Oft unter Druck: Deshaun Watson. - Bildquelle: imago images / Icon SMIOft unter Druck: Deshaun Watson. © imago images / Icon SMI

München – Das Video ist herzerweichend. Die kleine Katelyn ist nach der bitteren 28:30-Niederlage der Houston Texans bei den New Orleans Saints kaum zu beruhigen. Sie weint, schluchzt immer wieder: "Wir waren so nah dran."

Trost für die Tränen gab es von Deshaun Watson. 

"Wir waren sooo nah dran, Katelyn! Ich schicke dir ein signiertes Trikot, damit du wieder lächeln kannst! Danke, dass du zu uns hältst", schrieb der Quarterback der Texans.

Dabei müsste ihm selbst eigentlich auch zum Heulen zumute sein. 

Noch keine Qualität zu sehen

Denn die Texans haben zwar eine Menge dafür getan, dass die Offensive Line besser besetzt ist, die Bodyguards des Signal Callers ihren Job besser ausüben. Immerhin gaben die Texans zuletzt noch zwei Erstrundenpicks für ihren neuen Left Tackle Laremy Tunsil ab.

Zu sehen war von neuer Qualität aber nichts. 

 

Watson kassierte, musste mal wieder ordentlich einstecken. Sechs Sacks, die meisten für einen Quarterback in Week 1. Davon vier im finalen Viertel. Eine Menge Druck für die wohl wichtigste Phase eines Spiels, vor allem in einem engen wie am Montag.

Bereits 2018 lag Watson in dieser wenig schmeichelhaften und dafür umso schmerzhafteren Statistik an erster Stelle mit 62 Sacks. Wir erinnern uns an die Episode, als er zum Spiel nach Jacksonville wegen einer verletzten Lunge und verletzter Rippen mit dem Bus anstatt dem Flugzeug anreiste.

In New Orleans nun waren es insgesamt elf Hits. Zu viel für eine Offense, die Potenzial hat, Großes zu leisten. 

Die andere Seite des Saints-Spiels: Watson kam auf 268 Yards, drei Touchdown-Pässe, eine Interception und einen eigenen, erlaufenen Touchdown.  

Head Coach Bill O’Brien spielte die Treffer und die medizinische Behandlung während des Spiels herunter. "Es ist nichts, was ihn abhält, nur eine Behandlung, nur normale Beulen und Blutergüsse, wie es jeder Spieler im Spiel hat." 

Das leichteste Ziel

Ja, auch Watson selbst bringt sich in "Gefahr", wenn er läuft oder die Würfe verzögert, das O-Line-Problem ist aber nicht wegzudiskutieren: Er ist und bleibt mit diesen Beschützern das beliebteste Ziel der NFL. Und das leichteste.

"Natürlich ist das ein Problem", sagte Right Tackle Seantrel Henderson. "Wir wollen nie, dass unser Quarterback überhaupt berührt wird. Wir müssen das korrigieren, was wir korrigieren müssen, und halten die Gegner von ihm fern."

 

Auch Tunsil ist selbstkritisch, er ließ einen Sack zu. "Sechs, wir müssen diese Zahl verbessern", sagte er. "Wir müssen diese Zahl verringern. Wir werden uns Tapes ansehen und einige Fehler beheben."

Ein besonderes Team

Es ist nicht zu übersehen, dass die Chemie ganz offensichtlich noch nicht stimmt. Hinzu kam, dass First-Round-Pick Tytus Howard verletzungsbedingt passen musste. "Ich denke, die ganze Welt kann sehen, was wir können. Wir können ein ganz besonderes Team sein", so Tunsil.

Ein Team, das im Idealfall nicht mehr nur nah dran ist.

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