Danny Trevathan. - Bildquelle: imago images/ZUMA WireDanny Trevathan. © imago images/ZUMA Wire

München/Chicago – Danny Trevathan macht keinen Hehl daraus, dass das Thema wichtig für ihn ist: Ein Erbe als NFL-Profi hinterlassen, ein Vermächtnis. Etwas, das bleibt.

Was durchaus einfacher ist, wenn man kein Wandervogel ist. Der Linebacker ist deshalb auf einem guten Weg: Vier Jahre spielte er bei den Denver Broncos, gewann dort den Super Bowl 50. Nun geht er 2020 bei den Chicago Bears in seine fünfte Saison. 

Vertrag verlängert

Sieben werden es, sollte er den in der Offseason um drei Jahre verlängerten Vertrag erfüllen. Wenn man mit 30 Jahren noch einmal einen großen Vertrag unterschreibt, hat man in der Regel auch die Zeit danach im Blick. Besagtes Vermächtnis, das er in Chicago hinterlassen will.

 

"Ein Erbe lebt und bleibt für immer. Man will etwas hinterlassen, dass sich die Leute an dich erinnern. Die Bears haben so eine große Tradition auf der Linebacker-Position, und ich will dazu gehören", sagte er am Freitag in einem Zoom-Call. 

Er weiß, was er dazu benötigt. "Um das zu schaffen, muss ich Plays machen, aber auch den Super Bowl gewinnen. Dafür braucht man ein großartiges Team und ich finde, dass wir in der richtigen Situation sind. Ich fühle, dass wir nah dran sind", sagte er.

Vor allem die Defense um Trevathan, Roquan Smith oder Khalil Mack gehört zum Besten, was die Liga zu bieten hat. "The Athletic" stufte die Verteidigung der Bears jüngst auf Platz fünf ein. Trevathan gehörte 2019 zu den absoluten Leistungsträgern, ehe er verletzungsbedingt gestoppt wurde und am Ende sieben Spiele verpasste. Die Bears blicken auf eine enttäuschende 8:8-Saison zurück, das Team hat auf der Quarterback-Position deshalb mit Nick Foles für mehr Konkurrenzkampf für den bisherigen Starter Mitch Trubisky gesorgt. Von den Leistungsträgern wird es abhängen, ob die Bears 2020 eine gute Rolle spielen können.

Das Niveau nie verloren

Wie wird Trevathan es schaffen, das Niveau wieder zu erreichen? "Wie ich dahin zurückkomme? Ich habe es nie verloren. Es wird kein Problem sein, auf das Niveau zurückzukommen", sagte er.

Was ihm Sorgen bereitet, ist das Coronavirus, die Pandemie breitet sich vor allem in den USA weiter aus. Die Teams befinden sich im Training Camp, das allerdings kein Vergleich zur Vorbereitung in den Jahren zuvor ist. "Erwarte das Unerwartete", sagte Bears-Coach Matt Nagy zuletzt. 

"Ich mache mir definitiv Sorgen über das Virus. Familie ist sehr wichtig für mich. Ich habe mir deshalb viele Gedanken über die gesamte Situation gemacht", gibt Trevathan zu, dass er auch über einen möglichen Opt-out nachgedacht hat, da seine Verlobte an Asthma und Allergien leidet. Dass Tackle Eddie Goldman sich dafür entschied, dürfte Trevathan auf dem Feld am meisten treffen. "Aber ich verstehe seine Entscheidung", sagte er.

Seine eigene hat es nicht beeinflusst, er entschied sich dagegen, die Saison auszusetzen. "Es macht mich nervös, aber ich fühle, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe", sagte er. Und nahm alle Beteiligten bei den Bears mit in die Verantwortung, sich inmitten der Pandemie richtig zu verhalten und dabei auch an das größere Bild, außerhalb der NFL nachzudenken.

 

Die Stimmung bei den Bears beschrieb er ähnlich. Sorgenvoll, "aber es ist auch irgendwie witzig: Man weiß nie wirklich, ob etwas geht, bis es passiert. Ich gespannt, wie der Charakter des Teams ist, wie die Jungs mit der Situation umgehen, wie sie das Gelernte umsetzen, wie sich das ausgeht."

Damit es auch tatsächlich klappt mit dem Vermächtnis.

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