Lamar Jackson: Gegen die Titans ungewohnt uneffektiv. - Bildquelle: imago images/ZUMA PressLamar Jackson: Gegen die Titans ungewohnt uneffektiv. © imago images/ZUMA Press

München - Bis auf zwei Ausnahmen fanden die Teams kein Mittel. Zwei Niederlagen setzte es gegen die Kansas City Chiefs und die Cleveland Browns in der Anfangsphase der Saison, ehe Baltimore zum heißesten Super-Bowl-Kandidaten durchstartete. Zwölf Siege in Folge feierten die von Quarterback-Phänomen Lamar Jackson angeführten Ravens.

Bis die Tennessee Titans kamen. Und die zuvor so brillante und schwer ausrechenbare Ravens-Offense am Samstag in der Divisional Round beim 28:12-Sieg in Baltimore erfolgreich aus dem Tritt brachten.

 

Wie genau? Mit der Hilfe von Madden.

Das verriet Cornerback Logan Ryan. Die von den Titans genutzte Formation aus der NFL-Simulation: "Engage Eight". Ideal, um das Run Game zu stoppen, um Jackson aus dem Laufspiel herauszuholen, die Mitte zuzumachen, ihn aus dem Konzept zu bringen. Und um ihn zu Würfen zu "zwingen". 

"Wenn du Madden spielst und den ganzen Tag 'Engage Eight' nutzt, ist es schwer, mit dem Ball zu laufen", so Ryan. 

Auch die Bills nutzten die Taktik

Dabei orientierten sich die Titans vor allem an den Buffalo Bills, die in Week 14 eine ähnliche Taktik praktizierten. Damals lieferte Jackson mit 145 Passing Yards und 40 Rushing Yards eines seiner schlechteren Spiele ab. "Buffalo hatte das gut gemacht, sie haben selbst nur nicht viele Punkte erzielt", sagte Ryan. Die Bills verloren damals 17:24.

Der Vorteil diesmal: Die Titans gingen recht schnell 14:0 in Führung, waren in der Offense um Quarterback Ryan Tannehill gnadenlos effektiv. Hinzu kam ein Derrick Henry in Topform, der Running Back überrannte die Ravens-Defense mit 195 Yards fast im Alleingang. 

Und mit der Führung im Rücken ließ sich die Taktik perfekt ausspielen, um die Ravens in Schach zu halten. Und da Baltimore kein Mittel dagegen fand, wurde "Engage Eight" ausgiebig genutzt.

 

"Sobald wir einen Vorsprung hatten, mussten sie auf das Passspiel setzen und das ist unsere Stärke mit unseren Defensive Backs und unseren Fähigkeiten am Ball. Wenn wir einen Vorsprung herausarbeiten, können wir Interceptions holen", so Ryan. 

Zwei Interceptions und ein Fumble

Gleich zwei davon plus einen Fumble leistete sich Jackson, was seine starken Statistiken von 365 Passing und 143 Rushing Yards am Ende wirkungslos machte. Trotz zahlreicher Gelegenheiten kamen die Ravens durch Jacksons Ungenauigkeiten und Fehler nur auf magere zwölf Punkte. 

Die Titans, die nach sechs Spieltagen bei einer 2-4-Bilanz standen und sich erst auf den letzten Drücker für die Playoffs qualifizierten, nehmen nun die nächste Überraschung in Angriff.

Im AFC Championship Game wartet der Sieger des Spiels zwischen den Kansas City Chiefs und den Houston Texans (Sonntag ab 20:45 Uhr live auf ProSieben und ran.de)

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