Eric Reid: Immer an Kaepernicks Seite. - Bildquelle: imago images / Icon SMIEric Reid: Immer an Kaepernicks Seite. © imago images / Icon SMI

München – Eric Reid war stets an der Seite von Colin Kaepernick. Und er ist es weiterhin.

Der Safety der Carolina Panthers hat wie der frühere Quarterback nie ein Blatt vor den Mund genommen. Beim Hymnenprotest nicht. Und auch jetzt nicht, nachdem Rapper Jay-Z mit seinem Plattenlabel "Roc Nation" eine Partnerschaft mit der NFL abgeschlossen hat. Dabei wird Jay-Z mit seinem Team die NFL bei ausgewählten musikalischen Auftritten, wie z.B. den Super Bowl, beraten.

Ein "hinterhältiger Deal", wie Reid daraufhin via Twitter seine Meinung kundtat. Zudem zu einem besonderen Zeitpunkt: Am 14. August jährte sich Kaepernicks Hymnenprotest-Start zum dritten Mal.

Seitdem ist Reid nicht mehr zu stoppen. Er kritisiert den Deal, kritisiert die NFL, kritisiert Jay-Z. "Jay-Z braucht die Hilfe der NFL nicht, um auf soziale Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Es geht ums Geld, für ihn und sein Musik-Business. Und die NFL versteckt sich hinter seinem schwarzen Gesicht, um zu verdecken, dass sie Colin boykottiert."

Kaepernick ist seit dem Ende der Saison 2016 ohne Job in der NFL. Zwischenzeitlich hatten er und Reid die Liga verklagt, sich aber außergerichtlich geeinigt. Ein Team fand der Ex-Quarterback aber trotzdem nicht, Reid hingegen spielt seit 2018 für die Panthers. 

Vom Kniefall weiterziehen

Jay-Z hatte sich bei der Verkündung des Deals auch zu Kaepernick geäußert, meinte, man habe den Kniefall, mit dem Kaep protestierte, hinter sich gelassen. 

Er stimme mit der Message Kaepernicks überein, bestätigte der Rapper. "Aber was machen wir? Millionen Menschen helfen oder uns damit aufhalten, dass Colin keinen Job hat?"

Nicht nur Reid kritisierte Jay-Z dafür hart. Er profitiere materiell davon, was Kaepernick riskiert, verloren und geopfert habe, lautet der Tenor. 

Denn von der Hand zu weisen ist es nicht: Von der NFL war es ein kluger Schachzug, der auch an den Reaktionen abzulesen ist. Denn die Kritik bekommt jetzt der Rapper ab, weniger die NFL beziehungsweise Commissioner Roger Goodell.

Auf die Frage, ob so etwas wie die Zusammenarbeit von Jay-Z und der NFL, mit der man ja auch etwas Positives erreichen könne, nicht Kaepernicks Ziel gewesen sei, sagte Reid: "Wir haben uns nie dafür ausgesprochen, dass Colin seinen Job verliert, während wir gegen die Unterdrückung gekämpft haben".

Das sei ungerecht, so Reid weiter: "Jetzt ist die NFL ein 'Verfechter' sozialer Gerechtigkeit, um ihre eigene Unterdrückung durch das Boykottieren von Colin zu decken. Also werden wir kämpfen, um auch Colins Job zurückzubekommen." 

Die Kritik an Jay-Z betonte er nochmals: "Er hat wissentlich mit genau den Leuten Geld verdient, die eine Ungerechtigkeit gegen Colin begangen haben, und nutzt soziale Gerechtigkeit, um dies mit der schwarzen Gesellschaft abzuwiegeln."

Kaepernick selbst äußerte sich nicht zu dem Deal. Er machte es anders: Er schrieb ein paar Zeilen an Reid. Schließlich war der stets an Kaepernicks Seite. Und ist es immer noch.

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