Blickt positiv auf die kommende Saison: Texans-Quarterback Deshaun Watson - Bildquelle: Getty ImagesBlickt positiv auf die kommende Saison: Texans-Quarterback Deshaun Watson © Getty Images

München/Houston - Die Houston Texans durchlebten eine turbulente Offseason und gehen mit einigen neuen Gesichtern in der Offensive in die neue Saison.

So tradete Houston für Wide Receiver Brandin Cooks von den Los Angeles Rams. In der Free Agency wurde mit Randall Cobb zuvor bereits ein weiterer Passempfänger verpflichtet. Zudem kam Running Back David Johnson im Tausch für Star-Receiver DeAndre Hopkins von den Arizona Cardinals.

Quarterback Deshaun Watson zeigte sich ob der viel diskutierten personellen Änderungen aber positiv gestimmt: "Wir freuen uns über die erfahrenen, neuen Waffen, die wir jetzt haben", erklärte der 24-Jährige gegenüber dem "Houston Chronicle".

Diese würden den Texans bisher unbekannte Qualitäten mitbringen.

 

Houston mit lange vermisster Offense-Erfahrung

Trotz des Verlustes eines, wenn nicht des besten Receivers der Liga, sieht sich Houston besonders in der Tiefe deutlich besser aufgestellt als noch in der vergangenen Saison.

Und eine derartige Menge an NFL-Erfahrung auf den Skill-Positionen konnten die Texaner zuletzt so auch nicht vorweisen: "In den letzten Jahren hatten wir nicht allzu viel an Veteranentiefe im Kader, vor allem nicht bei den Receivern. Wir haben ein paar Jungs bekommen, die uns helfen können, eine Menge neue Plays zu entwickeln und zu spielen", so Watson.

Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, glaubt der Spielmacher: "Nicht nur für sie, um ihr eigenes Spiel zu verbessern, sondern auch für unser Spiel und uns als ganze Organisation, als ganze Offensive und mich als Quarterback - das begeistert mich. Ich freue mich sehr darauf."

Trotz aller Euphorie wurden die getätigten Personalentscheidungen medial sehr kritisch bewertet. Doch auch hierzu hat der Quarterback eine klare Meinung.

Watson verteidigt O'Brien

Für die Kritik an den Transfers von Trainer und General Manager Bill O'Brien und Offensive Coordinator Tim Kelly, der in der kommenden Saison das Playcalling übernimmt, hatte Watson nur lobende Worte übrig. "Sie haben einen verdammt guten Job gemacht, indem sie einige Veteranen hinzufügt haben, die lange Zeit Football auf höchstem Niveau gespielt haben", sagte Watson beim lokalen TV-Sender "KHOU": "Sie kommen als absolute Vollprofis dazu und helfen den jüngeren Spielern, aber auch mir selbst."

Darüber hinaus stimmen Watson die vielen Spielzeiten der Neuzugänge an der Seite von einigen der besten Quarterbacks des letzten Jahrzehnts positiv: "Diese Jungs, wie Cooks, spielten mit Jared Goff, der im Super Bowl stand, Tom Brady oder Drew Brees. Gleiches gilt für Cobb, der mit Aaron Rodgers und Dak (Prescott, Anm. d. Red.) gespielt hat. Ich kann so viel von diesen Jungs lernen, denn sie haben so viel erlebt. Aus mentaler Sicht können sie mir dabei helfen, mein Spiel auf ein neues Niveau zu heben."

Neben dem erhofften sportlichen Erfolg schielt der Playmaker aber auch mit einem Auge auf die Finanzen, befindet er sich doch in einer wichtigen Phase.

 

Watson spielt für Monster-Deal

Ähnlich wie Patrick Mahomes bei den Kansas City Chiefs geht Watson in das vierte Jahr seines Rookie-Deals und spielt für seinen ersten "dicken" Vertrag in der Liga, die Fifth Year Option haben die Texans bereits gezogen.

Nachdem sowohl der Spieler als auch die Franchise schon mehrfach ihr Interesse an einer langfristigen Einigung geäußert haben, bleibt nur noch die Frage, wie hoch das Jahresgehalt dann wirklich ausfallen wird.

"ProFootballTalk" rechnet dabei genau wie bei Super-Bowl-MVP Mahomes mit neuen Meilensteinen in Sachen Jahresgehältern und einem Vertrag jenseits der 40 Millionen Dollar per annum.

Für den Spieler selbst sind diese horrenden Summen aber nicht entscheidend.

Vertragspoker nicht das bestimmende Thema

Erstmals seit der Niederlage in der Divisional Round der Playoffs gegen die Chiefs äußerte sich Watson am Freitag in einem Videocall zu seiner Zukunft. Und zeigte sich hinsichtlich seiner Vertragsaussichten optimistisch, insbesondere nachdem die Texaner Offensive Tackle Laremy Tunsil kürzlich zum höchstbezahlten O-Liner der NFL gemacht haben.

"Das ist definitiv gut und für uns aufregend. Die Zeit wird zeigen, aber wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Der eigene Vertragspoker sei dabei nur eine Randnotiz. Vielmehr prognostizierte er eine rosige Zukunft für die Franchise: "Wir werden eine Menge Spiele und Meisterschaften gewinnen, während wir auch diese Seite des Geschäfts regeln werden."

Gemeinsam mit Tunsil trainiert Watson derzeit in Houston und wartet gebannt auf die Öffnung des Trainingsgeländes der Franchise: "Mein Hauptaugenmerk liegt einfach darauf, der beste Teamkollege, der beste Leader, der beste Quarterback zu sein, der ich sein kann."

Gepannt wartet er auf das Go zum Start der Team-Trainings. Dann auch mit allen Neuzugängen, für die Watson der "bestmögliche Mannschaftskamerad" sein will.

Daniel Kugler

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