Hat viel vor: Equanimeous St. Brown. - Bildquelle: imago/Icon SMIHat viel vor: Equanimeous St. Brown. © imago/Icon SMI

München/Green Bay – Auf den ersten Blick ist die Untätigkeit der Green Bay Packers ein gutes Zeichen. Ein Vertrauensbeweis. Vor allem ist sie eine großartige Chance. Eine offene Tür in die Startformation, wenn man so will.

Equanimeous St. Brown muss nur noch durchgehen.

Kein Welpenschutz mehr

Für St. Brown, Sohn eines amerikanischen Vaters und einer deutschen Mutter, ist die Schonzeit vorbei, der Welpenschutz des Rookies gilt nicht mehr. Die Erwartungen steigen analog zu seinen eigenen Hoffnungen und Zielen.

Die Ausgangslage ist spannend: Mit Davante Adams haben die Packers einen Hochkaräter auf der Receiver-Position. Doch dahinter ist nach dem Abgang von Randall Cobb im Grunde alles offen.  

"EQ" kämpft mit Geronimo Allison (25), Trevor Davis (25), Jake Kumerow (27) und den Ex-Rookies Marquez Valdes-Scantling (24) und J'Mon Moore (24) um den Platz neben Adams. 

Allison geht in seine vierte Saison, kam 2018 aber verletzungsbedingt nur zu fünf Einsätzen, blickt dabei aber auf 303 Yards und zwei Touchdowns zurück. Moore und Davis spielten nur als Special Teamer eine kleine Rolle, auch Kumerow blieb hinter St. Brown. Valdes-Scantling kam dafür in 16 Spielen auf 581 Yards und zwei Touchdowns. 

Stand jetzt dürfte er sich noch hinter Adams, Allison und Valdes-Scantling einordnen, doch das Spiel hat begonnen, alle starten bei Null, die Vorbereitung läuft gerade erst an, geht im Sommer mit dem Trainingscamp sogar erst noch in die heiße Phase. 

In der Offseason hatte er sich mit einem Personal-Trainer und seinem Vater vorbereitet. Mit dem Ziel, stärker, schneller und besser in die nächste Saison zu starten.

Er wusste bereits vor einigen Wochen: "Ich glaube, ich bin in meinem zweiten Jahr in einer guten Position. Sie kennen mich jetzt schon. Ich habe gute Chancen, es besser zu machen als letzte Saison." 

Endlich ein Touchdown?

Da fing er 21 der 36 zu ihm geworfenen Pässe für 328 Yards. Eines seiner Ziele ist fast schon bescheiden: "Hoffentlich schaffe ich mehr Touchdowns als im ersten Jahr. Ich hatte keinen", sagte der 22-Jährige.

Dafür deutete er seine Stärken mehrfach an: Seine Schnelligkeit, starke Hände und eine vorbildliche Arbeitseinstellung. 

Die wird ihm helfen, die neuen Verhältnisse bei den Packers schneller zu verinnerlichen, die neuen Coaches zu überzeugen. 

"Ich glaube, wir werden sehr viele Spiele gewinnen, die Playoffs schaffen und dann hoffentlich den Super Bowl gewinnen", gab er sich im ran-Interview optimistisch.

Offense das Herzstück

Mit Head Coach Matt LaFleur wird sich in der Offense automatisch einiges verändern, unter anderem sind auch der Offensive Coordinator (Nathaniel Hackett) sowie das Playbook neu. Klar ist: Die Offense um Quarterback-Superstar Aaron Rodgers wird beim Neuanfang das Herzstück der neuen Packers. Rodgers ist von Anfang an am Ball, will die Philosophie so schnell wie möglich umsetzen können. Womit sich viele Gelegenheiten ergeben werden, beim Anführer der Packers zu punkten.

Denn St. Brown möchte am liebsten schon in seiner zweiten Saison eine Schlüsselrolle spielen. Zum X-Faktor werden.

Die Tür steht offen. "EQ" muss nur noch durchgehen.

Von Andreas Reiners

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