Phoenix/München - Die 32 NFL-Klubbesitzer waren bei ihrem Meeting in Phoenix fleißig. Stimmten sie zunächst mit überwältigender Mehrheit für den Umzug der Raiders nach Las Vegas, standen anschließend diverse Regeländerungen auf der Agenda.

So beschlossen die Bosse der Franchises, dass ab der Saison 2017 bei Field Goals Abwehraktionen verboten sind, bei denen ein Spieler die O-Line überspringt. Dies war von Eric Winston, Präsident der Spieler-Vereinigung, angeregt worden, um die Profis besser zu schützen.

 

Heftige Hits gegen Kopf führen zu Ausschluss

Außerdem werden besonders heftige Hits gegen den Kopf mit dem sofortigen Ausschluss des Übeltäters bestraft. Bereits in der vergangenen Saison war das Spiel für Profis beendet, die sich zwei persönliche Fouls in einer Partie leisteten.

Dagegen wurde der Vorschlag der Washington Redskins, den Ball auf die 20-Yards-Linie zu legen, wenn der Kicker das Spielgerät beim Kickoff zwischen die Stangen befördert hat, abgelehnt. Laut NFL-Experte Mike Garafolo stimmten nur elf Klubbosse dafür.

Zentraler Videobeweis bei strittigen Entscheidungen

Bei strittigen Entscheidungen haben künftig Dean Blandino, der Vorsitzende des Schiedsrichter-Komitees, und das Kommando-Center in New York das letzte Sagen. Die Klubbesitzer haben einem zentralisierten Videobeweis zugestimmt.

Verschoben wurde die Entscheidung darüber, ob sich Klubs offiziell mit einem Coach einigen dürfen, der mit seinem bisherigen Team noch in den Playoffs antritt. Darüber soll laut NFL-Experte Ian Rapoport im Laufe des Frühlings abgestimmt werden.

Touchback-Regel gilt auch kommende Saison

Auch in der Saison 2017 beginnt der auf einen Touchback beim Kickoff folgende Snap an der 25-Yards-Linie. Diese Regel wurde um ein weiteres Jahr verlängert, steht damit beim Klubbesitzer-Treffen 2018 wohl wieder auf der Agenda.

Receiver werden künftig besser geschützt, wenn sie beim Laufen ihrer Route wehrlos sind, weil sie sich etwa auf den Ball konzentrieren.

Mehr Strafen für "Crackback Blocks"

Jetzt werden auch Spieler im Backfield für sogenannte "Crackback Blocks" bestraft - selbst wenn sie während des Snaps in Bewegung und weniger als zwei Yards von der Tackle Box entfernt sind. Bislang waren nur solche Aktionen mit Raumverlust geahndet worden, die unter die Gürtellinie des Gegners gingen.

Der "Crackback Block" wird vor allem von Receivern oder Tight Ends genutzt, um den Weg an der Außenlinie für einen Teamkollegen freizublocken. Dieser Block gilt dann nicht dem eigentlichen Gegenspieler.

Zeitspiel wird nicht geduldet

Sollte ein Spieler während eines Downs mehrere Fouls begehen, um somit die Uhr zu manipulieren, kassiert er künftig eine Strafe für unsportliches Verhalten.

Bestraft werden nun auch Aktionen nach dem "Two-Minute-Warning", die einzig das Ziel haben, die Uhr anzuhalten.

Unsportliches Verhalten kann weiter zum Ausschluss führen

Die vor der Saison 2016 eingeführte Regel, dass Spieler nach zwei Strafen für unsportliches Verhalten im selben Spiel von diesem ausgeschlossen werden, wurde von den Klubbesitzern zur permanenten Regel ernannt. 

Noch keine Entscheidung trafen die Bosse über eine mögliche Verkürzung der Overtime während der Pre Season und der Regular Season von 15 auf zehn Minuten. Rapoport sieht aber gute Chancen, dass beim Frühlings-Treffen der Liga im Mai die erforderlichen Stimmen für eine Veränderung zusammenkommen.

Garafolo dagegen sieht wenig Zustimmung für die Overtime-Revolution. Seiner Meinung nach würden einige Klubbesitzer befürchten, dass Teams im Angriff mit cleverem Clock-Management erst spät ein Field Goal erzielen und der Gegner somit kaum Zeit für eine Reaktion habe.

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