Sorgte mit seinen Aussagen für Aufregung: Broncos-Coach Vic Fangio. - Bildquelle: imagoSorgte mit seinen Aussagen für Aufregung: Broncos-Coach Vic Fangio. © imago

München/Denver - Als Vic Fangio auf die aktuelle Rassismus-Debatte in den USA angesprochen wurde, überraschte er mit einigen Aussagen.

So sei für ihn der Tod von George Floyd "ein soziales Problem, welches wir alle adressieren müssen". Einen grundsätzlichen Rassismus oder Diskriminierung in der NFL will er jedoch nicht ausmachen können.

Fangio: "Probleme in der NFL minimal"

"Ich denke Probleme dieser Art sind in der NFL nur minimal ausgeprägt. Wir sind in einer Liga wo Leistung gefragt ist", wird er von "ESPN" zitiert: "Man bekommt das, was man sich mit Leistungen verdient. Ich sehe keine Art von Rassismus oder Diskriminierung in der NFL", sagte er.

Ein NFL-Team würde dabei eine perfekte Gesellschaft symbolisieren: "Wir leben alle zusammen und haben ein gemeinsames Ziel", fuhr er fort: "Wenn die Gesellschaft wie ein NFL-Team funktionieren würde, wären alle zufrieden."

Über den Polizisten, der für die Festnahme und den Tod von George Floyd verantwortlich war, war Fangio sichtlich erzürnt: "Er sollte mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden. Er hat die Marke und die Uniform, die er erhalten hat, nicht respektiert", so Fangio weiter.

Negative Reaktionen im Netz

Obwohl sich Fangio in der Vergangenheit öfters für Minderheiten in der NFL eingesetzt hat, kamen die die Aussagen über den nicht vorhandenen Rassismus in der NFL bei vielen nicht gut an. Auch Seahawks Running Back Chris Carson reagierte darauf: "Dieser Mann ist ein Witz...", veröffentlichte Carson auf "Twitter":

Die Kritik im Netz bezog sich besonders auf die Vorfälle um Colin Kaerpernick, sowie die andauernden Diskussionen um die sogenannte "Rooney Rule". Für viele ist die "Rooney Rule" nur eine Ausrede und keine ernst gemeinte Förderung von ethnischen Minderheiten:

Dass so etwas wie die "Rooney Rule" überhaupt notwendig sei, zeige das eigentliche Problem in der NFL. Die folgende Kritik stellt heraus, dass nur "drei von 32 Head Coaches in der Liga schwarz sind". Dies würde das Problem nochmals verdeutlichen:

Diese Kritik bezieht sich auf die Folgen der Aussagen von Fangio. So würde es lange Diskussionen um die Aussagen geben und die Spieler müssten dazu ein Statement abgeben. Dadurch würden sie unfreiwillig in die Sache mit hineingezogen werden:

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