in all den Jahren gelernt habe, ist, dass du die beste Idee aller Zeiten haben kannst, wenn dein Quarterback das Play nicht mag, wird es am Sonntag nicht funktionieren. Matt wird einen großen Einfluss auf unser finales Playbook haben, wenn wir in der Phase der Saison angekommen sind", sagt der Koordinator.

Mehr Schutz für Ryan: O-Line wurde verstärkt

Ein Ziel soll darin bestehen, Ryan besser zu beschützen. In der vergangenen Saison wurde der Spielmacher 42 Mal gesackt – der zweithöchste Wert seiner Karriere. Darauf wurde personaltechnisch reagiert: In den ersten Runde des Drafts wurden die Offensive-Liner Chris Lindstrom und Kaleb McGary (der eine beeindruckende Lebensgeschichte hat, hier nachzulesen) verpflichtet, über die Free Agency auch noch James Carpenter und Jamon Brown.   

Ryan: Die Division ist hart

Allerdings müssen die Falcons auf dem Weg zum eventuellen Super Bowl mehrere Widerstände überwinden. Da wäre zunächst einmal der Fakt, dass in der NFC South eine hohe Leistungsdichte herrscht. "Es ist immer hart", sagt Ryan über die Division.

Vor allem die New Orleans Saints schätzt Ryan stark ein. "Drew (Brees) ist immer hart. New Orleans hat eine großartige Offense. Sie spielen auch eine wirklich gute Defense. Cam Jordan ist auf der defensiven Seite des Balls einer der besten Spieler der Liga."

  

Auch vor den Defensiven der übrigen beiden Division-Rivalen, den Tampa Bay Buccaneers und den Carolina Panthers, hat er großen Respekt. Die Buccaneers hätten sich nämlich laut Ryan durch die Verpflichtung von Ndamukong Suh stark bessert, die Panthers wiederum durch die Verpflichtung von Gerald McCoy. Beide zählen zu den besten Defensive Linern der NFL.

"Letztendlich geht es aber um uns", stellt Ryan klar. "Wir respektieren diese Jungs und wissen zu schätzen, was sie tun, aber wir konzentrieren uns darauf, wie gut wir spielen können und wie gut wir als Team werden. Wir haben alles, was wir brauchen, um erfolgreich zu sein."

Starke Gegner, viele Auswärtsspiele – schwerer Saisonauftakt

Eine Herausforderung ist allerdings nicht nur die starke Division, sondern auch der Spielplan insgesamt: Sechs der neun ersten Gegner sind Playoff-Teams aus der vergangenen Saison. Vier der ersten sechs Partien finden auswärts statt. "Der Spielplan ist so wie er ist", gibt sich Ryan gelassen.

Der 34-Jährige ist offensichtlich überzeugt davon, dass sein Team diesmal alle Wiederstande überwinden kann. Ein Debakel wie im Super Bowl gegen die Patriots dürfte sich dann nicht wiederholen.  

Oliver Jensen

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