Bill Belichick mit seinen Söhnen Steve und Brian. - Bildquelle: imago/UPI PhotoBill Belichick mit seinen Söhnen Steve und Brian. © imago/UPI Photo

München - Der Name verpflichtet, er ist auch nicht eingefleischten NFL-Fans ein Begriff. Er steht für Erfolg, für Dominanz, eine ganz besondere Ära bei den New England Patriots. Er gehört in jedes NFL-Lexikon.

Belichick. Bill Belichick.

Kult-Coach, eigenwillig und knorrig, eine ganz eigene Marke. Einer, der sogar selbst dafür sorgt, dass der Name auch nach seiner erfolgreichen Karriere bei den Patriots fortbesteht. 

Beförderung für Brian

Denn seine beiden Söhne arbeiten seit Jahren im Trainerteam der Pats.

 

Steve ist seit 2012 dabei, er war zuletzt für die Safeties und die Secondary zuständig und teilte sich Verantwortlichkeiten als Defensive Coordionator mit seinem Vater und Jerod Mayo. 

Brian ist der Jüngste im Bunde, der 26-Jährige stieß 2016 zum Team und übernahm Aufgaben als Assistent. Jetzt wurde er befördert, übernimmt als Coach die Safeties, während sein Bruder zu den Linebackern geht.

Dass er auf seiner ersten Pressekonferenz von einem Reporter "Steve" genannt wurde, nahm er mit Humor. "Du hast mich Steve genannt", sagte er. "Ich meine, das kann passieren, aber komm schon."

Ein Zeichen, dass der Neu-Trainer noch unter dem Radar fliegt. Doch verspürt er bereits den Druck, mit diesem Namen als Trainer bei den Patriots anzufangen? 

"Ich denke nicht wirklich darüber nach", sagte Brian. "Ich bin mit der tollen Möglichkeit gesegnet, in dieser Organisation zu sein. Wir sind im Jahr 2000 hierhergezogen und ich hatte das unglaubliche Glück, dass mein Vater 20 Jahre hier ist und ich Zeit mit dem Team verbringen und von diesen großartigen Spielern und Trainern lernen konnte, die schon lange hier sind. Ich bin sehr glücklich, diese Erfahrung zu machen."

Zu weit in die Zukunft will er dabei nicht schauen. Erstmal wartet der neue Job.

Steve wird helfen

Der "echte" Steve wird ihm helfen, sich in der neuen Rolle einzugewöhnen, in der Offseason hat er sich mit seinem jüngeren Bruder bereits intensiv ausgetauscht. Erfahrene Spieler wie Devin McCourty werden den Übergang zusätzlich erleichtern.

"Wir stehen uns sehr nahe", sagte Steve. "Als älterer Bruder und erfahrenerer Trainer tue ich mein Bestes, um ihm zu helfen." Der 33-Jährige freut sich auf seine neue Aufgabe, "auch wenn ich die Jungs vermissen werde, die ich letztes Jahr trainiert habe."

Bill Belichick schlägt mit dem Umstand, dass seine beiden Söhne seit Jahren auf der Trainerleiter nach oben klettern, mehrere Fliegen mit einer Klappe.

 

"Als Vater verpasst du wegen des Zeitplans und der Spiele so viel, du kannst einfach nicht bei allem dabei sein", sagte Belichick. "Es fühlt sich so an, als könntest du das ein wenig wettmachen, indem du jetzt mehr in ihre Leben involviert bist." 

Da beide mit Football aufgewachsen sind, erinnern sie ihren Vater auch oft an Dinge, die er früher in seiner Karriere getan hat, heute aber nicht mehr. "Das bringt mich manchmal zum Nachdenken. Und dann mache ich es wieder wie früher", so Belichick.

Verbindung zur jungen Generation

Und klar: Wer zwei Söhne im Alter von 26 und 33 Jahren hat, bleibt am Puls der Zeit, was bei der täglichen Arbeit mit einem Team, das in einem ähnlichen Alter ist, sehr hilfreich sein kann, wenn man als 68-Jähriger andere Prioritäten und Interessen hat. 

"Es ist gut, einige jüngere Trainern und andere Mitarbeiter zu haben, die dich auf dem Laufenden halten bei Dingen, die an mir vorbeigehen. Auch damit machen sie einen tollen Job", so Belichick.

Damit auch er einen guten Job machen kann. Denn der Name verpflichtet. Das gilt auch für bei Bill Belichick selbst.

Andreas Reiners

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