Die NFC West verspricht 2020 eine Menge Spannung - Bildquelle: gettyDie NFC West verspricht 2020 eine Menge Spannung © getty

München - Die NFL-Teams befinden sich im Training Camp und die Saison 2020 rückt trotz der Corona-Pandemie immer näher. Vorher macht ran.de einen großen Division-Check - heute mit der NFC West.

Arizona Cardinals

Vorsaison: 5-10-1 / Platz 4 - Playoffs verpasst

Wichtige Neuzugänge: DeAndre Hopkins, Jordan Phillips

Wichtige Abgänge: David Johnson

Offense:

Der Knall der Offseason ereignete sich zum Start der Free Agency: Die Arizona Cardinals tradeten David Johnson und einen Zweitrunden-Pick zu den Houston Texans und bekamen neben einem Viertrunden-Pick Superstar DeAndre Hopkins.

Der Wide Receiver komplettiert eine ohnehin gute Offensive und bringt den Cardinals einen Spielertyp, der dem Kader abgegangen war. Larry Fitzgerald und Christian Kirk sind weitestgehend im Slot beheimatet, Hopkins stellt für jede Defense der NFL ein Problem über außen da.

Gerade im Hinblick auf die Entwicklung von Zweitjahres-Quarterback Kyler Murray setzen die Cardinals ein Zeichen, denn mit Arizonas Waffenarsenal führt der Erstrunden-Pick des vergangenen Jahres eine äußerst potente Offense auf das Feld. 

Darüber hinaus hielten die Cardinals Running Back Kenyan Drake mit dem Transition Tag, der in acht Spielen für die Cardinals auf 814 Total Yards, 5,2 Yards pro Lauf und acht Touchdowns kam. Drake bekommt für die kommende Saison sogar ein Update für die wacklige Offensive Line, Kelvin Beachum und Drittrunden-Pick Josh Jones kämpfen um den Job als Starting-Right-Tackle.

Defense:

Die Cardinals-Defense ließ vergangenes Jahr durchschnittlich 402 Yards pro Spiel zu - der schlechteste Wert der NFL. Doch in der Offseason ist viel passiert, Arizona hat die Defense fast rundum erneuert.

In der Front Seven geht neben Superstar Chandler Jones jetzt Devon Kennard auf Quarterback-Jagd, der im vergangenen Jahr mit sieben Sacks gute Ansätze bei den Detroit Lions gezeigt hat. Außerdem wurde die Schwachstelle in der Interior Defensive Line gut geschlossen, Jordan Phillips wurde aus Buffalo losgeeist, Viertrunden-Pick Leki Fotu könnte als Rotationsspieler ebenfalls Snaps sehen.

Im Draft sicherten sich die Cardinals zudem die Dienste von Linebacker Isaiah Simmons, der aufgrund seiner Flexibilität auch Safety und Slot-Cornerback spielen kann. An seiner Seite sorgt Routinier Jordan Hicks für die nötige Erfahrung.

Die Secondary führt auch 2020 Star-Cornerback Patrick Peterson an, an seiner Seite suchen die Cardinals jedoch seit Jahren einen veritablen Starter, der letztjährige Rookie Byron Murphy Jr. muss wohl auch dieses Jahr die Lösung gegenüber von Peterson sein, da Neuzugang Robert Alford die ganze Saison mit einem gerissenen Brustmuskel verpasst. Murphy Jr. ist normalerweise im Slot zu Hause und hatte schon im vergangenen Jahr große Probleme auf außen.

Unterstützt werden die Cornerbacks vom zweimaligen Pro-Bowl-Safety Budda Baker und Jalen Thompson. Vor allem Baker ist mit seinem sicheren Tackling (147 Tackles, Top-Wert unter Safetys) gerade als letzte Absicherung enorm wertvoll.

Player to watch: Kyler Murray

Quarterbacks, die in ihre zweite Saison gehen, werden im NFL-Kosmos immer mit besonders viel Spannung erwartet. Murray deutete im vergangenen Jahr sein Talent bereits an, zeigte aber häufiger, dass er noch an ein paar Stellschrauben drehen muss. Murray hielt den Ball regelmäßig zu lange in den Händen und verursachte so unnötige Sacks.

Mit einer verbesserten Offensive Line und DeAndre Hopkins als zusätzlicher Waffe erwarten viele Experten eine deutliche Leistungssteigerung. Kann Murray dem gerecht werden?

Prognose:

Die Offense ist mit Talent gespickt. Head Coach Kliff Kingsbury und Murray gehen in ihre zweite NFL-Saison, die zusätzliche Erfahrung wird beiden helfen. Wenn Murray seine kleineren Schwächen abstellt und sein ganzes Talent auf dem Feld zeigen kann, sind die Playoffs nicht unrealistisch.

In der Defense ist dagegen vieles neu, es wird Zeit brauchen, bis alle Rädchen ins andere greifen. Alfords Verletzung war darüber hinaus ein Schock. Um wirklich einen Playoff-Run hinzulegen, bedarf es wohl einer MVP-Saison Murrays - davon kann aber nicht ausgegangen werden - Platz drei in der Division.

Los Angeles Rams

Vorsaison: 9-7 / Platz 3 - Playoffs verpasst

Wichtige Neuzugänge: Leonard Floyd

Wichtige Abgänge: Clay Matthews, Todd Gurley, Corey Littleton, Dante Fowler Jr., Brandin Cooks, Nickell Robey-Coleman

Offense:

Nach der Super-Bowl-Saison 2018 ging Los Angeles mit großen Ambitionen in die vergangene Saison - umso größer war nach dem Verpassen der Playoffs die Enttäuschung. 

Quarterback Jared Goff hatte mit den Umständen einer schwachen Offensive Line zu kämpfen, Todd Gurley wurde wegen anhaltenden Knieproblemen nicht mehr als "Work Horse" eingesetzt und Sean McVays Zauber war ein wenig verflogen.

Die kommende Saison wird für Goff nicht leichter: Gurley wurde entlassen, Wide Receiver Brandin Cooks ist mittlerweile bei den Houston Texans untergekommen. Im Gegenzug haben die Rams keine nennenswerten Free Agents verpflichtet, L.A. ersetzt die Star-Abgänge mit den Rookies Cam Akers und Van Jefferson.

McVay dürfte daher vermehrt auf Zwei-Tight-End-Sets mit Tyler Higbee und Gerald Everett setzen, die die etablierten Receiver Cooper Kupp und Robert Woods im Passspiel unterstützen.

Die Offensive Line wurde auch nicht verstärkt und geht nahezu unverändert in die kommende Saison, sowohl im Run- als auch im Passblocking hatte die Einheit gerade in der ersten Saisonhälfte große Probleme. Gurley bekam kaum Lücken im Laufspiel, Goff stand trotz eines schnellen Release häufig unter Druck.

Defense:

Auf der anderen Seite des Balls müssen die Rams ebenfalls prominente Abgänge verkraften. Gerade die Front Seven verlor mit Dante Fowler Jr., Corey Littleton und Clay Matthews eine Menge Talent und Erfahrung. Allen voran Linebacker Littleton wird den Rams mit seinen Qualitäten als Passverteidiger gegen Running Backs und Tight Ends fehlen, seine möglichen Nachfolger Micah Kiser und Troy Reeder sind in der NFL noch unbeschriebene Blätter.

Superstar Aaron Donald bleibt zwar die wichtigste Personalie in der Defensive Line, doch ohne Unterstützung muss es der zweimalige Defensive Player of the Year noch häufiger gegen mehrere Offensive Liner aufnehmen. Donald wurde 2019 bei 70 Prozent aller Snaps gedoppelt.

Damit sich diese Zahl nicht noch weiter steigert, muss vor allem Neuzugang Leonard Floyd bei den Rams einschlagen. Der ehemalige Erstrunden-Pick konnte seinen hohen Draft-Spot bei den Chicago Bears nie rechtfertigen und unterschrieb in der Offseason einen Prove-it-Deal in L.A.

Die Passverteidigung führt nach dem letztjährigen Trade um Jalen Ramsey der ehemalige Jaguars-Cornerback an. Gemeinsam mit Troy Hill, Taylor Rapp und John Johnson ist die Secondary vielversprechend besetzt, einzig den Abgang von Slot-Cornerback Nickell Robey-Coleman haben die Rams nicht aufgefangen.

Player to watch: Leonard Floyd

Wie bereits beschrieben, gilt Floyd bislang als Draft-Bust in der NFL. Der Nummer-9-Pick hatte 2016 mit sieben Sacks aus zwölf Spielen ein gutes Rookie-Jahr, in der Folge sank die Sack-Zahl Jahr für Jahr, 2019 brachte Floyd gegnerische Quarterbacks nur drei Mal zu Boden.

Dennoch verdient der Pass Rusher 2020 13 Millionen Dollar. Will Floyd jedoch einen langfristigen Deal unterschreiben, muss dem Outside Linebacker allmählich der Durchbruch gelingen. Sowohl für den Erfolg des Pass Rush als auch für Floyd persönlich wird die kommende Saison ein wegweisendes Jahr.

Prognose:

Können Sean McVay und Jared Goff die Probleme von 2019 lösen und wieder an die Super-Bowl-Saison anknüpfen? Letztlich steht und fällt damit der gesamte Erfolg der Rams. Das Problem: L.A. hat sich personell im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert, Goff kann kaum Hilfe erwarten und muss regelmäßig Spiele selbst bestimmen, um erfolgreich sein zu können.

Das gelang Goff im Verlauf seiner Karriere allerdings nur selten. Die Defense hat Potenzial, ist aber gerade in der Front Seven, trotz Donald, klar limitiert. So spielen die Rams nicht um die Playoffs - Platz vier in der Division.

San Francisco 49ers

Vorsaison: 13-3 / Niederlage im Super Bowl gegen die Kansas City Chiefs

Wichtige Neuzugänge: Trent Williams

Wichtige Abgänge: DeForest Buckner, Joe Staley, Emmanuel Sanders

Offense:

Im Vergleich zur Super-Bowl-Saison aus dem Vorjahr haben die 49ers wenig verändert, lediglich Trent Williams ersetzt den zurückgetretenen Joe Staley eins zu eins. Die gute Offensive Line verliert somit trotz des Verlusts des sechsmaligen Pro Bowlers voraussichtlich nicht an Qualität.

Jimmy Garoppolo bleibt 2020 der unumstrittene Quarterback in der Bay Area. Gerade zu Saisonbeginn dürfte das Laufspiel um Raheem Mostert und Tevin Coleman jedoch noch wichtiger werden, als es ohnehin schon ist.

Denn nachdem Emmanuel Sanders zu den New Orleans Saints gewechselt ist und Deebo Samuel sich den Fuß in der Saisonvorbereitung gebrochen hat, gehen den 49ers die Receiver aus. Erstrunden-Pick Brandon Aiyuk muss daher ohne Preseason und mit geringer Vorbereitungszeit gleich eine wichtige Rolle hinter Star-Tight-End George Kittle im Passspiel übernehmen.

Wenn jemand diese Probleme über sein Spielkonzept lösen kann, dann ist es Kyle Shanahan. Der Head Coach hat bei den Niners ein kreatives Laufspiel etabliert, bei dem mehrere Running Backs flexibel eingesetzt werden und das von dem besten Full Back der Liga, Kyle Juszczyk, unterstützt wird. Juszczyk hat aber auch einen hohen Wert im Passspiel, er zwingt Defenses in ihre Base-Coverage und hat gegen langsamere Linebacker Matchup-Vorteile.

Defense:

Die Defense ist das Prunkstück der 49ers. Angeführt von einer extrem tiefen und auch in der Spitze stark besetzten Defensiv Line dominieren die Niners regelmäßig Spiele nur über ihren Pass Rush. Egal ob Nick Bosa, Rookie Javon Kinlaw, Arik Armstead oder Dee Ford, die 49ers sind für jede Offensive Line auch in der kommenden Spielzeit ein Albtraum.

Dahinter komplettieren drei athletische Linebacker die herausragende Front Seven. Vorjahres-Rookie Dre Greenlaw hat sich neben Kwon Alexander und dem gerade in der Passverteidigung starken Fred Warner sehr gut eingefunden. Der deutsche Linebacker Mark Nzeocha muss wohl auf einen Ausfall der drei hoffen, um eine Chance in der Defense zu bekommen.

Möchte man ein Haar in der Suppe finden, kann man das am ehesten in der Secondary. Hinter Richard Sherman, der auch in hohem Alter im vergangenen Jahr noch dominant war, fehlt Qualität auf der Cornerback-Position. Ob Emmanuel Moseley oder Ahkello Witherspoon, beide Verteidiger sind gegenüber von Sherman schlagbar.

Auf der Safety-Position ist San Francisco gut besetzt. Free Safety Jimmy Ward hat eine starke Saison hinter sich und deckt das Feld im 49ers-System mit einem tiefen Safety sehr gut ab, Jaquiski Tartt leistete als Strong Safety ebenfalls seinen Beitrag, Verletzungssorgen sind bei Tartt allerdings ein ständiges Thema. Der 28-Jährige verpasste in den vergangenen drei Spielzeiten insgesamt 19 Spiele.

Player to watch: Trent Williams

Es ist schon eine Weile her, seitdem Trent Williams das letzte mal bei einem NFL-Spiel auf dem Platz stand. Genauer gesagt bestritt Williams seine letzte Partie am 30. Dezember 2018 mit den damaligen Washington Redskins gegen die Philadelphia Eagles. Ein fast ein Jahr andauernder Streik endete in der Offseason letztlich in einem Trade zu den 49ers.

Dort startet Williams sofort für Franchise-Ikone Staley, der zuletzt eine Bank in der Pass Protection war, und muss gleich beweisen, dass er nichts an Qualität eingebüßt hat. Zudem nimmt der siebenmalige Pro Bowler in dem lauflastigen System von Shanahan ebenfalls gleich eine zentrale Rolle ein, da Tackles im Outside-Zone-Blocking, je nachdem in welche Richtung der Lauf geht, wichtiger sind als bei einem Power-Run-System.

Prognose:

Die 49ers haben insgesamt etwas Talent verloren, Rookies, wie Javon Kinlaw und Brandon Ayiuk, müssen gleich einschlagen, damit der Übergang zur neuen Saison reibungslos verläuft. Da dies gerade in der von Corona geprägten Offseason noch schwieriger erscheint, kann der Motor zu Beginn etwas stottern.

Insgesamt ändert sich allerdings im Vergleich zu anderen Teams eher wenig in San Francisco, Defensive Coordinator Robert Saleh wurde gehalten und die Defense als auch die Offense verfügen noch immer über eine Menge Qualität. Der Division-Sieg ist das Minimal-Ziel, doch nach dem Ausgang der vergangenen Saison kann es nur ein Ziel geben: den Titel zu holen - Platz 1 in der Division.

Seattle Seahawks

Vorsaison: 11-5 / Aus in der Divisional Round gegen die Green Bay Packers

Wichtige Neuzugänge: Jamal AdamsGreg Olsen, Bruce Irvin, Quinton Dunbar

Wichtige Abgänge: Jadeveon Clowney, Quinton Jefferson

Offense:

In der Offense bleibt eigentlich alles beim Alten in Seattle. Mit Russell Wilson haben die Seahawks noch immer einen der besten Quarterbacks der Liga - eine Frage aber bleibt:

Lässt Head Coach Pete Carroll seinen Superstar von der Leine? Carroll ist ein Verfechter des Laufspiels und sein Offensive Coordinator, Brian Schottenheimer, entschied sich bei knapp 50 Prozent aller First-Down-Plays für einen Laufspielzug.

Diese Taktik resultierte häufig in langen Third Downs für Wilson, die dieser sogar überdurchschnittlich oft (40 Prozent) in neue Frist Downs verwertete, doch jeder NFL-Beobachter kann nur erahnen, welche Möglichkeiten dieses Team hätte, wenn Carroll sich nicht auf seine Football-Prinzipien versteifen und Wilson freie Hand lassen würde.

Denn es ist ja nicht so, als hätten die Seahawks ein schlechtes Receiving-Corps: DK Metcalf legte eine starke Rookie-Saison hin und bewies seinen Kritikern, dass er mehr als nur geradeaus laufen kann. Gerade das Playoff-Spiel bei den Eagles war mit 160 Receiving-Yards und einem Touchdown eine Machtdemonstration des Rookies.

Tyler Lockett und Wilson harmonieren ohnehin seit Jahren gut, 2018 hatte Wilson sogar ein perfektes Passer Rating, wenn er Lockett als Passempfänger gesucht hat.

Das gelang Wilson, obwohl er wie gewohnt hinter einer extrem wackligen Offensive Line meist schnell unter Druck geriet.

In der vergangenen Saison ließ die Line "PFF" zufolge bei über 26 Prozent aller Passspielzüge innerhalb von 2,5 Sekunden oder weniger Druck zu - der drittschlechteste Wert der Liga. Daran ändert auch Duane Browns Anwesenheit nicht viel, der seit seinem Trade von den Texans im Jahr 2018 sogar ein klares Upgrade für die Line darstellt.

Aber auch für diese Situation haben die Seahawks mit der Verpflichtung von Greg Olsen vorgesorgt. Der routinierte Tight End bietet als Anspielstation im Kurzpassspiel eine sichere Option.

Defense:

Der Trade um Jamal Adams ließ Seahawks-Fans in Jubel-Stürme verfallen. Sehen wir in Seattle die Legion of Boom 2.0? Ganz so weit sollte man nicht gehen, denn auch wenn Adams wohl ein besserer Footballspieler als Kam Chancellor ist, kommen Shaquil Griffin, Quinton Dunbar oder Quandre Diggs nicht an die Qualitäten von Sherman oder Earl Thomas in ihrer Blütezeit ran.

Natürlich hebt der Trade die Seahawks-Defense kurzfristig trotzdem auf ein neues Level. Adams ist variabel einsetzbar, kann sowohl Tight Ends als auch Running Backs aus dem Spiel nehmen und ist vor allem gegen den Lauf eine Waffe.

Zudem ging er sogar regelmäßig auf Quarterback-Jagd und sammelte für einen nominellen Safety sagenumwobene 6,5 Sacks im vergangenen Jahr. Die Betonung liegt hier allerdings auf nominell, denn Adams ist ein Defensiv-Star, den man nicht auf eine Position reduzieren kann.

Adams könnte sogar der beste Pass Rusher der Seahawks sein - was automatisch das größte Problem für Carrolls Defense ist. Denn die Defensive Line ist nach den Abgängen von Jadeveon Clowney und Quinton Jefferson extrem dünn besetzt. Aktuell ist ein alternder Bruce Irvin der auf dem Papier gefährlichste reine Pass Rusher - keine rosigen Aussichten für Seattle. 

Da hilft auch ein überragendes Linebacker-Corps um Superstar Bobby Wagner nicht wirklich. Gemeinsam mit Erstrunden-Pick Jordyn Brooks und K.J. Wright wird Wagner nur selten für Pass Rush sorgen.

Player to watch: DK Metcalf

Bis in die späte zweite Runde fiel DK Metcalf im Draft 2019, umso erleichterter war der Freak-Athlet, als er dann den entscheidenden Anruf der Seahawks bekam. Aber warum fiel Metcalf im Draft eigentlich?

Im Draft-Prozess wurden die Kritiker immer lauter: Metcalf könne keine Routen laufen, Metcalf sei unbeweglich.

Die Kritiker verstummten nach insgesamt 1.119 Receiving-Yards inklusive Playoffs schnell, Metcalf war in seiner ersten Saison ein wichtiger Part im Receiving-Game. Dabei hatte Metcalf bei einem Drittel aller Spiele weniger als 50 Total Yards. Genau diese Inkonstanz muss der Receiver als nächsten Entwicklungsschritt ablegen. Darf Wilson in der kommenden Saison wirklich häufiger werfen, rückt Metcalf noch weiter ins Scheinwerferlicht.

Prognose:

Die Seahawks haben mit Wilson den besten Quarterback der Division und damit potenziell auch die beste Offense. Bekommt Wilson wirklich die Schlüssel der Offensive, auch in den frühen Downs, in die Hand, ist mit Seattle auch in der kommenden Saison zu rechnen. Der Pass Rush bereitet in der Defensive zwar echte Sorgen, doch mit einer starken Secondary muss Carroll wohl früher oder später durch Blitzes für Druck sorgen.

Die 49ers sind insgesamt das komplettere Team, mit einem von Wilson angeführten Seattle sind die Playoffs dennoch drin - Platz zwei in der Division.

Raman Rooprail

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